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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Rehabilitation

Wir helfen Menschen zurück in die Selbstständigkeit. Die Überlebenden von Konflikten oder von Naturkatastrophen haben oft starke Verletzungen oder Behinderungen. Wir sorgen dafür, dass sie die Unterstützung bekommen, die sie benötigen – sei es in Form von Prothesen, Orthesen oder Rehabilitation.

Die kleine Kanhara trainiert an einem Barren, an dem freischwingende Balken, auf denen sie laufen muss, befestigt sind.

Die kleine Kanhara aus Kambodscha trainiert an einem Barren, an dem freischwingende Laufbalken befestigt sind. | © Lucas Veuve / Handicap International

Die physische und funktionelle Rehabilitation ist ein wichtiger Teil zur Wiedererlangung der Selbständigkeit von Menschen, die von einer vorübergehenden oder dauerhaften Schädigung oder Fähigkeitsstörung ihres Bewegungsapparats betroffen sind. Mit den Hilfsmaßnahmen – die für Not- und Entwicklungssituationen gleichermaßen wichtig sind -  versuchen wir, den Verlust der Funktionalität von Gliedmaßen zu verhindern, zu verlangsamen oder zu kompensieren. Dabei folgen wir keiner bloßen Schablone. Unsere Expertinnen und Experten gehen immer auf den Einzelfall ein und wählen so die jeweils optimale Behandlung aus.   

Prothesen: für ein aufrechtes Leben

Unsere  Fachkräfte in der Orthopädietechnik richten sich bei der Herstellung von Prothesen, Orthesen und anderen Gehhilfen immer nach den vor Ort verfügbaren Materialien, Kompetenzen und Infrastrukturen. Die Technologie wird dem Umfeld angepasst. Dank der angepassten Hilfsmittel können die Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung die maximale Autonomie gewinnen. Die Arbeit ist allerdings nicht mit dem einmaligen Anpassen der Hilfsmittel erledigt. Kinder wachsen, sie benötigen regelmäßig eine neue Prothese. Und auch Erwachsene brauchen häufig neue Hilfsmittel, da sich die alten abnutzen oder sich die persönliche Situation der Menschen verändert. Handicap International arbeitet deshalb mit den lokalen Gesundheitseinrichtungen zusammen, um anerkannte Ausbildungsgänge für Orthopädietechnik zu schaffen oder weiterzuentwickeln und unterstützt die Gründung von Prothesen- und Reha-Zentren.

Rehabilitation: für mehr Selbständigkeit

Gehen, sprechen, den Arm bewegen... Für die meisten Menschen sind das Selbstverständlichkeiten. Doch nach einer schweren Verletzung, mit einer Behinderung und orthopädischen Hilfsmitteln müssen viele Gesten des täglichen Lebens ganz neu erlernt werden. Fachkräfte unterschiedlichster Bereiche, darunter Physiotherapie, Ergotherapie und Orthopädietechnik, spielen auf diesem langen Weg eine wichtige Rolle. Paradoxerweise fehlen diese Expertinnen und Experten genau in den Ländern, in denen sie so dringend gebraucht würden. Handicap International fördert deshalb die professionelle Berufsausbildung in diesen Fachbereichen. Gleichzeitig beziehen wir das Umfeld der Betroffenen mit ein. Die Familien und Gemeinden sind oft der Schlüssel zu einer gelungen Rehabilitation und Inklusion.

Über 15% der Weltbevölkerung, d.h. eine Milliarde Menschen, leben mit einer Behinderung
Weltbericht Behinderung, WHO und Weltbank, 2011.

In Afrika kommt auf durchschnittlich 2 Millionen Menschen eine Produktionsstätte für orthopädische Hilfsmittel
Weltgesundheitsbericht, WHO, 2003

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Psychosoziale Unterstützung in Somalia
© C. Smets-Luna / HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie

Psychosoziale Unterstützung in Somalia

Trotz der Verbesserung der allgemeinen humanitären Lage leiden die Menschen in Somalia noch immer unter Gewalt, politischer Instabilität und einer hohen Sterblichkeitsrate. Durch die ständige Unsicherheit werden psychotische Symptome oft verursacht oder noch verstärkt. Menschen mit psychischen Störungen werden in der somalischen Gemeinschaft jedoch meist marginalisiert und Einrichtungen für psychische Gesundheit sind nur eingeschränkt verfügbar. Die psychische Gesundheit ist derzeit eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme, das es zu lösen gilt.

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ