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Philippinen

Die Philippinen gehören zu den am stärksten von Naturkatastrophen bedrohten Regionen der Welt. Vor allem von schweren Taifunen wird die Region immer wieder heimgesucht. Wir helfen auch heute noch den Opfern der Katastrophe und unterstützen besonders schutzbedürftige Menschen dabei, sich auf die Risiken vorzubereiten und im Falle einer Katastrophe Notfallversorgung zu leisten. Im November 2013 führte HI eine Notfallinitiative durch, um den Opfern des Taifuns Haiyan zu helfen, der mehr als 8.000 Menschen tötete. Seit Januar 2017 ist die Initiative Teil eines regionalen Programms, das von HI geleitet wird und zu dem auch Indonesien und Osttimor gehören.

Zerstörungen nach dem Taifun Haiyan in der Provinz Leyte

Zerstörungen nach dem Taifun Haiyan in der Provinz Leyte | © B. Blondel / HI

Laufende Aktivitäten

Seit 1985 arbeiten wir in den am stärksten von Armut betroffenen Regionen der Philippinen.

Regelmäßig treffen Zyklone, Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen das Land. Immer dann mobilisieren wir erfahrene Teams für die Nothilfe. So zum Beispiel im Jahr 2013 nach Taifun Haiyan, dem schwersten Taifun der je aufgezeichnet worden war. Unsere Teams arbeiteten nach der Katastrophe vor allem in den Provinzen Leyte und Capiz. Wir koordinierten eine Logistik-Plattform, die alle humanitären Akteur/-innen im Einsatz dabei unterstützte, dass ihre Hilfe die entlegensten Gebiete mit Sicherheit erreicht. Außerdem verteilten unsere Teams 1.390 Zelte an Familien, deren Häuser zerstört wurden und halfen beim Wiederaufbau von 900 Haushalten. Wir arbeiteten auch beim Aufbau von 50 “Child Friendly Spaces” mit: Diese Zentren fördern die Inklusion und bieten Lernmöglichkeiten für Kinder mit Behinderung. Heute helfen unsere Teams immer noch 700 besonders schutzbedürftigen Familien, die vom Taifun betroffen waren. (1)  Sie bekommen finanzielle und technische Unterstützung. Außerdem entwickeln wir ein Frühwarnsystem, mit dem sich die Gemeinden früher auf Naturkatastrophen vorbereiten können und auch die besonders schutzbedürftigen Menschen besser berücksichtigen können.

Um dem Risiko einer Behinderung vorzubeugen, betreibt HI in der Davao-Region auch ein Programm zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. HI unterstützt das Personal im Gesundheitssystem von Davao, indem Fachkräfte ausgebildet werden und Diabetiker über bestehende Behandlungsmöglichkeiten aufklärt werden.

Schliesslich leistet HI dem Philippinischen Roten Kreuz technische Hilfe, um Menschen mit Behinderungen in seine Aktivitäten in den Provinzen Cebu und Leyte miteinzubeziehen.

(1) bis 2015

Neues aus den Projekten

Weltklimakonferenz: Die Folgen des Klimawandels
© Elise Cartuyvels / Handicap International

Weltklimakonferenz: Die Folgen des Klimawandels

Vom 6. Bis 17. November 2017 findet in Bonn die 23. Weltklimakonferenz statt, an der zahlreiche Staaten und Organisationen teilnehmen. Dort werden sie erneut die Ursachen und Folgen des Klimawandels diskutieren und versuchen, gemeinsame Lösungen zu finden. Auch Handicap International stärkt in vielen Projekten die Betroffenen, um sie besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.

Massenvertreibung nach Verschärfung des Konflikts auf den Philippinen
Handicap International

Massenvertreibung nach Verschärfung des Konflikts auf den Philippinen

Handicap International (HI) sorgt sich zunehmend um das Wohlergehen Zehntausender vertriebener Menschen im Süden der Philippinen. Seit dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts am 23. Mai 2017 in Marawi auf der Insel Mindanao waren mindestens 360.000 Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Viele von ihnen leben nun in erbärmlichen Verhältnissen.

Taifun Haima auf den Philippinen: Wir ermitteln die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung
© B. Blondel / Handicap International

Taifun Haima auf den Philippinen: Wir ermitteln die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung

Taifun Haima verwüstete am Mittwoch, den 19. Oktober, weite Landstriche im Norden des Landes Haima war der stärkste Sturm seit 3 Jahren auf den Philippinen und mehr als 90.000 Menschen mussten evakuiert werden. Unsere Teams sind in den betroffenen Zonen unterwegs, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu bewerten.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes auf den Philippinen

Das Land ist sehr stark von Naturkatastrophen betroffen. 

Die in Südostasien gelegene philippinische Halbinsel ist eine der am meisten von Naturkatastrophen heimgesuchten Regionen weltweit. Erdbeben und Vulkanausbrüche verursachen weitreichende Schäden. Taifune und ihre Folgeerscheinungen – Erdrutsche, Überflutungen und schwere Überschwemmungen – haben verheerende Auswirkungen.Taifun Haiyan verwüstete das Land im November 2013 - 8.000 Menschen kamen ums Leben, vier Millionen Menschen wurden obdachlos. 15 Millionen Menschen waren insgesamt von dem Unglück betroffen. In den zwei Jahrzehnten zuvor hatten Naturkatastrophen bereits mehr als 31.000 Menschen getötet und 98 Millionen Menschen auf den Philippinen in Mitleidenschaft gezogen. Wie in vielen Entwicklungsländern stellen Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine ernsthafte Bedrohung dar und sind ein Hauptgrund für Behinderung.

Auf den Philippinen ist Armut nicht nur auf ländliche Regionen beschränkt. Die ärmsten Regionen sind die Visayas und Mindanao, aber auch im Süden von Luzon herrscht große Armut.

Die Philippinen haben die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert. 1992 wurde ein umfassendes Gesetz zum Schutz von Menschen mit Behinderung verabschiedet. Es stärkt ihr Recht am Leben innerhalb der Gemeinschaft teilzuhaben und gleichberechtigt Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt, Bildungs-, Gesundheits-, und Sozialdienstleistungen sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekommen.

Weltweites Engagement: