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Das neue Gesicht von Handicap International

Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland

Ab dem 24. Januar erstrahlt unsere Organisation in neuem Design. Nach 35 Jahren Einsatz für die Schutzbedürftigsten agieren wir nun erstmals mit einem Logo, das ein Symbol enthält: Zukünftig erheben wir die Hand zum Gruß – eine herzliche, unterstützende und menschliche Geste, die unsere grundlegenden Werte in einem Piktogramm vereint.

Kanha während einer Physiotherapiesitzung im Kampong Cham Center in Kambodscha.

Die 18-jährige Kanha aus Kambodscha verlor 2005 ihr Bein durch explosive Kriegsreste. Von HI bekommt sie Prothesen und regelmäßige Physiotherapie. | © Lucas Veuve/HI

Das neue Jahr bringt nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch eine spannende Nachricht: Um die Bandbreite unserer Arbeit besser zu repräsentieren, erhält unser globales Netzwerk Handicap International neben einem neuen Logo auch einen neuen Namen: Humanity & Inclusion. Dieser Name bringt einen unserer Kernwerte zum Ausdruck und zeigt unser Bestreben der letzten 35 Jahre: die Inklusion von Menschen, die in humanitärer Hilfe und Entwicklungsprogrammen übersehen oder ignoriert werden. Unser globales Netzwerk umfasst die Föderation mit dem neuen Namen Humanity & Inclusion sowie acht nationale Vereine. In Großbritannien, Kanada und den USA werden wir zukünftig Humanity & Inclusion heißen. In Deutschland und Kontinentaleuropa (Belgien, Frankreich, Luxemburg und Schweiz) bleiben wir weiterhin unter dem Namen Handicap International aktiv.

Das neue Logo – die Hand

Das neue Logo von Handicap International Unsere Vision einer Welt mit mehr Solidarität, Inklusion und Menschlichkeit findet sich ab sofort im Symbol unseres neuen Logos wieder. Die Hand zeigt einen Gruß, eine Willkommensgeste und die gängige Abkürzung unseres Namens „HI“. Manche sehen sogar das Begrüßungswort „Hi!“. Sie steht stellvertretend für die Mission von HI: für Unterstützung, Schutz und Zuwendung, aber auch Kommunikation und Dialog.

Doch diese Hand sagt ebenso „Stopp!“: Stopp zu Exklusion, zu Ungerechtigkeit und zur Missachtung der Menschenrechte; Stopp zu Landminen, Streubomben und zu Bombenangriffen auf Zivilisten. Diese Hand bringt die Themen unserer politischen Kampagnenarbeit laut und deutlich zur Sprache.

Humanity & Inclusion – warum ein neuer Name für das globale Netzwerk?

Das neue Logo und die Namensänderung des globalen Netzwerkes spiegeln die wachsenden Bedürfnisse und die großen Umbrüche im Entwicklungs- und Nothilfesektor wider. Ziel war es, die Marke Handicap International neu zu gestalten, um unsere Handlungsmöglichkeiten in den Projekten zu stärken und die Programme erweitern zu können. Der neue Name Humanity & Inclusion des globalen Netzwerks rückt zudem stärker den vollständigen Umfang unserer Aktivitäten in den Vordergrund und konzentriert sich nicht nur auf ein Teilgebiet.

Humanity

Die Namensänderung des globalen Netzwerkes macht deutlich, welcher Stellenwert dem Wert der Menschlichkeit bei HI beigemessen wird. Er steht stellvertretend für unsere Arbeitsweise, die Förderung von Inklusion und für eine grundlegende geistige Haltung. Die beiden Worte „humanity“ und „inclusion“ umfassen also die volle Bandbreite all unserer Programmaktivitäten.

Inclusion

Der Gedanke der Inklusion ist seit dem ersten Tag ein Teil der unserer Identität. HI wurde 1982 in Thailand gegründet, um Minenopfern zu helfen, die in kambodschanischen Flüchtlingscamps lebten und die keinerlei Angebote zur Rehabilitation, z. B. zur Anpassung von Prothesen hatten. Auch heute spielt der Inklusionsgedanke eine zentrale Rolle in der Arbeit von HI. Wir wollen sicherstellen, dass die Bedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Menschen in Nothilfeeinsätzen berücksichtigt werden und ihnen dabei helfen, schnellstmöglich wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen.


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© J-J. Bernard/HI
Minen und andere Waffen

Landminen Monitor 2020

Der am 12. November veröffentlichte Landminen Monitor 2020 berichtet zum fünften Mal in Folge über hohe Opferzahlen durch Landminen, explosive Kriegsreste und improvisierte (selbstgebaute) Minen. Im Jahr 2019 verzeichnete der von der internationalen Landminenkampagne erstellte Monitor 5.554 Minenopfer: durchschnittlich 15 Tote und Schwerverletzte pro Tag, fast alle aus der Zivilbevölkerung, darunter viele Kinder (1.562). Die meisten Opfer wurden in Afghanistan, Syrien, Myanmar, Mali und der Ukraine gezählt.  Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Minenräumung vielerorts unterbrochen. Die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) fordert alle Staaten auf, Druck auf kriegsführende Parteien auszuüben, damit sie den Einsatz dieser barbarischen Waffen beenden.

 

Preis für ComIn
© HI
Rechte von Menschen mit Behinderung

Preis für ComIn

ComIn als Projekt von Handicap International e.V. (HI) ist zum 31.12.2020 ausgelaufen.

ComIn wurde von der Luise-Kiesselbach-Stiftung mit dem "Preis für Inklusion 2020" ausgezeichnet.