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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Jemen

Wir unterstützen im Jemen besonders schutzbedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung, sowie die Betroffenen der regionalen Konflikte, die im Land seit März 2015 herrschen. HI unterstützt auch humanitäre Akteure bei der Inklusion von gefährdeten Menschen und Menschen mit Behinderung in die Nothilfe.

Bushra, 24 Jahre alt wurde bei einem Bombenangriff verletzt. HI kümmert sich um sie.

Bushra, 24 Jahre alt wurde bei einem Bombenangriff verletzt. HI kümmert sich um sie. | © HI

Laufende Aktivitäten

Rehabilitation

Seit wir 2014 wieder im Jemen aktiv wurden, setzen wir uns dafür ein, die verheerenden Auswirkungen der Krise auf das Land und die Bevölkerung zu mindern. Priorität haben dabei Verletzte und besonders schutzbedürftige Menschen, wie etwa Menschen mit Behinderung.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Versorgung von Verwundeten und der Bereitstellung von physischer Rehabilitation zur Vermeidung oder Minderung dauerhafter Beeinträchtigung. Begleitend leisten wir für die Betroffenen und ihre Angehörigen psychologische Unterstützung und Beratung zu Wundversorgung und Hygiene. Wo nötig unterstützen wir mit der Bereitstellung von Mobilitätshilfen wie Krücken, Rollstühlen und Rollatoren bis hin zu Prothesen und Orthesen. Alles mit dem Ziel, den Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Wir arbeiten in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren, bieten Ausrüstung und Schulungen für Physiotherapeut/-innen und andere Fachkräfte an und betreiben Aufklärungsarbeit über die Nachsorge von Kriegsverletzten - einschließlich der Vorteile einer frühzeitigen, der Verletzung entsprechenden, physischen Rehabilitation und Sensibilisierung zum Thema psychologische Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung. Durch Baumaßnahmen sorgen wir außerdem dafür, dass die Gebäude auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich werden. 

Inklusive humanitäre Hilfe

HI setzt sich im Rahmen der lokalen humanitären Koordinierungsforen für die Belange von Menschen mit Behinderung ein und unterstützt sämtliche humanitären Akteure vor Ort dabei, besonders Schutzbedürftige (ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderung etc.) besser zu berücksichtigen, damit ihre besonderen Bedürfnisse in der Projektplanung nicht vernachlässigt werden. 

Ein weiterer Aspekt der Arbeit liegt darin, gefährdete Personen über die Gefahren von Landminen, improvisierten Sprengfallen und Blindgängern aufzuklären und ihnen sichere Verhaltensweisen zu vermitteln. Damit sprechen wir sowohl die lokale Bevölkerung als auch humanitäre Helfer anderer Organisationen an.  
Unterstützt wird unsere Arbeit im Jemen durch unsere Spender, das Auswärtige Amt und die SKala Initiative, ohne die unsere Arbeit in diesem Umfang nicht möglich wäre.
 

Neues aus den Projekten

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
© ISNA Agency / HI
Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Deshalb fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, das Rüstungsexportmoratorium dringend auszuweiten.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Jemen

Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 befindet sich der Jemen in einer chronisch instabilen politischen und einer katastrophalen wirtschaftlichen Lage. Seit 2011 hat der Jemen eine neue Spirale der Gewalt erlebt. Sie endete in einem Bürgerkrieg, in dem verschiedene politische Gruppen versuchen, die Macht zu erlangen. 

Diese Spirale der Gewalt erreichte ihren Höhepunkt, als der Konflikt regional wurde. Seit März 2015 interveniert eine Koalition arabischer Länder militärisch im Land. Der Konflikt brach aus und hat den Jemen mit improvisierten Sprengsätzen und Streumunition in die Knie gezwungen.

Große Teile der Infrastruktur wurden durch Kämpfe und Bombenangriffe beschädigt oder zerstört. Ende Oktober 2016 waren weniger als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen des Landes (Krankenhäuser oder Gesundheitszentren) in Betrieb.

Das Hauptopfer ist die Zivilbevölkerung. Im November 2016 benötigten vier von fünf Jemenit/-innen (fast 19 Millionen Menschen) sofortige humanitäre Hilfe. 4,5 Millionen Jemenit/-innen benötigen Lebensmittel-Hilfe. 22 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe, und 60 Prozent der Jemenit/-innen leiden unter Ernährungsunsicherheit. Mehr als 2 Millionen sind aufgrund der Gewalt immer noch auf der Flucht. Im Jahr 2017 brach in mehreren Provinzen eine schwere Cholera-Epidemie aus, während die Konfliktzonen unter einer Hungersnot leiden, die durch die von der Koalition verhängte Blockade verschärft wird. Humanitäre Organisationen stehen nach wie vor vor enormen Schwierigkeiten, im Land zu operieren.

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Weltweites Engagement:

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