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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

„Unter dem Sand“ beim Kino Open Air am Mars Markt

Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland

Neue Location, neuer Nonprofit-Partner: Handicap International ist erstmalig als gemeinnütziger Partner beim Münchner Kino Open Air dabei, das dieses Jahr auf dem Mars Markt in der Denisstraße 5 stattfindet. Mit einer Sondervorstellung des für den Oscar nominierten Films „Unter dem Sand“ am Sonntag, 16. Juli machen wir auf die weltweite Bedrohung durch Minen und andere explosive Kriegsreste aufmerksam.

Der Film "Unter dem Sand" wurde für einen Oscar nominiert. | Koch Films

Der dänische Regisseur Martin Zandvliet zeigt mit seinem Film „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ auf eindringliche Weise, wie menschenverachtend der Einsatz von Minen ist. Dieses Jahr wurde der Film für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Die Organisatoren des Kino Open Air riefen gemeinsam mit Handicap International bei der Sondervorstellung am 16. Juli dazu auf, die Opfer von Landminen zu unterstützen. An einem Aktionsstand mit künstlichem Minenfeld konnten sich die Besucher über unsere Arbeit in noch heute verminten Gebieten informieren.

Künstliches Minenfeld beim Kino Open Air

 

Über den Film

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, doch an der dänischen Küste lauern noch etwa 2,2 Millionen Landminen – von den Deutschen als Teil des „Atlantikwalls“ vergraben. Zur Räumung werden vor allem junge deutsche Kriegsgefangene eingesetzt, Jungen zwischen 15 und 18 Jahren, die kurz zuvor für Hitlers so genannten Volkssturm eingezogen worden waren. In fünf Monaten werden 1.402.000 Minen entfernt, mindestens 1.000 Menschen verlieren ihr Leben. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Jungen, die für eines dieser Himmelfahrtskommandos eingeteilt wird: die Säuberung eines Strandes von 45.000 Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird, ist ungewiss. Das Einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit.

Die Minen in Dänemark sind heute beseitigt. Doch Minen verletzten und töten in vielen Ländern immer noch Menschen, oft Kinder. Mitten in Europa gibt es Gebiete, die zu den am meisten verminten der Welt gehören, vor allem in Bosnien. Nachdem die Opferzahlen weltweit jahrelang zurückgegangen waren, sind seit 2015 Unfälle mit Landminen und anderen explosiven Kriegsresten wieder um 75 Prozent angestiegen.

Die internationale Hilfsorganisation Handicap International ist weltweit in betroffenen Ländern aktiv, um explosive Kriegsreste zu räumen und die Opfer zu unterstützen. Handicap International ist eines der sechs Gründungsmitglieder der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 den Friedensnobelpreis erhielt. Zwei Jahre darauf trat der Vertrag zum Verbot von Anti-Personen-Minen in Kraft.

 

10 Juli 2017
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Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

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Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen
© B. Chapuis / HI
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Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ