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Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Uganda

Die prekäre Sicherheitslage im Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo hat dazu geführt, dass seit Mitte 2016 eine stetig ansteigende Anzahl von Geflüchteten Uganda erreicht. Handicap International (HI) hilft diesen Menschen selbstständig ins Leben zu finden und versorgt sie mit psychologischer Unterstützung und Rehabilitationsmaßnahmen. Außerdem sorgen wir dafür, dass möglichst viele Kinder zur Schule gehen können.

Zwei schaukelnde Kinder im Camp Omugo

Zwei schaukelnde Kinder im Camp Omugo | © K.Petrus / HI

Laufende Aktivitäten

Nachdem unser Uganda-Programm 2013 ausgesetzt wurde, nahmen wir es im Sommer 2017 wieder auf, um die große Anzahl von Geflüchteten im Land zu unterstützen, von denen die meisten vor dem Konflikt im Südsudan fliehen mussten. Handicap International unterstützt vor allem besonders Schutzbedürftige (Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, alleinerziehende Mütter mit Kindern, unbegleitete Kinder usw.) und fördert deren Zugang zu Hilfsleistungen in Flüchtlingslagern.

HI versorgt gefährdete Flüchtlinge mit psychosozialer Unterstützung und Hilfe für die psychische Gesundheit - viele Geflüchtete haben ein schweres Trauma erlebt oder sind Zeuge von Gewalt geworden. Darüber hinaus setzen wir Rehabilitationsmaßnahmen um, um Menschen mit Behinderung zu mehr Selbständigkeit zu verhelfen. Außerdem setzen wir uns für Inklusion im Bildungsbereich ein, damit Kinder mit Behinderung zur Schule gehen können. 

2019 startete HI Uganda ein innovatives Projekt, bei dem eine mobile Patienten-App (TeleReha) sowie 3D-Drucker eingesetzt werden. Mit dem Drucker werden Orthesen (Schienen und Spangen) für Geflüchtete mit Verletzungen oder Behinderungen hergestellt.

Seit 2020 reagiert HI auf die anhaltende Corona-Pandemie in Uganda. HI unterstützt vor allem in den Bereichen der psychischen und physischen Gesundheit.

Neues aus den Projekten

Kummerkasten für Corona-Betroffene
Photo: © Tiko/HI
Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung

Kummerkasten für Corona-Betroffene

Menschen mit Behinderung sind auch in Uganda von der Corona-Pandemie besonders betroffen. 

Welttag der Zerebralparese
© D. Komakech und Q. Neely / HI
Inklusion Politische Kampagnenarbeit Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Welttag der Zerebralparese

Am 6. Oktober ist Welttag der Zerebralparese. Grund genug, auf diese Krankheit, ihre Folgen und unsere Behandlungsansätze aufmerksam zu machen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Uganda

Uganda hat eine Bevölkerung von 45,7 Millionen Menschen, von denen 20 % unterhalb der Armutsgrenze leben.

Die anhaltenden Kämpfe im Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo sowie die Verschlechterung der Bedingungen durch mehrere Dürreperioden in der Region haben dazu geführt, dass seit Mitte 2016 vor allem südsudanesische und kongolesische Geflüchtete nach Uganda kamen. Uganda nimmt inzwischen die meisten Geflüchteten in ganz Afrika auf.

Das Land hat eine großzügige Flüchtlingspolitik entwickelt, es bleibt jedoch eine Herausforderung, sicherzustellen, dass gefährdete Geflüchtete einen fairen und gleichberechtigten Zugang zu humanitärer Hilfe und grundlegenden Dienstleistungen haben.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 130
Eröffnungsdatum des Programms: 2009

Einsatz weltweit: