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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

35 Jahre Handicap International

Vor 35 Jahren hat HI mit der Unterstützung für kambodschanische Flüchtlinge angefangen, die Welt ein bisschen zu verändern. Seitdem kümmert sich Handicap International um die Schutzbedürftigsten – durch Menschlichkeit, Inklusion und Solidarität.

Jean Baptiste Richardier mit einem Geflüchteten, der eine Prothese erhält

Archivbild aus einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Kambodscha und Thailand

1982: Kambodscha

Handicap International wurde ursprünglich gegründet, um an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha Hunderten von Menschen humanitäre Hilfe zu leisten.

1984: Angola

Eröffnung des ersten Prothese- und Rehabilitationszentrum in Angola – das erste Projekt im afrikanischen Raum.

 

 

1986: Mosambik

Start eines Projekts während des Bürgerkrieges in Mosambik, um Menschen mit Behinderung in der Provinz Inhambane zu unterstützen.

1990: Rumänien

Unterstützung eines Waisenhauses nach dem Zusammenbruch des Ceausescu-Regimes in Rumänien  – das erste Projekt im Bereich der psychischen Gesundheit.

1992: Minen

Handicap International startet mit fünf weiteren NROs eine Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL).

 

1993: Balkanhalbinsel

Balkankrieg – Handicap International ist eine der wenigen NROs, die sich für Menschen während des Konflikts einsetzen.

1994: Ruanda

Unterstützung der Überlebenden des Völkermordes und von ihren Familien getrennter Kinder in Ruanda

        Handicap International erhält den Crystal Preis für wirtschaftliche Transparenz.

1996: Sierra Leone; Nansen-Flüchtlingspreis

Unterstützung der Opfer des Bürgerkrieges in Sierra Leone

Handicap International erhält für die Zusammenarbeit mit Geflüchteten von der UNO Flüchtlingshilfe (UNHCR) den Nansen-Preis.

1997: Ottawa-Vertrag, Friedensnobelpreis & Broken Chair

Abkommen zum Verbot von Landminen, für den Handicap International gemeinsam mit weiteren Migliedern der internationalen Kampagne, den Friedensnobelpreis erhält.

Handicap International errichtet den Broken Chair auf dem Place des Nations in Genf, um weitere Staaten aufzufordern, den Ottawa-Vertrag zum Verbot von Landminen zu unterzeichnen.

 

1999: Senegal / Kosovo

Aufklärung über das Risiko von Minen in Casamanca

Minenräumung im Kosovo. Dort agiert Handicap International als Koordinator für Behinderung und physische Rehabilitation.

2001: Indien

Notfalleinsatz zur Unterstützung der Opfer des Erdbebens in Gujarat

 

2004: Südostasien

Handicap International engagiert sich seit dem Tsunami am 26. Dezember 2004 weiterhin in Südostasien.

2006: Vereinte Nationen

Die Vereinten Nationen beschließen eine Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung, zu der HI maßgeblich beigetragen hat.

2008: Oslo-Vertrag / Streubomben

Handicap International trägt zur Unterzeichnung der Oslo-Konvention für ein Verbot von Streubomben bei. Seit 2003 setzt sich HI als Teil eines Bündnisses dafür ein.

2010: Haiti / Pakistan

Notfalleinsatz in Haiti nach dem Erdbeben am 12. Januar  und dann nach den Überschwemmungen im August in Pakistan.

2011: Libyen / Elfenbeinküste / Conrad-N.-Hilton-Preis

Notfalleinsatz in Libyen und an der Elfenbeinküste aufgrund von Konflikten

Conrad-N.-Hilton-Preis wird an HI vergeben.

 

2012: Syrien-Krise

Notfalleinsatz in der Syrien-Krise

2013: Philippinen

Notfalleinsatz nach demTaifun Haiyan

2014: Mosambik

Mosambik wird als minenfrei erklärt: Seit Beginn der Minenräumung in 1998 hat Handicap International maßgeblich zur Entminung beigetragen.

2015: Nepal

Notfalleinsatz beim Erdbeben in Nepal

2016: Inklusion / Notfall / Haiti

Beim Humanitären Weltgipfel in Istanbul wird von Handicap International sowie weiteren NROs die Charta zur Inklusion in der humanitären Hilfe verabschiedet.

Notfalleinsatz nach Hurrikan Matthew in Haiti

2017: Schutz der Zivilbevölkerung / Bombardierungen

Kampagnenstart gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung in bewohnten Gebieten

 

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Psychosoziale Unterstützung in Somalia
© C. Smets-Luna / HI
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Psychosoziale Unterstützung in Somalia

Trotz der Verbesserung der allgemeinen humanitären Lage leiden die Menschen in Somalia noch immer unter Gewalt, politischer Instabilität und einer hohen Sterblichkeitsrate. Durch die ständige Unsicherheit werden psychotische Symptome oft verursacht oder noch verstärkt. Menschen mit psychischen Störungen werden in der somalischen Gemeinschaft jedoch meist marginalisiert und Einrichtungen für psychische Gesundheit sind nur eingeschränkt verfügbar. Die psychische Gesundheit ist derzeit eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme, das es zu lösen gilt.

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus
© Nicolas Axelrod/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus

München, 28. August 2019. Der am 29. August veröffentlichte Streubomben Monitor 2019 zeigt, dass es weiterhin weltweit Opfer durch Streubomben gibt. In Syrien wurden erneut Angriffe mit diesen menschenverachtenden Waffen verzeichnet. In insgesamt acht Ländern und einem Gebiet wurden Menschen durch explosive Reste getötet oder verletzt. 99 Prozent der Opfer stammten aus der Zivilbevölkerung. Vom 2. bis 4. September fand in Genf die Konferenz der Mitgliedsstaaten des Oslo-Vertrags statt. Dieser Vertrag verbietet den Mitgliedsstaaten den Einsatz, die Herstellung, die Lagerung und Weitergabe von Streumunition. Gemeinsam mit der internationalen Kampagne CMC war HI in Genf dabei, um die Staaten an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Erfreulicherweise sind bereits 99 Prozent der Streubomben aus Beständen der Vertragsstaaten vernichtet und auch die Räumung betroffener Gebiete macht Fortschritte - selbst wenn erste Verlängerungsanträge gestellt werden mussten. Die Räumung ist lebensnotwendig, da Streubomben durch ihre vielen Blindgänger eine tödliche und langfristige Bedrohung für die lokale Bevölkerung darstellen.  

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© Abir Abdullah/HI
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Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ