Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Indien

Handicap International (HI) fördert neben anderen Aktivitäten die inklusive Beschäftigung junger Menschen mit Behinderung in Zusammenarbeit mit der „Fondation Michelin“ in Indien. 

Junge mit Zerebralparese - HI Indien

Junge mit Zerebralparese - HI Indien | © D. Van Ophalvens / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) bietet der „Fondation Michelin“ in Indien technische Unterstützung, einschließlich der Entwicklung von Methoden und Werkzeugen, um den Zugang zu Beschäftigung für Menschen mit Behinderung zu verbessern. HI ermittelt, inwieweit Menschen mit Behinderung bereits bei Michelin Chennai integriert sind, z.B. in den Filialen und Abteilungen, und organisiert Schulungen, Sensibilisierungsveranstaltungen, Coachings usw. für Michelin-Mitarbeiter.

Wir arbeiten auch daran, die Zahl der Autounfälle in Chennai zu reduzieren, indem wir Strategien zur Verringerung des Unfallrisikos für Kinder und Jugendliche in der Region entwickeln. HI führt Studien zum Risikoverhalten und Umfragen zur Verkehrssicherheit in der Umgebung von Schulen durch und organisiert Aufklärungsveranstaltungen zur Verkehrssicherheit für Schüler und andere Zielgruppen.

Einsatzbereiche

Neues aus den Projekten

„Werden meine Beine wieder nachwachsen?“
Lucas Veuve/Handicap International
Inklusion Minen und andere Waffen Rehabilitation und Orthopädie

„Werden meine Beine wieder nachwachsen?“

Fayaz ist sechs Jahre alt und lebt in Kashmir, Indien. Als Dreijähriger verlor er seine beiden Beine bei einer Explosion. Handicap International passte ihm Prothesen an. Jetzt steht er wieder auf seinen eigenen Beinen und besucht regelmäßig das Reha-Zentrum. Im April 2017 nahm ein Physiotherapeut die Maße seiner stets noch wachsenden Beine, um neue Prothesen für ihn zu bauen.

Cricket für alle!
©H. Zahoor/Handicap International
Inklusion

Cricket für alle!

Die Baramulla Tigers gegen die Kupwara Tigers: Anfang Juni 2016 organisierte Handicap International am Handwara Degree College im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir das allererste Kricketspiel, an dem Spielende mit und ohne Behinderung teilnah­men. Ein großer Erfolg und eine Chance, die gesellschaftliche Inklusion junger Menschen mit Behinderung zu fördern. 

Aufklärung, Prävention und Rehabilitation: unsere Projekte für ein aufrechtes Leben
©L. Veuve/Handicap International
Rehabilitation und Orthopädie

Aufklärung, Prävention und Rehabilitation: unsere Projekte für ein aufrechtes Leben

In Jammu und Kaschmir in Nordindien sensibilisiert Handicap International die Bevölkerung für die Bedrohung durch explosive Kriegsreste, die die Böden in den Dörfern nahe der Grenze zu Pakistan verseuchen. Weiterhin bieten wir Rehabilitation für besonders schutzbedürftige Menschen an und versorgen so auch die Opfer der explosiven Kriegsreste.

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Hintergrund

Indien ist ein großes aufstrebendes Land und befindet sich in einem raschen Wachstum. Dennoch leben immer noch rund 30% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten des Landes sind enorm.

In Indien leben zwischen 55 und 90 Millionen Menschen mit Behinderung, die häufig Opfer von Gewalt und Ausgrenzung sind. Sie profitieren nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes; sie haben nur begrenzten Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung und sind Opfer von Diskriminierung. Die Zahl der Menschen mit Behinderung wird durch verschiedene Faktoren wie Unterernährung, erschreckende Lebens- und Arbeitsbedingungen, begrenzten Zugang zur Gesundheitsversorgung, mangelnde Hygiene und begrenzten Zugang zu Informationen sowie durch Konflikte in einigen Regionen noch verschärft.

Es gibt zahlreiche Formen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, die in Indien vorherrschen, insbesondere gegen Frauen, Menschen aus den niedrigsten Kasten, aus verschiedenen Kulturen und aus isolierten ländlichen Gebieten. Menschen mit Behinderung sind vielfältigen Formen der Diskriminierung ausgesetzt und sind schlecht über die verfügbaren Sozialsysteme informiert.

Zudem ist das Land in hohem Maße Naturkatastrophen wie Dürren, Zyklonen, Überschwemmungen und Erdrutschen ausgesetzt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 4
Eröffnungsdatum des Programms: 1988
 

Weltweites Engagement: