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Corona: „Risikogruppe“ Menschen mit Behinderung

Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland

Als Organisation, die sich weltweit für den Schutz von und die Unterstützung für Menschen mit Behinderung einsetzt, ist es uns ein besonderes Anliegen, dass diese sogenannte „Risikogruppe“ in der aktuellen Lage nicht vergessen wird. Daher möchten wir hier Links zu weiterführenden Infos zur Krise liefern, die für ALLE verständlich und zugänglich sind.

Abbildung des Coronavirus

Wir alle sind aktuell aufgerufen, unsere sozialen Kontakte einzuschränken, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Vor allem sollen besonders gefährdete Risikogruppen geschützt werden. Dazu gehören jedoch nicht nur ältere Menschen, sondern auch Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankungen. Gerade diese Gruppe ist aber häufig auf Betreuung und Begleitung angewiesen. Dies stellt die ganze Organisation dieser sogenannten „systemrelevanten Berufe“ vor große Herausforderungen. Die Beteiligten verdienen unseren Respekt und unsere Mithilfe bei der Bekämpfung einer weiteren Verbreitung des Virus.

Niemanden vergessen

In den letzten Tagen gab es zudem vermehrt Meldungen darüber, dass einige Menschen mit Behinderung oder andere Gruppen nur erschwert Zugang zu relevanten Informationen zur aktuellen Lage bekommen – sei es, weil sie nicht genügend Deutsch verstehen oder zum Beispiel gehörlos sind.

Wir haben daher einige Links zusammengestellt, mit denen Sie sich mehrsprachig, in Leichter Sprache oder Gebärdensprache informieren können.

In diesem PDF-Dokument haben wir eine umfangreiche Link-Sammlung zum Coronavirus in mehreren Sprachen (inklusive Leichter Sprache) zusammmengefasst. 

Wir versuchen die hier aufgeführten Infos so aktuell wie möglich zu halten.

Hier gibt es mehr Infos zu unserem geänderten Büroalltag von HI Deutschland.

Die "Risikogruppe"

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Hi, wir sind’s. Die #Risikogruppe. Du hast gedacht wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt. Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben. Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zuhause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. Je nachdem, was der Gesundheitsminister vorschlägt. In Italien ist es schon zu spät: Ärzte müssen entscheiden, wen sie beatmen - und wer stirbt. Warum? Unter anderem, weil sich die Menschen zu lange gegenseitig angesteckt haben. Aber wir wollten uns ja vorstellen. @disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten - das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter - ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen - same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist - so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling. Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben - finden wir. Ich hoffe du auch. Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben - das von uns, aber auch von vielen anderen #Risikogruppen: Vorerkrankte, Menschen mit anderen chronischen Krankheiten. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock and roll, eure #Risikogruppe.

Ein Beitrag geteilt von Raul Krauthausen (@raulkrauthausen) am

19 März 2020
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