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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Frieden in Kolumbien? Es bleibt noch viel zu tun, bis das Land entmint ist

Minen und andere Waffen
Kolumbien

Ob der erhoffte Frieden in Kolumbien kommt, ist weiter offen. Durch den jahrelangen Krieg leidet das Land auch extrem unter den vielen Landminen.

Carlos Filo, Überlebender eines Unfalls mit einer Landmine, sitzt auf einem Stuhl und zeigt den Stumpf seines linken Beins.

Carlos Filo verlor sein Bein bei einem Unfall mit einer Landmine. In seinem Zuhause legt er die Prothese ab. | © Gaël Turine / VU - Kolumbien 2008

Gemäß dem Landmine Monitor weist Kolumbien weltweit die zweithöchste Anzahl an Menschen auf, die Opfer von Landminen werden – gleich nach Afghanistan. Durch den 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg wurden 31 der 32 Provinzen des Landes vermint und tausende von Menschen fielen den Antipersonenminen zum Opfer. Zwischen 1990 und 2013 gab es mehr als 10.000 Opfer. Fast die Hälfte von ihnen stammt aus der zivilen Bevölkerung. 26 % waren Kinder.

Seit 1998 engagiert sich Handicap International in Kolumbien, und seit 2005 kämpfen wir gegen Landminen in diesem Land. Wir unterstützen die Überlebenden dabei, Zugang zu Hilfsangeboten und Versorgung zu finden. Dazu zählen insbesondere Behandlungseinrichtungen, Rehabilitationskurse und psychosoziale Hilfe. Weiterhin unterstützen wir die betroffenen Menschen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und helfen ihnen, ihren Platz in der Gesellschaft wieder zu finden. 

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"Pablos Augenprothese: kleine Größe, große Wirkung"

Pablo war gerade in die Pubertät gekommen, als er in seinem Heimatland Kolumbien Opfer eines Landminenunfalls wurde und dabei ein Auge verlor. Eine Augenprothese von Handicap International hat sein Leben erneut verändert, dieses Mal zum Positiven.

 

© Bas Bogaerts / Handicap International

“Minen in Kolumbien: Ich möchte nicht, dass meiner Tochter das Gleiche passiert”

Irma trat als Kind in Kolumbien auf eine Mine und verlor ein Bein. Mit der Prothese und der Hilfe von Handicap International versucht sie ein möglichst normales Leben zu führen. Inzwischen hat sie sogar eine kleine Tochter, die sie unbedingt vor den gefährlichen Landminen schützen will.

 

© Bas Bogaerts / Handicap International

27 September 2016
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Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen
© B. Barbey /HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen

Anlässlich des 23. Internationalen Treffens der Leiter nationaler Minenaktionsprogramme im Palais des Nations in Genf appelierten Handicap International und HI-Botschafterin und Minenopfer Gnep Smoeun am 13.02.2020 an die Bevölkerung. Unter dem Broken Chair, dem symbolischen Denkmal für die Opfer von Landminen in Genf, riefen wir die Unterzeichnerstaaten des Ottawa-Vertrags auf, geschlossen eine Rücknahme der Entscheidung der US-Regierung zur Wiedereinführung von Landminen zu fordern. 

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten
© HI
Minen und andere Waffen

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten

Am Montag, dem 10. Februar, treffen sich bei den Vereinten Nationen in Genf staatliche Delegationen, Militärs, UNO-Organisationen und die Zivilgesellschaft, um über eine politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten zu diskutieren. Handicap International und Mitglieder des Internationalen Netzwerks für Explosivwaffen (INEW) arbeiten mit den Staaten zusammen, um sie zu überzeugen, eine starke politische Erklärung zur Beendigung des menschlichen Leidens, das durch den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten verursacht wird, auszuarbeiten und die Opfer zu unterstützen.

Empörung über Entscheidung der Trump-Administration zu Minen
© ICBL
Minen und andere Waffen

Empörung über Entscheidung der Trump-Administration zu Minen

Die Trump-Administration hat heute einen tödlichen Wechsel in der Landminenpolitik angekündigt. Danach erklären sich die USA dazu bereit, den Einsatz und die Lagerung von Antipersonenminen wiederaufzunehmen. Landminen sind verheerende Waffen, die von ihren Opfern selbst ausgelöst werden und dabei nicht zwischen den Schritten eines Kindes oder eines Soldaten unterscheiden. Die humanitäre Organisation Handicap International (HI), Co-Preisträger des Friedensnobelpreises für das Verbot der Landminen, prangert einen historischen Rückschlag für den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten an.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ