Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Ulrike Folkerts bei Opfern von Explosivwaffen in Jordanien

Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit
Jordanien

Im Rahmen ihrer Reise nach Jordanien besucht die HI-Botschafterin und Tatort-Schauspielerin Ulrike Folkerts Frauen, die Opfer von Angriffen mit Explosivwaffen wurden. Hier erhalten Sie Einblick in die berührenden Geschichten.

Ulrike Folkerts besucht die Schwestern Maysa, 26 und Samah, 27 in ihrem Zimmer, welches sie durch Vermittlung von HI bekommen haben.

Ulrike Folkerts besucht die Schwestern Maysa, 26 und Samah, 27 in ihrem Zimmer, das sie durch Vermittlung von HI bekommen haben. | © Ursula Meissner/HI

Ulrike Folkerts über ihre Besuche bei den Menschen im jordanischen Irbid, nahe der syrischen Grenze:

„Es war tragisch, so bedrückend, so hoffnungslos. Diese Frauen haben alles verloren, können nicht wieder zurück, da das Land von Bomben zerstört ist. Sie haben viele Angehörige verloren und kämpfen mit den Folgen von Verletzungen."

Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts besucht Manal abo Nabout, 36 Jahre alt. Die Frau verlor bei den Bombardierungen in Syrien ein Bein. Sie musste mehrfach operiert werden. Sie hat nicht nur ihre Heimat verloren, sondern auch ihren Mann, der sich von ihr scheiden ließ und mit den Kindern wegging. Vor fünf Wochen kam auch noch ihr Bruder bei den Kämpfen um.  

Manal abo Nabout, 36 Jahre alt, ihre Nichte und Ulrike Folkerts. Die Frau verlor bei den Bombardierungen in Syrien ein Bein.

Huda Fawzi, 55, zeigt Ulrike Folkerts ein Bild ihrer drei Söhne auf dem Handy – alle drei wurden Opfer der Bombardierungen in Syrien. Auch ihre Schwiegertochter und ein Enkelkind kamen dabei ums Leben. Ihr Mann sitzt wiederum  im syrischen Gefängnis und sie hofft jeden Tag, dass er freigelassen wird. HI hilft ihr mit psychosozialer Therapie, um ihr Leid zu lindern. Links daneben HI-Therapeutin Suhad Abood

Huda Fawzi, 55, zeigt Ulrike Folkerts ein Bilder ihrer drei Söhne auf dem Handy – alle drei wurden Opfer der Bombardierungen in Syrien.

Ulrike Folkerts besucht die Schwestern Maysa, 26 und Samah, 27 in ihrem Zimmer, welches sie durch Vermittlung von HI bekommen haben. Bei den Bombardierungen in Deraa, Syrien, nicht weit von der jordanischen Grenze, haben sie Vater und Mutter verloren und wurden selber schwer verletzt. Sie wurden von Helfern aus den Trümmern des Hauses gezogen und nach Irbid gebracht. Dort versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen, doch noch geht es täglich darum, genug zu essen zu bekommen. Auf die Frage, ob sie denn etwa nach Europa möchten, sagten beide Mädchen:

„Nein! Wir sprechen die Sprache nicht, es ist nicht unsere Kultur, wir kennen da niemanden. Hier haben wir wenigstens eine Tante. Es war schwierig genug zu überleben und hierher zu kommen."

Obwohl die beiden Schwestern Vater und Mutter verloren haben und nur von kleinen Gelegenheitsjobs leben, wollen sie sich von der schlechten Perspektive nicht unterkriegen lassen. Ihr Traum ist  ein stabiles Monatseinkommen zu erhalten und später vielleicht einmal eine Ausbildung zu machen.

 

19 September 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kampf gegen Landminen muss weitergehen
© P. Jérôme /HI
Minen und andere Waffen

Kampf gegen Landminen muss weitergehen

Anlässlich des „Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr“ am 4. April ruft Handicap International (HI) dazu auf, weiterhin gegen Antipersonenminen zu kämpfen, die noch in über 60 Ländern die Menschen bedrohen. Mehr als 70% der Minenopfer weltweit kommen aus der Zivilbevölkerung. HI, Co-Preisträger des Friedensnobelpreises, fordert außerdem die USA auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, Antipersonenminen wieder zu erlauben.

UN-Generalsekretär ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf
© HI Bahia Zrikem
Minen und andere Waffen

UN-Generalsekretär ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf

„Bringen Sie die Geschütze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe!“ - UN-Generalsekretär Guterres

Handicap International ruft alle Akteure auf, den Appell des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres nach einem weltweiten Waffenstillstand zu unterstützen und sich ihm anzuschließen.

5 Jahre Krieg im Jemen
© ISNA Agency
Minen und andere Waffen

5 Jahre Krieg im Jemen

Fünf Jahre nach Beginn des Konflikts in Jemen verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) den massiven Einsatz von Explosivwaffen, darunter auch Landminen, die seit 1999 durch den Ottawa-Vertrag verboten sind. Die Gewalt durch Explosivwaffen hat verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Bei Explosivwaffeneinsätzen in Wohngebieten sind 95 Prozent der Opfer Zivilist/-innen. Handicap International fordert außerdem alle beteiligten Parteien auf, die unangemessenen bürokratischen Auflagen zu beseitigen und der betroffenen Bevölkerung Zugang zu humanitärer Unterstützung zu ermöglichen. 80 Prozent der Bevölkerung brauchen humanitäre Hilfe, um zu überleben.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ