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Pakistan

In Pakistan verringert Handicap International die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen. Wir unterstützen Flüchtlinge und Binnenvertriebene und setzen uns für das Wohl von Kindern mit Behinderung in Flüchtlingslagern und die Integration von Frauen mit Behinderung in die Gesellschaft ein.

Gruppe von Kindern verschiedener Herkunft

Geschützte Spielbereiche für vertriebene Kinder mit und ohne Behinderung erlauben ihnen, über ihre Erlebnisse und Traumata zu sprechen. | © L. Chancenotte / HI

Laufende Aktivitäten

In der Provinz Sindh kommt es häufig zu Überschwemmungen. Handicap International arbeitet deshalb eng mit der Bevölkerung zusammen, um die Risiken und Folgen solcher Naturkatastrophen zu verringern. Wir ermutigen betroffene Gemeinschaften, ihre eigenen Risikobewertungen von Naturkatastrophen durchzuführen und Evakuierungspläne, die Menschen mit Behinderung miteinbeziehen, sowie Vorsorgemaßnahmen (Prävention, Alarm, Lagerung von Lebensmitteln) zu entwickeln. Bei allen Maßnahmen fördern wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Solidarität zwischen den verschiedenen Gemeinschaften.

Seit 2016 setzen wir uns mit dem Projekt „Growing Together“ zusammen mit der IKEA-Stiftung dafür ein, Spielplätze in den Flüchtlingscamps inklusiv und sicher zu gestalten. Das Projekt wird es Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen, miteinander zu spielen und in einer sicheren und inklusiven Umgebung aufzuwachsen. Mithilfe von Lernspielen, pädagogischen Aktivitäten und Turn- und Sportmöglichkeiten wird die persönliche Entwicklung, das Selbstvertrauen, sozialer Zusammenhalt und die Inklusion der Kinder gefördert.

Neues aus den Projekten

„Ich habe Angst, dass meine Kinder hungern müssen“
© HI
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

„Ich habe Angst, dass meine Kinder hungern müssen“

Abdul Baqi im afghanischen Flüchtlingscamp Jalala Afghan Mardan in Pakistan macht sich große Sorgen. Die Ausgangssperre trifft seine Familie hart. HI (Handicap International) unterstützt ihn und seine Kinder.

Ausgangssperren schlimm für Kinder mit Behinderung
© HI
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Ausgangssperren schlimm für Kinder mit Behinderung

Darunter leiden besonders die Kinder mit Behinderung. So wie die siebenjährige Samina, die erst seit kurzem bei einer Kindergruppe mitmachen durfte und Reha-Maßnahmen erhielt. Die Eltern waren so glücklich über die ersten Fortschritte. Doch dann kam das Virus und seitdem muss Samina wieder zuhause bleiben. Das HI-Team verteilt nicht nur Hygiene-Kits, sondern auch Lebensmittel, da viele Familien in den Flüchtlingscamps bitter arm sind und es keine Gelegenheitsjobs mehr gibt.

„Nicht die Kinder in den Aufnahmegemeinden vergessen“
© S. Ahmed / Handicap International
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

„Nicht die Kinder in den Aufnahmegemeinden vergessen“

In Bangladesch und Pakistan werden Flüchtlinge oftmals von den ärmsten Gemeinden aufgenommen. Das hat zur Folge, dass diese Gemeinden direkt von dem riesigen Zustrom an Flüchtlingen und Binnenvertriebenen (IDPs) betroffen sind. Mit dem Projekt „Zusammenwachsen“, das von der IKEA Stiftung finanziert wird, wollen wir den ärmsten Kindern unter den Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden die Möglichkeit geben, wieder Kind zu sein. Bei der Umsetzung beziehen wir auch die lokalen Gemeinden mit ein, so dass alle Bevölkerungsgruppen profitieren und sich gegenseitig unterstützen können.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes Pakistan

Pakistan wird zunehmend und regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht. 2005 forderte ein Erdbeben 70.000 Menschenleben, über 3 Millionen Menschen wurden vertrieben. 2010 wurden mehr als 20 Millionen Menschen von extremen Überschwemmungen betroffen. Jedes Jahr fordern Überschwemmungen am Ende der Monsunzeit zahlreiche Opfer. Im Jahr 2014 wurden fast 3.500 Dörfer zerstört, wodurch rund 2 Millionen Menschen betroffen waren.

Seit 2012 hat das Land massive Anti-Terror-Operationen erlebt, vor allem in den FATA (Federal Administered Tribal Areas). Dort wurden mehr als 1,6 Millionen Menschen vertrieben. Besonders die Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) war betroffen. Seit der Ankündigung der Regierung, dass die FATA unter der Kontrolle des pakistanischen Militärs stehen, hat es in den Jahren 2016 und 2017 eine Massenrückkehr von vorübergehend Vertriebenen (TDPs) von KP zu FATA gegeben.

Obwohl Pakistan das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung unterzeichnet hat (2008 unterzeichnet, 2011 ratifiziert), gibt es kaum zuverlässige Daten, um die Zahl von Menschen mit Behinderung zu bestimmen. Außerdem gibt es nur wenige Maßnahmen von der Regierung, um Menschen mit Behinderung zu helfen. 

Schlüsselzahlen Pakistan - HI
Schlüsselzahlen Pakistan - HI
Weltweites Engagement: