Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Vernichtung der letzten deutschen Streubomben-Bestände

Minen, Streubomben und andere Waffen
Deutschland

In einem feierlichen Akt wurde am 25.11. nahe Berlin die letzte deutsche Streubombe zerstört – dies ist auch ein großer Erfolg des Oslo-Verbotsvertrags und der internationalen Koalition gegen Streubomben CMC, die von Handicap International mit gegründet wurde.

Zuerst ist eine Streubombe geschlossen, dann öffnet sie sich und viele Submunitionen fallen heraus.

Funktionsweise einer Streubombe

Streubomben treffen durch ihre ungezielte Wirkung immer auch die Zivilbevölkerung. Außerdem hinterlassen sie zahlreiche Blindgänger, die noch lange nach dem Ende eines Konfliktes Tote und Verletzte fordern. Aus diesem Grund wurde 2008 in Oslo der Vertrag geschlossen, der neben der Lagerung auch Produktion, Einsatz und Export dieser Waffen verbietet und eine Unterstützung von Räumung und Opferhilfe festlegt.

Handicap International versorgt in vielen Projekten weltweit durch Streubomben betroffene Menschen und kennt die fatalen Auswirkungen dieser menschenverachtenden Waffen. Deshalb trägt die Organisation seit der Gründung der internationalen Koalition gegen Streubomben CMC entscheidend zu ihrem Engagement bei. Gemeinsam mit dem damaligen Aktionsbündnis Landmine haben wir uns auch in Deutschland in vielen politischen Gesprächen und mit einer intensiven Kampagne dafür eingesetzt, dass unsere Regierung dem Oslo-Abkommen beitritt. Dass die massiven Streubombenbestände Deutschlands nun endgültig der Vergangenheit angehören werden, sehen wir als einen großartigen Erfolg an.

Der Oslo-Verbotsvertrag wurde bis heute von 117 Ländern unterzeichnet und von 98 ratifiziert. Seit der Erstunterzeichnung des Abkommens 2008 haben 27 Staaten mehr als 1,3 Millionen Streubomben und mehr als 160 Millionen Stück Submunition aus ihren Lagerbeständen vernichtet. Allerdings wurden diese Waffen in den letzten Jahren auch wieder vermehrt eingesetzt: in Libyen, Syrien, Sudan, Ukraine und Jemen – keines dieser Länder und keiner der einsetzenden Staaten hat das Verbotsabkommen unterzeichnet. Die meisten Opfer gab es in Syrien: 1.968 Menschen wurden dort zwischen 2012 und 2014 durch Streubomben schwer verletzt oder getötet.

Alle Staaten müssen dem Verbotsvertrag beitreten, das zeigen die erneuten Einsätze von Streubomben deutlich. Wir werden unser Engagement mit der internationalen Kampagne fortsetzen, bis Streubomben endgültig und weltweit geächtet und vernichtet sind.

25 November 2015
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International
© Kaufland
Öffentlichkeitsarbeit

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International

Die Supermarktkette Kaufland hat sogenannte Bienenhotels in ihr Sortiment aufgenommen. Für jedes verkaufte Bienenhotel spendet Kaufland 1 Euro an Handicap International und unterstützt dadurch Menschen mit Behinderung weltweit. 

Die hölzernen „Häuser“ erinnern  an Vogelhäuschen und werden in 650 Filialen angeboten. Diese bieten den Bienen einen perfekten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Die Bienenhotels werden in ausgewählten Behinderten-Werkstätten in Handarbeit gefertigt. Mit dem Kauf eines Bienenhäuschens wird nicht nur den wichtigen Insekten geholfen, sondern auch Menschen mit Behinderung in HI-Projekten.

HI warnt: Entminung immer schwieriger
Till Mayer/HI
Minen, Streubomben und andere Waffen

HI warnt: Entminung immer schwieriger

München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute
© Lenna Bahule
Nothilfe

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute

Der Wirbelsturm Idai hat verheerende Schäden in Mosambik angerichtet. Die Situation ist weiterhin kritisch. Die Komponistin, Sängerin und Tänzerin Lenna Bahule aus Maputo/Mosambik gibt gemeinsam mit Musikern aus München ein Benefizkonzert - ganz im Sinne des UBUNTO (Ich bin, weil wir sind). Das Konzert findet am Samstag, dem 30. März um 19:00 Uhr im Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule statt.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber