Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Zyklon Enawo fegt über Madagaskar: über 400.000 sind betroffen

Nothilfe
Madagaskar

In der Nacht vom 7. auf den 8. März fegte der Zyklon Enawo über Madagaskar hinweg. Die Behörden berichten von zahllosen Schäden, die der Wirbelsturm verursacht hat - nicht zuletzt durch die Überflutungen nach dem Sturm. Viele haben ihr Zuhause verloren. 400.000 Menschen sind direkt von Folgen des Zyklons betroffen. Die Teams von Handicap International haben damit begonnen, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln.

Foto des Zyklons Haruna aus dem Jahr 2013

Foto des Zyklons Haruna aus dem Jahr 2013 | © Handicap International

Die größten Schäden scheint Enawo im Nordosten angerichtet zu haben - dort, wo der Zyklon auch zuerst auf Land traf. Allein in der Region Analanjirofo im Nordosten des Landes haben 10.000 Menschen ihr Zuhause verloren. 52.000 Menschen sind direkt von Folgen des Zyklons betroffen. In der Stadt Antalaha wurden fast 80 % aller Behausungen zerstört und nahezu 100 % der Ernte. 400.000 Menschen sind betroffen. 78 Menschen wurden getötet, 250 verletzt. 18 werden noch vermisst.
© Care International
Es ist nach wie vor schwierig, an Informationen zu gelangen. Die Stromnetze sind unterbrochen und der Zugang zu den betroffenen Gegenden im Norden schwierig.
Die Teams von Handicap International sind in der Nothilfe nach Naturkatastrophen geschult: Aktuell werten sie den Bedarf in den betroffenen Gegenden aus, die nach dem Zyklon bereits wieder zugänglich sind - aktuell vor allem in der Hauptstadt Antananarivo. 
Xavier Duvauchelle, zuständig für Ost- und Südafrika erläutert:
"Wir haben Notfallvorräte, die bereit zur Auslieferung sind. Wir werden Kochsets, Planen, Gehstützen und Rollstühle verteilen, um die Menschen dabei zu unterstützen, mit der Situation fertig zu werden, die alles verloren haben."
Jetzt, nach dem Zyklon, gibt es immer noch starke Regenfälle in Madagaskar. In der Hauptstadt Antananarivo stehen große Bereiche unter Wasser. Es steht zu befürchten, dass diese Katastrophe die schwächsten Stadtbezirke erneut in die Knie zwingt - erst 2015 waren tausende Menschen von starken Überschwemmungen betroffen.

Unsere Kollegin Narindra Ramanana hat Enawo gefilmt, als er am 8. März durch Sambava auf Madagaskar fegte:

 

 

 

Handicap International in Madagaskar

Handicap International ist seit 1986 in Madagaskar tätig. Mit einem starken Team, das etwa 100 Angestellte zählt, kämpft Handicap International gegen Krankheiten, die zu Behinderungen führen, wie etwa die lymphatische Filariose. Weiterhin setzen wir uns in Gefängnissen dafür ein, die Lebensbedingungen der Insassen zu verbessern. Zudem führen wir ein Programm für die Mutter-Kind-Gesundheit durch, um die Sterblichkeit bei Müttern und Neugeborenen zu verringern. Indem wir lokale Organisationen von Menschen mit Behinderung stärken, setzen wir uns ebenfalls für die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein. Außerdem fördern wir den Zugang zu Schule und Bildung für Kinder, die aus dem Schulsystem ausgeschlossen werden.

8 März 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

UN-Sicherheitsrat erkennt die Rechte von Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten an
© Martin Crep/HI
Inklusion Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung

UN-Sicherheitsrat erkennt die Rechte von Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten an

Zum ersten Mal überhaupt hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution über Menschen mit Behinderung in bewaffneten Konflikten verabschiedet. Dies ist ein bedeutender Fortschritt für Menschen mit Behinderung, die in Krisensituationen besonders gefährdet sind und bei der humanitären Hilfe oft übersehen werden.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ