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Pakistan

In Pakistan verringert Handicap International die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen.

Geschützte Spielbereiche für vertriebene Kinder mit und ohne Behinderung.  Sie erlauben ihnen, sich über ihre Erlebnisse und Traumata zu sprechen.

Geschützte Spielbereiche für vertriebene Kinder mit und ohne Behinderung. Sie erlauben ihnen, sich über ihre Erlebnisse und Traumata zu sprechen. | © L. Chancenotte / HI

Laufende Aktivitäten

In der Provinz Sindh kommt es häufig zu Überschwemmungen. Handicap International arbeitet deshalb eng mit der Bevölkerung zusammen, um die Risiken und Folgen solcher Naturkatastrophen zu verringern. Wir ermutigen betroffene Gemeinschaften, ihre eigenen Risikobewertungen von Naturkatastrophen durchzuführen und Evakuierungspläne, die Menschen mit Behinderung miteinbeziehen, sowie Vorsorgemaßnahmen (Prävention, Alarm, Lagerung von Lebensmitteln) zu entwickeln. Bei allen Maßnahmen fördern wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Solidarität zwischen den verschiedenen Gemeinschaften.

Außerdem arbeiten wir in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Norden des Landes daran, kommunale Angebote für Rehabilitation und psychologische Unterstützung zu etablieren. Dafür bilden wir in den Gemeinden Fachkräfte in den Bereichen der physischen Rehabilitation aus. Darüber hinaus schulen wir das Personal in der Identifikation und Vermittlung geeigneter Therapien für Menschen mit Behinderung.

Seit 2016 setzen wir uns  mit dem Projekt „Growing Together“, zusammen mit der IKEA-Stiftung dafür ein, Spielplätze in den Flüchtlingscamps in Thailand, Bangladesch und Pakistan inklusiv und sicher zu gestalten. Das Projekt wird es Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen, miteinander zu spielen und in einer sicheren und inklusiven Umgebung aufzuwachsen. Mithilfe von Lernspielen, pädagogischen Aktivitäten und Turn- und Sportmöglichkeiten wird die persönliche Entwicklung, das Selbstvertrauen, sozialer Zusammenhalt und die Inklusion der Kinder gefördert.

Im Jahr 2017 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das sich auf die physische Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen und die psychosoziale Unterstützung gefährdeter Personen konzentriert.

Neues aus den Projekten

„Nicht die Kinder in den Aufnahmegemeinden vergessen“
© S. Ahmed / Handicap International

„Nicht die Kinder in den Aufnahmegemeinden vergessen“

In Bangladesch und Pakistan werden Flüchtlinge oftmals von den ärmsten Gemeinden aufgenommen. Das hat zur Folge, dass diese Gemeinden direkt von dem riesigen Zustrom an Flüchtlingen und Binnenvertriebenen (IDPs) betroffen sind. Mit dem Projekt „Zusammenwachsen“, das von der IKEA Stiftung finanziert wird, wollen wir den ärmsten Kindern unter den Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden die Möglichkeit geben, wieder Kind zu sein. Bei der Umsetzung beziehen wir auch die lokalen Gemeinden mit ein, so dass alle Bevölkerungsgruppen profitieren und sich gegenseitig unterstützen können.

Video: Pakistan – eines unserer größten Projekte in bewegten Bildern
© Raphael De Bengy / Handicap International

Video: Pakistan – eines unserer größten Projekte in bewegten Bildern

2010 wurde Pakistan von den heftigsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten getroffen. 20 Millionen Menschen waren betroffen. 2011 wurden wieder weite Teile des Landes überschwemmt. 5,4 Millionen Menschen waren diesmal betroffen.

Let's Play for Change
© Inter IKEA Systems B.V. 2016

Let's Play for Change

Gemeinsam mit der IKEA Stiftung werden wir Kindern mit Behinderung in unserem Projekt "ZusammenWachsen" - "Growing Together" sichere Spielräume in unsicheren Gegenden ermöglichen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes Pakistan

Pakistan wird immer regelmäßiger von Naturkatastrophen heimgesucht. 2005 forderte ein Erdbeben 70.000 Menschenleben, über 3 Millionen Menschen wurden vertrieben. 2010 litten mehr als 20 Millionen Menschen unter extremen Überschwemmungen. Jedes Jahr fordern Überschwemmungen am Ende der Monsunzeit zahlreiche Opfer. Im Jahr 2014 wurden fast 3.500 Dörfer zerstört, 2 Millionen Menschen waren betroffen.

Seit 2012 hat das Land massive Anti-Terror-Operationen erlebt, vor allem in den FATA (Federal Administered Tribal Areas). Dort wurden mehr als 1,6 Millionen Menschen vertrieben. Besonders die Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) war betroffen. Seit die Regierung bekannt gab, dass die FATA von der pakistanischen Armee kontrolliert war, kam es 2016 und 2017 zu massiven Rückwanderungen von ehemals Vertriebenen. 

Obwohl Pakistan das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet hat (2008 unterzeichnet, 2011 ratifiziert), gibt kaum zuverlässige Daten, um die Zahl von Menschen mit Behinderungen zu bestimmen. Außerdem gibt es nur wenige Maßnahmen von der Regierung, um Menschen mit Behinderung zu helfen. 

Weltweites Engagement: