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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Algerien

In Algerien fungiert HI als Vermittler und Bindeglied zwischen den staatlichen Behörden und den lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter auch Vereine von Menschen mit Behinderung. Wir unterstützen den Kapazitätsaufbau und die Interessenvertretung der Zivilgesellschaft und fördern neue Themen wie inklusive Bildung, soziale Eingliederung und inklusive lokale Entwicklung.

Wheelchair basketball, HI Algeria

HI Algérie, handibasket | © A. Vincens de Tapol / Handicap International

Laufende Aktivitäten

In Algerien setzt HI sich dafür ein, dass Kinder mit Behinderung besser in spezialisierte Einrichtungen und in das herkömmliche Schulsystem integriert werden.

Seit 2015 werden die Eltern der Schulkinder, die Medien sowie die Akteur/-innen des Bildungswesens für das universelle Recht auf Bildung sensibilisiert (alle Kinder haben das Recht in die Schule gehen zu können). Pädagogische Fachkräfte werden in inklusiven pädagogischen Techniken unterrichtet (Methoden, die es Kindern mit Behinderung ermöglichen, dem Unterricht zu folgen).

Schließlich unterstützen wir noch Organisationen von Menschen mit Behinderung, damit sie sich mit demselben Recht wie alle anderen zivilgesellschaftlichen Verbände bei den Behörden und öffentlichen Stellen Gehör verschaffen können. Außerdem engagieren wir uns in den Flüchtlingslagern Südalgeriens auch für die saharanische Bevölkerung. Wir bieten Zugang zu Rehabilitationsdiensten für Kinder und Erwachsene mit Behinderung. Des Weiteren sorgen wir dafür, dass Kinder mit Behinderung in den Camps die Möglichkeit bekommen, in die Schule zu gehen.

2018 hat HI zwei Projekte gestartet, die das Leben in ländlichen Regionen verbessern sollen. Dazu gehört die Ausbildung und Beratung besonders schutzbdürfiger Kleinbauern und Handwerker, um ihnen bei der beruflichen Inklusion zu helfen und die Produktivität ihrer Betriebe zu verbessern. 

Neues aus den Projekten

Zinedine Zidane besucht Projekte von Handicap International
© Handicap International
Öffentlichkeitsarbeit

Zinedine Zidane besucht Projekte von Handicap International

Im Dezember 2006 besuchte der französische Fußballstar Zinedine Zidane drei Projekte von Handicap International in einer Region Algeriens, die durch das Erdbeben im Mai 2003 stark zerstört worden war und in der es 2.300 Tote und Tausende von Verletzen gegeben hatte. Diese Projekte werden von der Fondation de France durch den Erlös eines Benefizfußballspiel finanziert, das nach dem Erdbeben zwischen dem französischen Weltmeisterteam und der Weltauswahl ausgetragen wurde.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Algerien

Die Wahrnehmung und die Situation von Menschen mit Behinderung in Algerien verbessern sich langsam, aber ihre Inklusion in die Gesellschaft lässt weiterhin zu Wünschen übrig.

Die Rechtsvorschriften zum Schutz von Menschen mit Behinderung sind relativ weit fortgeschritten und das Land hat die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 ratifiziert. Die vollständige Umsetzung ist jedoch noch nicht erreicht.

Die algerische Zivilgesellschaft ist sich dieser Veränderungen und der gebotenen Möglichkeiten bewusst und organisiert sich allmählich. Behindertenorganisationen haben allmählich gelernt, sich zu strukturieren, Mittel für ihre Projekte zu finden und sich für den Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Dafür benötigen sie jedoch zusätzliche technische und organisatorische Unterstützung.

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ