Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

2 Jahre Charta: Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Nothilfe

Inklusion Öffentlichkeitsarbeit
International

Zwei Jahre Charta: Die Charta für Inklusion von Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe wurde im Mai 2016 vom globalen Netzwerk Humanity & Inclusion in Zusammenarbeit mit mehr als 70 Partnern erarbeitet. Die Charta zählt bereits mehr als 200 Unterzeichner, darunter 25 Staaten, die Europäische Union, mehrere UN- und Behindertenorganisationen sowie humanitäre Organisationen.

Menschen mit Behinderung müssen z.B. Zugang zu Wasserstellen bekommen.

Menschen mit Behinderung müssen z.B. Zugang zu Wasserstellen bekommen. | ©B.Blondel / HI

Die im Mai 2016 ins Leben gerufene Charta fordert alle an der humanitären Hilfe beteiligten Organisationen auf, ihre Vorgehensweisen zu verbessern, um Menschen mit Behinderung besser einzubeziehen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung Zugang zu humanitärer Hilfe zu verschaffen und sie aktiv an Entscheidungsprozessen über ihr Leben zu beteiligen.

Niemand darf zurückbleiben

Diese Charta ist eine Antwort auf die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung in Notsituationen wie Erdbeben und bewaffneten Konflikten oft nur sehr schwer Zugang zu humanitärer Hilfe haben: Ein/e Rollstuhlfahrer/-in ist zum Beispiel möglicherweise nicht in der Lage, eine Ausgabestelle für Lebensmittel zu erreichen; jemand, der schwerhörig ist, könnte wichtige Informationen zu den humanitären Leistungen verpassen; eine Hilfsorganisation kann von der Existenz eines Kindes mit Down-Syndrom nichts wissen, wenn seine Familie es versteckt, weil seine Behinderung aus kulturellen Gründen als beschämend angesehen wird. Dies sind nur einige Beispiele für die Hindernisse, mit denen Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe zu kämpfen haben.

Mehr als 200 Akteure engagieren sich für Inklusion in der humanitären Hilfe

Die Charta hat die Öffentlichkeit für diese regelmäßig auftretenden Situationen sensibilisiert. Mehr als 200 Organisationen, Institutionen, Staaten usw., die in der Notfallhilfe tätig sind, haben sich bereit erklärt, diese Ungerechtigkeit zu beenden. Der nächste Schritt ist nun die Umsetzung der in der Charta festgelegten Grundsätze.

„Die Inklusion von Menschen mit Behinderung muss eines der Hauptkriterien für Geldgeber sein, wenn sie Mittel für Notfalleinsätze bereitstellen. Hilfsorganisationen müssen ihre Vorgehensweisen anpassen und Menschen mit Behinderung in ihren Programmen berücksichtigen. Viele Organisationen und Institutionen im humanitären Bereich haben die Charta unterzeichnet. Jetzt müssen konkrete Veränderungen vor Ort folgen", erklärt Camille Gosselin, Leitung Advocacy im Bereich humanitäre Hilfe bei HI.

25 Mai 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen
© B. Barbey /HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen

Anlässlich des 23. Internationalen Treffens der Leiter nationaler Minenaktionsprogramme im Palais des Nations in Genf appelierten Handicap International und HI-Botschafterin und Minenopfer Gnep Smoeun am 13.02.2020 an die Bevölkerung. Unter dem Broken Chair, dem symbolischen Denkmal für die Opfer von Landminen in Genf, riefen wir die Unterzeichnerstaaten des Ottawa-Vertrags auf, geschlossen eine Rücknahme der Entscheidung der US-Regierung zur Wiedereinführung von Landminen zu fordern. 

Inklusion: neue IASC-Richtlinien
©IDA
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

Inklusion: neue IASC-Richtlinien

Die Einführung der neuen IASC-Richtlinien zur Inklusion von Menschen mit Behinderung in der humanitäre Hilfe (IASC Guidelines on the Inclusion of Persons with Disabilities in Humanitarian Action) Ende letzten Jahres in New York hat einen wesentlichen Anreiz zur Förderung von inklusiven, humanitären Maßnahmen geschaffen. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln.  

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten
© HI
Minen und andere Waffen

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten

Am Montag, dem 10. Februar, treffen sich bei den Vereinten Nationen in Genf staatliche Delegationen, Militärs, UNO-Organisationen und die Zivilgesellschaft, um über eine politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten zu diskutieren. Handicap International und Mitglieder des Internationalen Netzwerks für Explosivwaffen (INEW) arbeiten mit den Staaten zusammen, um sie zu überzeugen, eine starke politische Erklärung zur Beendigung des menschlichen Leidens, das durch den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten verursacht wird, auszuarbeiten und die Opfer zu unterstützen.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ