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2 Jahre Charta: Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Nothilfe

Inklusion Öffentlichkeitsarbeit
International

Zwei Jahre Charta: Die Charta für Inklusion von Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe wurde im Mai 2016 vom globalen Netzwerk Humanity & Inclusion in Zusammenarbeit mit mehr als 70 Partnern erarbeitet. Die Charta zählt bereits mehr als 200 Unterzeichner, darunter 25 Staaten, die Europäische Union, mehrere UN- und Behindertenorganisationen sowie humanitäre Organisationen.

Menschen mit Behinderung müssen z.B. Zugang zu Wasserstellen bekommen.

Menschen mit Behinderung müssen z.B. Zugang zu Wasserstellen bekommen. | ©B.Blondel / HI

Die im Mai 2016 ins Leben gerufene Charta fordert alle an der humanitären Hilfe beteiligten Organisationen auf, ihre Vorgehensweisen zu verbessern, um Menschen mit Behinderung besser einzubeziehen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung Zugang zu humanitärer Hilfe zu verschaffen und sie aktiv an Entscheidungsprozessen über ihr Leben zu beteiligen.

Niemand darf zurückbleiben

Diese Charta ist eine Antwort auf die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung in Notsituationen wie Erdbeben und bewaffneten Konflikten oft nur sehr schwer Zugang zu humanitärer Hilfe haben: Ein/e Rollstuhlfahrer/-in ist zum Beispiel möglicherweise nicht in der Lage, eine Ausgabestelle für Lebensmittel zu erreichen; jemand, der schwerhörig ist, könnte wichtige Informationen zu den humanitären Leistungen verpassen; eine Hilfsorganisation kann von der Existenz eines Kindes mit Down-Syndrom nichts wissen, wenn seine Familie es versteckt, weil seine Behinderung aus kulturellen Gründen als beschämend angesehen wird. Dies sind nur einige Beispiele für die Hindernisse, mit denen Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe zu kämpfen haben.

Mehr als 200 Akteure engagieren sich für Inklusion in der humanitären Hilfe

Die Charta hat die Öffentlichkeit für diese regelmäßig auftretenden Situationen sensibilisiert. Mehr als 200 Organisationen, Institutionen, Staaten usw., die in der Notfallhilfe tätig sind, haben sich bereit erklärt, diese Ungerechtigkeit zu beenden. Der nächste Schritt ist nun die Umsetzung der in der Charta festgelegten Grundsätze.

„Die Inklusion von Menschen mit Behinderung muss eines der Hauptkriterien für Geldgeber sein, wenn sie Mittel für Notfalleinsätze bereitstellen. Hilfsorganisationen müssen ihre Vorgehensweisen anpassen und Menschen mit Behinderung in ihren Programmen berücksichtigen. Viele Organisationen und Institutionen im humanitären Bereich haben die Charta unterzeichnet. Jetzt müssen konkrete Veränderungen vor Ort folgen", erklärt Camille Gosselin, Leitung Advocacy im Bereich humanitäre Hilfe bei HI.

25 Mai 2018
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