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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Südsudan

Südsudan wurde erst 2011 gegründet und ist Schauplatz vieler bewaffneter Konflikte. Handicap International unterstützt Süd-Sudenesen auf der Flucht vor den Kämpfen, insbesondere die Schutzbedürftigsten. HI konzentriert sich auf Rehabilitationsversorgung und psychosoziale Unterstützung. Gleichzeitig bekämpfen wir die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. 

Kinder in einem Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan

Kinder in einem Flüchtlingscamp in Juba - HI Südsudan | © Camille Lepage / HI

Laufende Aktivitäten

HI ist seit 2006 im Südsudan tätig und führt Notfall- und Entwicklungsmaßnahmen durch, die den Schutz, die Lebensqualität und die Förderung der Rechte schutzbedürftiger  Personen verbessern. Darin eingeschlossen sind Menschen mit funktionellen Einschränkungen und ihre Familien sowie die Gemeinschaften an verschiedenen Orten im Südsudan.

Hi arbeitet von den Büros in Juba und Yei in Zentraläquatorien, Torit in Ostäquatorien, Bor in Jonglei und entsendet Nothilfe-Teams an verschiedene Orte im ganzen Land, die von mehreren humanitären Partnern wie dem Danish Refugee Council, Médecins Sans Frontières, Samaritans Purse, ACTED, OXFAM, Save the Children und andere Institutionen betreut werden.

Von 2006 bis heute hat HI eine Reihe von Projekten durchgeführt, die sich schrittweise von einer Nothilfe-Aktion zu einem Resilienzkonzept bis 2013 entwickelt haben. Seit dem Jahr 2014 konzentrieren wir uns wieder verstärkt auf die humanitäre Hilfe, wobei Behinderung, Alter, Geschlecht und Schutzbedürftigkeitsfaktoren in alle Aktivitäten einbezogen wurden.

 

Neues aus den Projekten

Das Leben danach - Traumabewältigung im Südsudan
© Till Mayer/HI
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Das Leben danach - Traumabewältigung im Südsudan

Till Mayer arbeitet als Journalist und Fotograf eng mit Hilfsorganisationen zusammen. Oft stehen dabei Menschen mit Behinderung im Fokus. Im Frühjahr 2018 besuchte der Fotojournalist den Südsudan auf Einladung von Handicap International. Hier lesen Sie Auszüge aus den Geschichten, die er dort sammelte. Für seine Reportagen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet (www.tillmayer.de). Der gesamte Artikel erschien in der Main Post, am 3. September 2018.

Emmanuel kann wieder selbstständig zur Schule fahren
© HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

Emmanuel kann wieder selbstständig zur Schule fahren

Emmanuel ist 12 Jahre alt und an beiden Beinen gelähmt. Seit HI ihm ein Tricycle geschenkt hat, kann er eigenständig zur Schule gehen. HI setzt sich im kriegsgebeutelten Südsudan dafür ein, dass Menschen mit Behinderung nicht ausgeschlossen werden.

Südsudan: Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge
© Philippa Russell / HI
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Südsudan: Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge

Über eine Million Menschen sind  aus dem Südsudan in das benachbarte Uganda geflohen seit im Jahr 2013 der Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Viele haben Gewalt, Vertreibung, Vergewaltigung und willkürliche Morde, gesehen oder selbst erlebt. Handicap International (HI) bietet psychosoziale Unterstützung, um den komplexen und dringenden Bedürfnissen für die mentale Gesundheit der Flüchtlinge zu begegnen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Südsudan

Die junge Republik Südsudan erlangte erst am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Seit dem 15. Dezember 2013 steht sie vor einer enormen humanitären Herausforderung. An diesem Tag begannen in der Hauptstadt Juba ethnisch und politisch motivierte Kämpfe zwischen der dem Präsidenten Salva Kiir treu ergebenen Armee und den Truppen seines ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar.

 

Die daraus resultierende Gewalt war verheerend: Gräueltaten, Massaker, interkommunale Kämpfe, Angriffe und Entführungen wurden zum Alltag und führten zur Flucht von Hunderttausenden von Menschen.
Seit Beginn der Kämpfe im Dezember 2013 sind 1,5 Millionen Südsudanesen zur Flucht aus dem Land gezwungen worden. Laut UNHCR leben im Südsudan bis Juli 2017 fast 1,8 Millionen Binnenflüchtlinge (IDPs) und mehr als 262.560 Flüchtlinge

HI ist seit 2006 im Südsudan aktiv, vor allem, um den Zugang zu Hilfsangeboten für Menschen mit Behinderung (insbesondere Minenüberlebende) zu verbessern und sicherzustellen, dass diese in die Entwicklungsinitiativen des Landes miteinbezogen werden.

 

 

 

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen: