Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Handicap International verurteilt die wiederholte Verwendung von Streubomben in Syrien

Minen und andere Waffen
Jordanien Libanon Syrien

Seit dem 26. Januar 2016 wurden in mindestens 14 Angriffen, im Rahmen von gemeinsamen Operationen der russischen Armee und syrischen Regierungstruppen, Streubomben verwendet. Dabei wurden mindestens 37 Zivilisten und Zivilistinnen getötet, wie aus einem Bericht von Human Rights Watch hervorgeht. Die Organisation hatte bereits im Dezember 2015 den Einsatz von Streubomben durch die russisch-syrische Koalition angeprangert.

Ein Bombenkrater in der Stadt Kobane in Syrien. Im Hintergrund sind zwei umgedrehte Autos.

Bombenkrater in Kobane - Syrien | © Ph. Houliat / Handicap International

Die internationale Gemeinschaft muss die wiederholte Verwendung von Streubomben nachdrücklich verurteilen. Der Einsatz dieser barbarischen Waffen wurde durch den von 118 Staaten unterzeichneten Oslo-Vertrag international geächtet. Streubomben sind eine unannehmbare Bedrohung der syrischen Zivilbevölkerung, die die Hauptopfer dieses Konflikts ist.

Laut dem Streubomben-Monitor 2015 gab es zwischen 2012 und 2014 mindestens 1.968 Opfer von Streumunition in Syrien – die höchste Zahl innerhalb eines Landes seit Inkrafttreten des Streubombenverbots. Die überwiegende Anzahl der Opfer stammt aus der Zivilbevölkerung.

Der Monitor listet sechzehn Länder, die immer noch Streubomben produzieren oder sich weiterhin das Recht vorbehalten, die Produktion wieder aufzunehmen.

Weltweit stammen mehr als 90% der Opfer, die durch Streubomben verletzt oder getötet wurden, aus der Zivilbevölkerung. Diese Waffen töten, verletzten, verstümmeln und verursachen schwere psychische Traumata. Über 40% explodieren nicht wie vorgesehen und werden zu Blindgängern: ganze Landstriche sind so unbewohnbar geworden, die Wiederaufnahme des sozialen und wirtschaftlichen Lebens wird behindert und zwingen die Menschen zur Umsiedelung. Diese explosiven Überreste stellen oft noch Jahrzehnte nach einem Konflikt eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.

9 Februar 2016
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kampf gegen Landminen muss weitergehen
© P. Jérôme /HI
Minen und andere Waffen

Kampf gegen Landminen muss weitergehen

Anlässlich des „Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr“ am 4. April ruft Handicap International (HI) dazu auf, weiterhin gegen Antipersonenminen zu kämpfen, die noch in über 60 Ländern die Menschen bedrohen. Mehr als 70% der Minenopfer weltweit kommen aus der Zivilbevölkerung. HI, Co-Preisträger des Friedensnobelpreises, fordert außerdem die USA auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, Antipersonenminen wieder zu erlauben.

UN-Generalsekretär ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf
© HI Bahia Zrikem
Minen und andere Waffen

UN-Generalsekretär ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf

„Bringen Sie die Geschütze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe!“ - UN-Generalsekretär Guterres

Handicap International ruft alle Akteure auf, den Appell des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres nach einem weltweiten Waffenstillstand zu unterstützen und sich ihm anzuschließen.

5 Jahre Krieg im Jemen
© ISNA Agency
Minen und andere Waffen

5 Jahre Krieg im Jemen

Fünf Jahre nach Beginn des Konflikts in Jemen verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) den massiven Einsatz von Explosivwaffen, darunter auch Landminen, die seit 1999 durch den Ottawa-Vertrag verboten sind. Die Gewalt durch Explosivwaffen hat verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Bei Explosivwaffeneinsätzen in Wohngebieten sind 95 Prozent der Opfer Zivilist/-innen. Handicap International fordert außerdem alle beteiligten Parteien auf, die unangemessenen bürokratischen Auflagen zu beseitigen und der betroffenen Bevölkerung Zugang zu humanitärer Unterstützung zu ermöglichen. 80 Prozent der Bevölkerung brauchen humanitäre Hilfe, um zu überleben.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ