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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Äthiopien

In Äthiopien setzen wir uns für den Zugang besonders schutzbedürftiger Menschen zu humanitärer Hilfe ein. Durch einen einfacheren Zugang zu Hilfsleistungen, vor allem Schulbildung für Kinder mit Behinderung, soll das Ziel einer besseren Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft erreicht werden.

Tiyan, 14, lernt die Braille-Schrift

Ein blindes Mädchen lernt in der Schule Braille-Schrift | © M. Feltner / Handicap International

Laufende Aktivitäten

HI arbeitet derzeit daran, die Lebensbedingungen der besonders schutzbedürftigen Menschen in Äthiopien zu verbessern und Geflüchtete und Vertriebene aus dem Inland zu integrieren.

Zum Beispiel führt HI Sitzungen für psychosoziale Unterstützung oder Stimulationsphysiotherapie bei unterernährten Kinder durch, um ihr Wachstum zu fördern und das Risiko von Entwicklungsstörungen zu verringern. Um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken werden außerdem Projekte zur Trinkwasserversorgung gefördert.

Neues aus den Projekten

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise
© HI
Nothilfe

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise

In den Regionen Oromia und Somali im südlichen und östlichen Äthiopien ist die Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen in den letzten Monaten eskaliert. Seit langer Zeit schon kämpfen die Gruppen um den Zugang zu natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser und Weideland. Lange Dürren und Hungersnöte haben den Konflikt verschärft. Hinzu kommt eine gewaltsame Auseinandersetzung über den Grenzverlauf zwischen den beiden Regionen. Seit September 2017 sind über eine Millionen Menschen aus ihren Dörfern in hunderte Auffanglager geflohen. HI ist vor Ort aktiv, um die schutzbedürftigsten Menschen  zu schützen – allen voran Frauen und Kinder. Fabrice Vandeputte, Projektleiter von HI in Äthiopien, erklärt die Ursachen der Krise und wie HI darauf reagiert.

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
© DFC/Oellers
Nothilfe

Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung
© R.Duly / Handicap International
Nothilfe

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung

In ganz Ostafrika verlassen tausende Menschen auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Sicherheit ihrer Häuser.  Bei so vielen vertriebenen Menschen besteht die Gefahr, dass einige durch das soziale Netz rutschen und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Unsere Teams in Äthiopien, dem Südsudan und Somaliland arbeiten mit Hochdruck daran, dies nicht zuzulassen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Ethiopia

Äthiopien ist mit mehr als 100 Millionen Einwohnern auf dem zweiten Platz der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Aufgrund massiver und stetiger Flüchtlingszuströme wächst die Bevölkerungszahl noch weiter und verschlechtert die ohnehin kritische Gesundheitslage im Land zusätzlich.

Das Land nimmt regelmäßig Menschen auf, die aufgrund von Dürren, politischen Konflikten und Bürgerkriegen aus den Nachbarländern (Eritrea, Sudan, Südsudan) fliehen mussten. In den letzten Jahren und Monaten steigt die Zahl der Flüchtlinge sowohl aufgrund der Konflikte in Somalia und im Südsudan als auch aufgrund der seit 2011 immer akuteren Nahrungsmittelknappheit weiter an. Laut der Hohen Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (UNHCR) wird das Land aufgrund seiner geographischen Lage, der klimatischen Verhältnisse und der immer wiederkehrenden Konflikte in der Region weiterhin Asylsuchende aus den Nachbarländern aufnehmen müssen.

Äthiopien kann ein gewisses wirtschaftliches Wachstum verzeichnen, doch die Gesundheitsversorgung im Land ist weiterhin unzureichend und die Versorgung begrenzt – vor allem für Menschen mit Behinderung. Außerdem ist Äthiopien eines der am schwersten von der HIV/AIDS-Epidemie betroffenen Länder südlich der Sahara.

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ