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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Algerien

Handicap International setzt sich dafür ein, dass die schutzbedürftigsten Menschen, darunter Kinder und Erwachsene mit Behinderung, adäquat versorgt werden und an der algerischen Gesellschaft teilhaben. Zentral ist hierfür die Anerkennung und Durchsetzung ihrer Rechte und Bedürfnisse.

Wheelchair basketball, HI Algeria

© A. Vincens de Tapol / Handicap International

Laufende Aktivitäten

In Algerien setzen wir uns dafür ein, dass Kinder mit Behinderung besser in spezialisierte Einrichtungen und in das herkömmliche Schulsystem integriert werden. Zu diesem Zweck führen wir Pilotprojekte in Sétif und Tizi Ouzou durch. Die Eltern der Schulkinder, die Medien sowie die Akteurinnen und Akteure des Bildungswesens werden für das universelle Recht auf Bildung sensibilisiert (alle Kinder haben das Recht auf Schulbesuch), und die pädagogischen Fachkräfte werden in inklusiven pädagogischen Techniken unterwiesen (Methoden, die es Kindern mit Behinderung ermöglichen, dem Unterricht zu folgen).

Schließlich unterstützen wir noch Organisationen von Menschen mit Behinderung, damit sie sich mit demselben Recht wie alle anderen zivilgesellschaftlichen Verbände bei den Behörden und öffentlichen Stellen Gehör verschaffen können. Im Osten der Hochlandregion der Schotts (die Provinzen Batna, Constantine, Mila, Oum El Bouaghi und Setif) setzen wir uns dafür ein, dass die Rechte der Kinder mit Behinderung respektiert werden und arbeiten dafür mit speziellen lokalen Einrichtungen und den Behörden zusammen.

Außerdem engagieren wir uns in den Flüchtlingslagern Südalgeriens auch für die saharanische Bevölkerung. Wir bieten Zugang zu Rehabilitationsdiensten für Kinder und Erwachsene mit Behinderung. Des Weiteren sorgen wir dafür, dass Kinder mit Behinderung der Camps die Möglichkeit bekommen in die Schule zu gehen.

Neues aus den Projekten

Zinedine Zidane besucht Projekte von Handicap International
© Handicap International
Öffentlichkeitsarbeit

Zinedine Zidane besucht Projekte von Handicap International

Im Dezember 2006 besuchte der französische Fußballstar Zinedine Zidane drei Projekte von Handicap International in einer Region Algeriens, die durch das Erdbeben im Mai 2003 stark zerstört worden war und in der es 2.300 Tote und Tausende von Verletzen gegeben hatte. Diese Projekte werden von der Fondation de France durch den Erlös eines Benefizfußballspiel finanziert, das nach dem Erdbeben zwischen dem französischen Weltmeisterteam und der Weltauswahl ausgetragen wurde.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Algerien

Die Wahrnehmung und die Situation von Menschen mit Behinderung in Algerien verbessern sich langsam, aber ihre Inklusion in die Gesellschaft lässt weiterhin zu wünschen übrig.

Seit seiner Unabhängigkeit setzt der algerische Staat auf eine starke Sozialpolitik und achtet unter anderem auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung sowie auf die Schutzbedürftigsten unter ihnen. Der algerische Staat hat auch am 19. Dezember 1992 das Übereinkommen über die Rechte des Kindes sowie im Mai 2009 das internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung unterzeichnet. Zwar ändert sich die Wahrnehmung von Behinderung, doch die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Zivilgesellschaft sowie die Anwendung der sie betreffenden Gesetze ist noch immer unzureichend.

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Weltweites Engagement: