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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Inklusive Modenschau im Kongo

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung
Demokratische Republik Kongo

Am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, fand in der Demokratischen Republik Kongo ein Event der ganz besonderen Art statt - eine Modenschau, die darauf aufmerksam machen sollte, wie wichtig Inklusion von Menschen mit Behinderung ist.
3 Modells in bunten Kleidern präsentieren sich auf dem Catwalk, sie sind von der Seite zu sehen.

3 Modells in bunten Kleidern präsentieren sich auf dem Catwalk, sie sind von der Seite zu sehen.

Highlight des Abends war eine inklusive Modenschau. | © Handicap International

Etwa 9,1 Millionen Menschen leben in der Demokratischen Republik Kongo mit einer Behinderung. Eine vollständige Integration dieser Menschen in die Gesellschaft scheint wegen vielen physischen, sozialen, ökonomischen und psychologischen Hürden äußerst schwierig. Gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Christoffel-Blindenmission (CBM) und dem Antiminenprogramm der Vereinten Nationen lud Handicap International deshalb am 3. Dezember zu einer Veranstaltung am Sitz des spanischen Botschafters Javier Hergueta mit dem Ziel, den politischen Entscheidungsträgern die Wichtigkeit der Integration von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen.

Zu den 120 Gästen zählten auch Diplomaten und Mitglieder internationaler Organisationen sowie von Behindertenverbänden und Handicap International. Sie alle erlebten an diesem Abend ein ganz besonderes Projekt: Eine inklusive Modenschau der Nicht-Regierungs-Organisation „Sourire de Femme“. Dabei waren auch einige Männer und vier Menschen mit Behinderung. „Für Naomi, 33, deren Bein eine angeborene Fehlbildung hat, war es der erste Auftritt auf dem Catwalk. Eine tolle Gelegenheit, um sich im Rampenlicht zu präsentieren“, schwärmte Agnès Mondo, Mitarbeiterin von Handicap International im Kongo.

Catherine Stubbe, Leiterin der dortigen Programme von Handicap International, nutzte die Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass es bis zu einer Gesellschaft, die auch die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt, noch zahlreicher Fortschritte bedarf: „Physische Rehabilitation bzw. eine adäquate orthopädische Ausstattung sind Bereiche, die hier im Land noch nicht sehr weit entwickelt sind. Vor allem in den entlegenen Provinzen mangelt es am Nötigsten. Was wir feststellen, ist eine schlechte Bezahlung und mangelnde Wertschätzung der orthopädietechnischen Berufe. Das verursacht einen deutlichen Mangel an qualifiziertem Personal. Leistungen für Menschen mit Behinderung sind außerdem oftmals zu teuer und dadurch für viele nicht zugänglich. Nicht zuletzt fehlt es an geeigneten Mobilitätshilfen, und die Fürsorge und Betreuung bei Behinderungen von Müttern und Kindern ist nicht immer gesichert. Allerdings wäre gerade dies essentiell.“

Dennoch fügt Catherine Stubbe hinzu, dass auch in der Demokratischen Republik Kongo positive Entwicklungen bei der Integration von Menschen mit Behinderung erkennbar sind - besonders in Richtung eines Beitritts zum Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Außerdem hätten zahlreiche Organisationen und Verbände, die bei der Veranstaltung vor Ort waren, die Absicht erklärt, ihre Projekte und Maßnahmen in Zukunft inklusiver auszugestalten.

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18 Dezember 2014
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