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Rehabilitation

Wir helfen Menschen zurück in die Selbstständigkeit. Die Überlebenden von Konflikten oder von Naturkatastrophen haben oft starke Verletzungen oder Behinderungen. Wir sorgen dafür, dass sie die Unterstützung bekommen, die sie benötigen – sei es in Form von Prothesen, Orthesen oder Rehabilitation.

Die kleine Kanhara trainiert an einem Barren, an dem freischwingende Balken, auf denen sie laufen muss, befestigt sind.

Die kleine Kanhara aus Kambodscha trainiert an einem Barren, an dem freischwingende Laufbalken befestigt sind. | © Lucas Veuve / Handicap International

Die physische und funktionelle Rehabilitation ist ein wichtiger Teil zur Wiedererlangung der Selbständigkeit von Menschen, die von einer vorübergehenden oder dauerhaften Schädigung oder Fähigkeitsstörung ihres Bewegungsapparats betroffen sind. Mit den Hilfsmaßnahmen – die für Not- und Entwicklungssituationen gleichermaßen wichtig sind -  versuchen wir, den Verlust der Funktionalität von Gliedmaßen zu verhindern, zu verlangsamen oder zu kompensieren. Dabei folgen wir keiner bloßen Schablone. Unsere Expertinnen und Experten gehen immer auf den Einzelfall ein und wählen so die jeweils optimale Behandlung aus.   

Prothesen: für ein aufrechtes Leben

Unsere  Fachkräfte in der Orthopädietechnik richten sich bei der Herstellung von Prothesen, Orthesen und anderen Gehhilfen immer nach den vor Ort verfügbaren Materialien, Kompetenzen und Infrastrukturen. Die Technologie wird dem Umfeld angepasst. Dank der angepassten Hilfsmittel können die Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung die maximale Autonomie gewinnen. Die Arbeit ist allerdings nicht mit dem einmaligen Anpassen der Hilfsmittel erledigt. Kinder wachsen, sie benötigen regelmäßig eine neue Prothese. Und auch Erwachsene brauchen häufig neue Hilfsmittel, da sich die alten abnutzen oder sich die persönliche Situation der Menschen verändert. Handicap International arbeitet deshalb mit den lokalen Gesundheitseinrichtungen zusammen, um anerkannte Ausbildungsgänge für Orthopädietechnik zu schaffen oder weiterzuentwickeln und unterstützt die Gründung von Prothesen- und Reha-Zentren.

Rehabilitation: für mehr Selbständigkeit

Gehen, sprechen, den Arm bewegen... Für die meisten Menschen sind das Selbstverständlichkeiten. Doch nach einer schweren Verletzung, mit einer Behinderung und orthopädischen Hilfsmitteln müssen viele Gesten des täglichen Lebens ganz neu erlernt werden. Fachkräfte unterschiedlichster Bereiche, darunter Physiotherapie, Ergotherapie und Orthopädietechnik, spielen auf diesem langen Weg eine wichtige Rolle. Paradoxerweise fehlen diese Expertinnen und Experten genau in den Ländern, in denen sie so dringend gebraucht würden. Handicap International fördert deshalb die professionelle Berufsausbildung in diesen Fachbereichen. Gleichzeitig beziehen wir das Umfeld der Betroffenen mit ein. Die Familien und Gemeinden sind oft der Schlüssel zu einer gelungen Rehabilitation und Inklusion.

Über 15% der Weltbevölkerung, d.h. eine Milliarde Menschen, leben mit einer Behinderung
Weltbericht Behinderung, WHO und Weltbank, 2011.

In Afrika kommt auf durchschnittlich 2 Millionen Menschen eine Produktionsstätte für orthopädische Hilfsmittel
Weltgesundheitsbericht, WHO, 2003

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Tsunami in Indonesien: Viele Opfer weiter unerreichbar
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Die Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunamis, die Indonesien getroffen haben, sind weiterhin spürbar. Das Phänomen der Bodenverflüssigung hat ganze Dörfer erfasst. Allein dadurch wurden mehr als 10.000 Menschen verletzt; 800 werden noch vermisst. Fast 2.000 Menschen haben ihr Leben verloren.

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Das Leben danach - Traumabewältigung im Südsudan
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Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Das Leben danach - Traumabewältigung im Südsudan

Till Mayer arbeitet als Journalist und Fotograf eng mit Hilfsorganisationen zusammen. Oft stehen dabei Menschen mit Behinderung im Fokus. Im Frühjahr 2018 besuchte der Fotojournalist den Südsudan auf Einladung von Handicap International. Hier lesen Sie Auszüge aus den Geschichten, die er dort sammelte. Für seine Reportagen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet (www.tillmayer.de). Der gesamte Artikel erschien in der Main Post, am 3. September 2018.