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Südsudan

Südsudan wurde erst 2011 gegründet. Handicap International hilft den vor den Kämpfen geflohen Menschen in dem noch jungen und von Gewalt gebeutelten Land. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den besonders Schutzbedürftigen. Wir stellen Rehabilitationsdienste bereit und leisten psychosoziale Unterstützung. Gleichzeitig kämpfen wir gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung.

Ein Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan

Ein Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan | © Camille Lepage / HI

Laufende Aktivitäten

Als Reaktion auf die Krise Ende 2013 haben wir die seit 2006 laufenden Programme angepasst.

Auf Anfrage von Partnerorganisationen, die ihre Aktivitäten inklusiver gestalten wollten, arbeiteten unsere mobilen Teams in Yambio, Lankien, Malakal, Bor, Bientu und Yida So nahmen dank des Engagements unserer Fachkräfte und Partnerorganisationen mehrere Hundert Menschen mit Behinderung an knapp 3.700 Rehabilitations- und psychomotorischen Sitzungen teil.

In der andauernden Krisensituation leiden viele Geflüchtete in Juba, der Hauptstadt des Landes unter Stress, Angstzuständen oder Depression. Damit die Menschen ihre Traumata überwinden können, haben wir psychosoziale Unterstützungsgruppen eingerichtet, die außerdem dabei helfen, Angstzustände zu mildern und ganz allgemein das Wohlbefinden zu verbessern.

HI leistet Hilfe für die Opfer von Minen / explosiven Kriegsmunitionsrückständen, einschließlich eines verbesserten Zugangs zu Rehabilitationsdiensten und Arbeit. Darüber hinaus bilden wir Fachkräfte für psychische Gesundheit im Krankenhaus von Juba aus und helfen, die Lebensbedingungen im Gefängnis von Juba zu verbessern, wo Menschen mit geistiger Behinderung inhaftiert sind.

Neues aus den Projekten

Emmanuel kann wieder selbstständig zur Schule fahren
© HI

Emmanuel kann wieder selbstständig zur Schule fahren

Emmanuel ist 12 Jahre alt und an beiden Beinen gelähmt. Seit HI ihm ein Tricycle geschenkt hat, kann er eigenständig zur Schule gehen. HI setzt sich im kriegsgebeutelten Südsudan dafür ein, dass Menschen mit Behinderung nicht ausgeschlossen werden.

Südsudan: Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge
© Philippa Russell / HI

Südsudan: Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge

Über eine Million Menschen sind  aus dem Südsudan in das benachbarte Uganda geflohen seit im Jahr 2013 der Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Viele haben Gewalt, Vertreibung, Vergewaltigung und willkürliche Morde, gesehen oder selbst erlebt. Handicap International (HI) bietet psychosoziale Unterstützung, um den komplexen und dringenden Bedürfnissen für die mentale Gesundheit der Flüchtlinge zu begegnen.

Alles zurücklassen, um die Familie ernähren zu können
© Handicap International

Alles zurücklassen, um die Familie ernähren zu können

Die Hungerkrise in Ostafrika verursacht nie dagewesene Flüchtlingszahlen. Fast 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder, die nicht mehr genug Essen zum Überleben haben. Rose und ihre Kinder leben jetzt in einem Flüchtlingscamp in Kenia, sind aber dennoch zahlreichen Schwierigkeiten ausgesetzt.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Südsudan

Die junge Republik Südsudan erlangte erst am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Seit dem 15. Dezember 2013 sieht sie sich einer enormen humanitären Herausforderung gegenüber. An jenem Tag begannen in der Hauptstadt Juba ethnisch und politisch motivierte Kämpfe zwischen der Armee von Präsident Salva Kiir und den Truppen von Rebellenführer Riek Machar.

Wellen der Gewalt, Massaker, Konfrontationen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, Angriffe und Entführungen zwangen hunderttausende Menschen zur Flucht.

Seit Beginn der Kämpfe im Dezember 2013 sind 1,5 Millionen Menschen im Südsudan auf der Flucht im eigenen Land. Die Camps für Binnengeflüchtete im Norden sind stark überlaufen. Weitere 530.000 Menschen mussten ins Ausland fliehen.

Wir sind seit 2006 im Südsudan aktiv, vor allem, um den Zugang zu Hilfsangeboten für Menschen mit Behinderung (insbesondere Minenüberlebende) zu verbessern und sicherzustellen, dass diese in die Entwicklungsinitiativen des Landes miteinbezogen werden.

Weltweites Engagement: