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Jemen

Wir unterstützen im Jemen besonders schutzbedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung, sowie die Betroffenen der regionalen Konflikte, die im Land seit März 2015 stattfinden. HI unterstützt NGOs bei der besseren Einbeziehung von gefährdeten Menschen und Menschen mit Behinderungen in Notfallmaßnahmen.

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Laufende Aktivitäten

Seit wir 2014 wieder im Jemen aktiv wurden, setzen wir uns dafür ein, die verheerende Auswirkungen der Krise auf das Land und die Bevölkerung zu vermindern. Verletzte und besonders schutzbedürftige Menschen haben dabei Priorität.

Wir arbeiten in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren und bieten Ausrüstung und Pflege für die Opfer der Konflikte. Außerdem bieten wir Schulungen für Physiotherapeut/-innen und andere Fachkräfte an und betreiben Aufklärungsarbeit über die Nachsorge von Kriegsverletzten. 

Allgemein unterstützen wir sämtliche humanitären Akteure vor Ort dabei, besonders Schutzbedürftige (Ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderung etc.) besser zu berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Neues aus den Projekten

Humanitäre Katastrophe im Jemen
© Camille Gillardeau / HI

Humanitäre Katastrophe im Jemen

Im Jemen ereignet sich derzeit die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Das Land befindet sich in einer Spirale der Gewalt, die 2015 mit einer Militärintervention unter der Führung Saudi-Arabiens eskalierte. In drei Jahren Krieg wurde ein Großteil der Infrastruktur und Gesundheitseinrichtungen beschädigt oder zerstört. Der massive Einsatz von Explosivwaffen fordert tagtäglich Opfer – so auch der Bombenanschlag auf einen Schulbus am 09.08.2018 mit 30 getöteten und über 40 verletzten Kindern.

Vor der internationalen Jemen-Konferenz in Paris: NROs fordern Schutz der Zivilbevölkerung
© HI

Vor der internationalen Jemen-Konferenz in Paris: NROs fordern Schutz der Zivilbevölkerung

16 humanitäre Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen fordern die französische Regierung und ihre Alliierten, darunter vor allem Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auf, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Zivilbevölkerung während der Angriffe auf die Stadt Hodeidah zu schützen.

Jemen: Hilfsorganisationen warnen vor militärischem Angriff
© Camille Gillardeau / HI

Jemen: Hilfsorganisationen warnen vor militärischem Angriff

Ein Bündnis internationaler Hilfsorganisationen warnt in einer gemeinsamen Erklärung eindringlich vor den Folgen eines möglichen Militärschlags auf die jemenitische Hafenstadt Hodeidah für die Versorgung und Sicherheit der Zivilbevölkerung. Vertrauenswürdigen Berichten zufolge könnte ein Angriff unmittelbar bevorstehen. Das legen auch die Ereignisse der letzten Wochen vor Ort nah. Unterzeichner des Aufrufes sind unter anderem CARE, Save the Children, Handicap International und Aktion gegen den Hunger.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Jemen

Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 befindet sich der Jemen in einer chronisch instabilen politischen und einer katastrophalen wirtschaftlichen Lage. Seit 2011 hat der Jemen eine neue Spirale der Gewalt erlebt. Sie endete in einem Bürgerkrieg, in dem verschiedene politische Gruppen versuchen die Macht zu erlangen. 

Diese Spirale der Gewalt erreichte ihren Höhepunkt, als der Konflikt regional wurde. Seit März 2015 interveniert eine Koalition arabischer Länder militärisch im Land. Der Konflikt brach aus und hat den Jemen mit improvisierten Sprengsätzen und Streumunition in die Knie gezwungen.

Große Teile der Infrastruktur wurden durch Kämpfe und Bombenangriffe beschädigt oder zerstört. Ende Oktober 2016 waren weniger als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen des Landes (Krankenhäuser oder Gesundheitszentren) in Betrieb.

Das Hauptopfer ist die Zivilbevölkerung. Im November 2016 benötigten vier von fünf Jemenit/-innen (fast 19 Millionen Menschen) sofortige humanitäre Hilfe. 4,5 Millionen Jemenit/-innen benötigen Lebensmittel-Hilfe. Mehr als 2 Millionen sind aufgrund der Gewalt immer noch Flüchtlinge. Im Jahr 2017 brach in mehreren Provinzen eine schwere Cholera-Epidemie aus und humanitäre Organisationen stehen nach wie vor vor enormen Schwierigkeiten im Land zu operieren.

Weltweites Engagement: