Gehe zum Hauptinhalt

Hassan kann sich endlich wieder selbstständig bewegen

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie
Südsudan

Hassan hat zwei gelähmte Beine und einen gelähmten Arm. Nachdem er in das Camp Maban im Südsudan fliehen musste, konnte er sich lange nur kriechend fortbewegen. Dank eines Projektes von Handicap International hat er heute einen Rollstuhl und kann sich selbstständig bewegen.

Ursprünglich aufgewachsen in der Gegend des blauen Nils, sah Hassan sich im Oktober 2012 gezwungen in den Südsudan zu fliehen. Der 16-jährige lebt nun mit seiner Familie im Gendrassa Camp. Aufgrund seiner von Geburt an gelähmten Beine und des linken Armes musste er innerhalb des Camps zahlreiche Hindernisse überwinden, um Zugang zu humanitärer Hilfe zu finden. Für lange Zeit war es ihm unmöglich, einfache tägliche Aktivitäten wie die Benutzung der Latrine des Camps eigenständig auszuführen. Um sich in seinem Zelt fortzubewegen, musste er mit der Unterstützung seines rechten Armes am  Boden entlang kriechen, konnte aber keine längeren Strecken bewältigen.

Anfang des Jahres 2013 stellte Handicap International ihm einen Rollstuhl zur Verfügung, um seine Beweglichkeit innerhalb des Camps zu verbessern. Dank eines Toilettenstuhles kann er sich nun eigenständiger Waschen und auf die Toilette gehen. Durch eine Kooperation mit Oxfam konnten Hassan und fünf weitere Menschen mit eingeschränkter Mobilität von eigens angefertigten Latrinen profitieren. Gerade diese einfachen Maßnahmen im Bereich der Hygiene helfen den Menschen sehr dabei, ihre Würde in der schlimmen Flüchtlingssituation zu bewahren.

Lebensverändernde Hilfe

Dank der Unterstützung des deutschen Außenministeriums war Handicap International in der Lage, dieses Projekt im Camp von Maban von September 2012 bis April 2013 ins Leben zu rufen. Einige Monate nach den Anpassungen fährt Hassan nun jeden Tag mit seinem Rollstuhl, oft in Begleitung seines Freundes Mohammed. Inzwischen kann er seine neue Latrine ohne Hilfe benutzen, was ihn um einiges unabhängiger bei seiner Wasch- und Toilettenroutine macht. Da er leidenschaftlich an Fußball interessiert ist, nimmt er nachmittags an improvisierten Spielen im Camp teil. Darüber hinaus kann Hassan nun zum ersten Mal in seinem Leben eine Schule besuchen.

9 Februar 2013
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Tsunami in Indonesien: Viele Opfer weiter unerreichbar
CIS-Timor/ HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Tsunami in Indonesien: Viele Opfer weiter unerreichbar

Die Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunamis, die Indonesien getroffen haben, sind weiterhin spürbar. Das Phänomen der Bodenverflüssigung hat ganze Dörfer erfasst. Allein dadurch wurden mehr als 10.000 Menschen verletzt; 800 werden noch vermisst. Fast 2.000 Menschen haben ihr Leben verloren.

Tsunami in Indonesien: Mehr als 190.000 Menschen brauchen Hilfe
©AFP PHOTO/ADEK BERRY
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Tsunami in Indonesien: Mehr als 190.000 Menschen brauchen Hilfe

Ein schweres Erdbeben mit anschließendem Tsunami erschütterte am 28. September das Zentrum der indonesischen Inselgruppe und forderte 1.763 Menschenleben. Mehr als 5.000 Menschen sind vermisst. HI schickte ein Nothilfeteam von Experten nach Indonesien und koordiniert den Einsatz mit lokalen Organisationen.  

Inklusiver Tanzworkshop in München
© HI
Inklusion Öffentlichkeitsarbeit

Inklusiver Tanzworkshop in München

Am vergangenen Samstag fand ein inklusiver Tanzworkshop unseres Projekts ComIn in München statt. Bea Carolina Remark, Leiterin des Workshops und ausgebildete Tanzpädagogin, ist selbst seit ihrer Geburt spastisch gelähmt. Sie arbeitet seit Jahren mit Choreografen, Tanzschaffenden, Therapeuten und Universitäten im In- und Ausland zusammen.