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Bolivien und Andenländer

HI sieht es als seine Aufgabe, die Integration von Menschen mit Behinderung in die bolivianische Gesellschaft zu forcieren, ihnen den Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen zu erleichtern und sicherzustellen, dass die am stärksten gefährdeten Menschen auf das Risiko von Naturkatastrophen vorbereitet sind. 

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung in Boliviien, Musik und Tanzfestival

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung in Bolivien, Musik und Tanzfestival | © Jules Tusseau / HI

Laufende Aktivitäten

Derzeit betrifft das Andenprogramm hauptsächlich Bolivien (60% unserer Aktivitäten) und Peru (40% unserer Aktivitäten). HI arbeitet aber auch in Paraguay über eine italienische NGO (COOPI) an der Umsetzung eines Projekts zur Risikoreduzierung bei Naturkatastrophen.

In Bolivien ermöglicht HI Menschen mit Behinderung eine menschenwürdige Arbeit und die Inklusion in die Gesellschaft. In der Gemeinde El Alto im Westen des Landes bilden wir unter anderem Mitarbeiter/-innen im Bereich der beruflichen Inklusion aus, sowohl auf organisatorischer als auch auf technischer Ebene.

Außerdem hat HI sieben Rehabilitationszentren in den Departements Potosi und Oruro eingerichtet und hiflt bei der Ausbildung von Personal. So soll sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderung Zugang zu den von ihnen benötigten Leistungen haben. 

Bolivien ist, wie die anderen südamerikanischen Länder, besonders oft von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Vulkanausbrüchen betroffen. HI unterstützt lokale Akteure (Behörden, Zivilschutz), um gewährleisten zu können, dass sie die am stärksetn gefährdeten Personen in Erdbebenvorsorgemaßnahmen einbeziehen.

Neues aus den Projekten

Ismael, 15 Jahre: „Als ich vier war, schlief ich auf den Bahngleisen ein. Der Unfall hat mich einen Arm und ein Bein gekostet.“
© J.Tusseau / Handicap International
Rehabilitation und Orthopädie

Ismael, 15 Jahre: „Als ich vier war, schlief ich auf den Bahngleisen ein. Der Unfall hat mich einen Arm und ein Bein gekostet.“

Ismael, 15 Jahre, lebt in der bolivianischen Stadt Oruro im Westen des Landes. Bei einem Zugunfall im Alter von vier Jahren verlor Ismael sein rechtes Bein und seinen linken Arm. Dank der Unterstützung durch Handicap International und mehrerer Rehabilitationszentren erhielt er Physiotherapie und konnte lernen, wie er seine Prothese benutzt. Mehr als zehn Jahre später geht Ismael, nun ein eifriger Jugendlicher, zur Schule und liebt den Sport. Er fährt Fahrrad, spielt Fußball und würde gerne schwimmen können.

Erdbeben in Ecuador: Handicap International unterstützt die Opfer des Erdbebens
© Josep Vecino / Anadolu Agency

Erdbeben in Ecuador: Handicap International unterstützt die Opfer des Erdbebens

Mehr als 660 Menschen starben und über 750.000 Menschen sind vom Erdbeben betroffen, das Ecuador am 16. April erschütterte. Handicap International startete einen sofortigen Hilfseinsatz und unterstützt die Menschen, die von der Katastrophe getroffen wurden.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Bolivien

Bolivien ist eines der ärmsten Länder in Lateinamerika. Menschen mit Behinderung sind unzureichend in die Gesellschaft integriert. 

Im Jahr 2005 wurde Evo Morales zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt. Seitdem haben sich die bolivianische Gesellschaft und ihre Institutionen grundlegend verändert. Diese Wahl stellte auch in Bezug auf die Anerkennung und Inklusion der 36 ethnischen Gruppen und indigenen Kulturen des Landes eine entscheidende Zäsur dar. Seitdem wurden soziale und wirtschaftliche Reformen durchgeführt. Obwohl Bolivien ein Land mit starkem Wirtschaftswachstum ist, bestehen weiterhin soziale Ungleichheiten - Menschen mit Behinderung bleiben marginalisiert. 

Bolivien ist ein Land, das regelmäßig von Naturkatastrophen betroffen ist. Auch die Folgen des Klimawandels sind stark zu spüren, insbesondere in der Landwirtschaft.

Weltweites Engagement: