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Äthiopien

In Äthiopien setzen wir uns für die Inklusion von Kindern mit Behinderung in Schulen ein und schützen besonders schutzbedürftige Kinder in ländlichen Regionen. Außerdem unterstützen wir die Dorfbevölkerung bei der Vorbereitung auf Naturkatastrophen.

Tiyan, 14, lernt die Braille-Schrift

© M. Feltner / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Wir arbeiten in 4 Regionen und 2 Gemeinden, um den Zugang zu Grundbildung für Kinder mit Behinderung zu verbessern. Wir führen verschiedene Aktivitäten,  von Aufklärungsarbeit über Behinderungen für Lehrer bis zum Ausbau von barrierefreier Infrastruktur durch, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir bewahren besonders schutzbedürftige Kinder mit und ohne Behinderung vor häuslicher Gewalt. Lehrkräfte des staatlichen Bildungssystems und Eltern-Lehrkräfte-Organisationen werden über Kinderschutz und Behinderung aufgeklärt. Kinderschutzkampagnen und Kampagnen zum Wohlbefinden der Kinder werden auch von Studierendenorganisationen und Organisationen von Menschen mit Behinderung durchgeführt.

Zudem engagieren wir uns für die Sensibilisierung der ländlichen Bevölkerung zum Schutz vor und zur Vorbereitung auf Naturkatastrophen.

Einsatzbebreiche

Neues aus den Projekten

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise
© HI
Nothilfe

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise

In den Regionen Oromia und Somali im südlichen und östlichen Äthiopien ist die Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen in den letzten Monaten eskaliert. Seit langer Zeit schon kämpfen die Gruppen um den Zugang zu natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser und Weideland. Lange Dürren und Hungersnöte haben den Konflikt verschärft. Hinzu kommt eine gewaltsame Auseinandersetzung über den Grenzverlauf zwischen den beiden Regionen. Seit September 2017 sind über eine Millionen Menschen aus ihren Dörfern in hunderte Auffanglager geflohen. HI ist vor Ort aktiv, um die schutzbedürftigsten Menschen  zu schützen – allen voran Frauen und Kinder. Fabrice Vandeputte, Projektleiter von HI in Äthiopien, erklärt die Ursachen der Krise und wie HI darauf reagiert.

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
© DFC/Oellers
Nothilfe

Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung
© R.Duly / Handicap International
Nothilfe

Hungerkrise: tausende Menschen auf der Suche nach Nahrung

In ganz Ostafrika verlassen tausende Menschen auf der Suche nach Nahrungsmitteln die Sicherheit ihrer Häuser.  Bei so vielen vertriebenen Menschen besteht die Gefahr, dass einige durch das soziale Netz rutschen und keinen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Unsere Teams in Äthiopien, dem Südsudan und Somaliland arbeiten mit Hochdruck daran, dies nicht zuzulassen.

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Hintergrund

Äthiopien ist mit mehr als 100 Millionen Einwohnern auf Platz 18 der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Aufgrund massiver und steter Flüchtlingszuströme wächst die Bevölkerungszahl noch weiter und verschlechtert die ohnehin kritische Gesundheitslage im Land zusätzlich.

Das Land nimmt regelmäßig Menschen auf, die aufgrund von Dürren, politischen Konflikten und Bürgerkriegen aus den Nachbarländern (Eritrea, Sudan, Südsudan) fliehen mussten. Äthiopien führte schon immer eine sehr offene Politik und ermöglichte humanitären Hilfsorganisationen aus aller Welt Zugang zu den Flüchtlingen und den Vertriebenen im Land. Das Land ist mit mehr als 600.000 Flüchtlingen, laut UNHCR, das Land mit der weltweit größten Flüchtlingspopulation. 

In den letzten Jahren und Monaten steigt die Zahl der Flüchtlinge sowohl aufgrund der Konflikte in Somalia und im Südsudan als auch aufgrund der seit 2011 immer akuteren Nahrungsmittelknappheit weiter an. Laut der Hohen Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (UNHCR) wird das Land aufgrund seiner geographischen Lage, der klimatischen Verhältnisse und der immer wiederkehrenden Konflikte in der Region weiterhin Asylsuchende aus den Nachbarländern aufnehmen müssen.

Äthiopien kann ein gewisses wirtschaftliches Wachstum verzeichnen, doch die Gesundheitsversorgung im Land ist weiterhin unzureichend und die Versorgung begrenzt – vor allem für Menschen mit Behinderung. Außerdem ist Äthiopien eines der am schwersten von der HIV/AIDS-Epidemie betroffenen Länder südlich der Sahara.

Weltweites Engagement: