Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Weltklimakonferenz: Die Folgen des Klimawandels

Nothilfe Vorsorge und Gesundheit
Philippinen

Vom 6. Bis 17. November 2017 findet in Bonn die 23. Weltklimakonferenz statt, an der zahlreiche Staaten und Organisationen teilnehmen. Dort werden sie erneut die Ursachen und Folgen des Klimawandels diskutieren und versuchen, gemeinsame Lösungen zu finden. Auch Handicap International stärkt in vielen Projekten die Betroffenen, um sie besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.

Überschwemmte Reisplantage auf den Philippinen nach einem Monsun

Die Reisfelder sind durch einen Monsun überflutet und die Ernte ist gefährdet. | © Elise Cartuyvels / Handicap International

Der Klimawandel zählt bekanntermaßen zu den Ursachen von Naturkatastrophen wie etwa Wirbelstürmen und Tsunamis. Durch den Anstieg der Meerestemperatur kommt es vermehrt zu Tropenstürmen, die zugleich immer unberechenbarer werden.

Die globale Erwärmung trifft besonders Bauern und Menschen, die nur wenige Nahrungsmittel zur Verfügung haben: Trockene Böden, unregelmäßige Regenzeiten und extreme Wetterbedingungen führen zu ausbleibenden Ernten und somit zu vermehrtem Hunger in der Bevölkerung – insbesondere in Entwicklungsländern.

Auswirkungen auf den Philippinen

In Ländern wie den Philippinen ereignen sich regelmäßig Naturkatastrophen, die ganze Landstriche verwüsten und zigtausende (bis hin zu Millionen) Menschen betreffen. Erst im Oktober letzten Jahres wütete Taifun Haima auf den philippinischen Inseln. Besonders schlimm traf er die Provinz Cagayen im Norden der Philippinen. Der Taifun führte zu starken Regenfällen, Erdrutschen und umstürzenden Bäumen. Er beschädigte viele Häuser und zerstörte elektrische Leitungen und Anlagen.

Handicap International war 2016 sofort zur Stelle, als Haima auf den Inselstaat traf. Auch 2013 hatten wir nach dem schweren Taifun Haiyan im November einen groß angelegten Nothilfeeinsatz gestartet und können nun immer wieder auf unsere Erfahrungen und Netzwerke zurückgreifen. Vom Taifun Haiyan waren 2013 mehr als 14 Millionen Menschen betroffen. 6.000 Menschen verloren durch ihn ihr Leben.

Zerstörte Häuser nach Taifun Haima im Oktober 2016

Unser Einsatz: Katastrophenvorsorge und Schutz

HI macht sich auf den Philippinen zum Thema Klimawandel stark und will durch vorbeugende Maßnahmen die betroffene Bevölkerung schützen und sie besser auf Notlagen vorbereiten.

In unserem Projekt „iRestore“ helfen wir den Menschen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und sich besser gegen Katastrophen zu rüsten. Wir arbeiten auf Ebene der Gemeinden mit der Bevölkerung zusammen, um gemeinsam Strategien zur Katastrophenvorsorge zu entwickeln, die alle Menschen mit einbeziehen (auch besonders Schutzbedürftige wie Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, schwangere Frauen, Kinder etc.). Daran arbeiten alle relevanten Akteure mit: von Behörden und Gemeindevorständen bis hin zu Organisationen für Menschen mit Behinderung und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen.


Wir fördern zusammen mit Plan International Projekte von lokalen Organisationen oder Gruppen, die die Gefahren vor, während und nach Katastrophen minimieren:

  • Zunächst unterstützen wir die Bevölkerung dabei, sich allgemein besser an die veränderten Umstände anzupassen. Wir fördern verschiedene berufliche Aktivitäten, die einen festen Lebensunterhalt sichern können und wetterunabhängiger sind. So sinkt das Armutsrisiko und die Menschen laufen nicht Gefahr, im Falle einer Naturkatastrophe alles zu verlieren.
     
  • Die Vorbereitung auf Notfälle spielt eine wichtige Rolle. Deshalb erarbeiten wir beispielsweise Frühwarnsysteme, die Gefahren vorhersagen. Während einer Katastrophe können auch gut ausgearbeitete Notfall- und Evakuierungspläne viele Menschenleben retten. Dabei achten wir auch darauf, dass eine medizinische Notversorgung eingerichtet wird, die für alle erreichbar und zugänglich ist, besonders für schutzbedürftige Menschen.
     
  • Auch für die Zeit nach Katastrophen fördern wir Projekte, die zu einem nachhaltigen Wiederaufbau beitragen. Zum Beispiel helfen wir beim Bau von wirbelsturmresistenten Häusern und unterstützen die betroffenen Menschen finanziell und technisch. Wir helfen, dass sie unabhängig werden und eine selbstbestimmte Perspektive finden.
     
  • In allen Projekten legen wir Wert auf die Erhaltung von bestehenden Ökosystemen und natürlichen Ressourcen.

 

Einer unserer Partner der philippinischen Regierung, der Nationalrat für Behinderung (National Council for Disability Affairs), wird bei der bei 23. Klimakonferenz in Bonn sprechen. 

3 November 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

UN-Sicherheitsrat erkennt die Rechte von Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten an
© Martin Crep/HI
Inklusion Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung

UN-Sicherheitsrat erkennt die Rechte von Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten an

Zum ersten Mal überhaupt hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution über Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten verabschiedet. Dies ist ein bedeutender Fortschritt für Menschen mit Behinderung, die in Krisensituationen besonders gefährdet sind und bei der humanitären Hilfe oft übersehen werden.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ