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Äthiopien

In Äthiopien setzen wir uns für den Zugang besonders schutzbedürftiger Menschen zu humanitärer Hilfe ein. Durch einen einfacheren Zugang zu Hilfsleistungen und durch Schulbildung für Kinder mit Behinderung, soll das Ziel einer besseren Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft erreicht werden.

 

 

Tiyan, 14, lernt die Braille-Schrift

Ein blindes Mädchen lernt in der Schule Braille-Schrift | © M. Feltner / Handicap International

Laufende Aktivitäten

HI arbeitet derzeit daran, die Lebensbedingungen der besonders schutzbedürftigen Menschen in Äthiopien zu verbessern. Dazu zählen auch Flüchtlinge und Binnenvertriebene.

Zum Beispiel führt HI Sitzungen für psychosoziale Unterstützung oder Stimulationsphysiotherapie bei unterernährten Babys und Kindern in Flüchtlingslagern in der Gambella-Region durch, um ihr Wachstum zu fördern und das Risiko von Entwicklungsstörungen zu verringern. HI führt außerdem Haus-zu-Haus-Besuche durch, um Mädchen ausfindig zu machen, die nicht in der Schule sind - gefolgt von Mentoring und Familienunterstützung, um ihnen den Zugang zu einer Ausbildung zu ermöglichen.

Neues aus den Projekten

Corona: Geschlossene Läden, kein Einkommen
© HI
Inklusion Nothilfe

Corona: Geschlossene Läden, kein Einkommen

Meryam lebt in Äthiopien. Ihren Lebensunterhalt finanziert sie mit dem Verkauf von Erdnüssen. Aufgrund der Ausgangssperren kann sie derzeit aber nichts verkaufen, was für die ganze Familie schlimme Folgen hat. Gegenseitige Hilfe ist lebenswichtig, sagt Meryam, die in diesen schwierigen Zeiten von HI (Handicap International) unterstützt wird.

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise
© HI
Nothilfe

Im Osten Äthiopiens: die vergessene Krise

In den Regionen Oromia und Somali im südlichen und östlichen Äthiopien ist die Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen in den letzten Monaten eskaliert. Seit langer Zeit schon kämpfen die Gruppen um den Zugang zu natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser und Weideland. Lange Dürren und Hungersnöte haben den Konflikt verschärft. Hinzu kommt eine gewaltsame Auseinandersetzung über den Grenzverlauf zwischen den beiden Regionen. Seit September 2017 sind über eine Millionen Menschen aus ihren Dörfern in hunderte Auffanglager geflohen. HI ist vor Ort aktiv, um die schutzbedürftigsten Menschen  zu schützen – allen voran Frauen und Kinder. Fabrice Vandeputte, Projektleiter von HI in Äthiopien, erklärt die Ursachen der Krise und wie HI darauf reagiert.

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
© DFC/Oellers
Nothilfe

Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Ethiopia

Äthiopien ist mit mehr als 100 Millionen Einwohnern auf dem zweiten Platz der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Aufgrund massiver und stetiger Flüchtlingszuströme wächst die Bevölkerungszahl noch weiter und verschlechtert die ohnehin kritische Gesundheitslage im Land zusätzlich.

Das Land nimmt regelmäßig Menschen auf, die aufgrund von Dürren, politischen Konflikten und Bürgerkriegen aus den Nachbarländern (Eritrea, Somalia, Sudan, und Südsudan) fliehen mussten. Auch die zunächst durch Dürre vertriebenen Binnenflüchtlinge sind äußerst zahlreich. Diese Zahl steigt aufgrund von Konflikten in den Grenzländern und der seit 2011 in der Region akuten Nahrungsmittelknappheit weiter an. Laut der Hohen Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (UNHCR) wird das Land aufgrund seiner geographischen Lage, der klimatischen Verhältnisse und der immer wiederkehrenden Konflikte in der Region weiterhin Asylsuchende aus den Nachbarländern aufnehmen müssen.

In den letzten 15 Jahren hat Äthiopien erhebliche wirtschaftliche und soziale Veränderungen durchgemacht und eine der höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten der Welt verzeichnet - mehr als 10 Prozent in den vergangenen Jahren. Der Human Development Index (HDI) Äthiopiens und sein relatives Ranking haben sich in den letzten zehn Jahren jedoch nicht wesentlich verändert. Die Gesundheitssituation ist nach wie vor fragil und die Gesundheitsdienste sind begrenzt, insbesondere für Menschen mit Behinderung. Äthiopien bleibt auch weiterhin eines der am schwersten von der HIV/AIDS-Epidemie betroffenen Länder südlich der Sahara.


Anzahl der Mitarbeiter von Handicap International: 60
Eröffnungsdatum des Programms: 1986

Weltweites Engagement: