Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Internationaler Frauentag 2017: Unterstützung arbeitender Frauen mit Behinderung

Inklusion

Wie jedes Jahr feierten wir am 8. März den Internationalen Frauentag. Wir nutzen diesen Tag um die bemerkenswerten Leistungen von Frauen weltweit zu würdigen, aber auch um auf die Umstände hinzuweisen, die dringend geändert werden müssen.

Faw Seuth Ndiaye est malentendante. Elle travaille comme ouvrière dans l'usine de transformation de fruits Zena près du port de Dakar, au Sénégal. Elle bénéficie du soutien de Handicap International dans le cadre d'un projet d'intégration professionnelle

Faw Seuth Ndiaye hat eine Hörbehinderung und arbeitet bei der Obstverarbeitungsfabrik Zena nahe des Hafens von Dakar, Senegal. Sie wird im Rahmen des Berufsinklusionsprogrammes von Handicap International unterstützt. | © E. Fitte-Duval / Handicap International

Im Einklang mit dem diesjährigen Schwerpunktthema der Vereinten Nationen, „Frauen in der sich ändernden Arbeitswelt“, würdigt Handicap International besonders berufstätige Frauen mit Behinderung, in Anerkennung der zusätzlichen Herausforderungen, denen diese Frauen sich stellen und des wichtigen Beitrages, den sie für die Gesellschaft leisten.

Ungerecht verteilter Zugang zu bezahlter Arbeit

Von uns durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass Männer und Frauen mit Behinderung weniger Zugang zu bezahlter Arbeit haben als ihre Mitmenschen ohne Behinderung. Und wenn Menschen mit Behinderung Arbeit finden, wird diese oft schlechter bezahlt als vergleichbare Arbeit von Menschen ohne Behinderung. Unsere Untersuchungen in 10 Ländern[1] haben außerdem ergeben, dass Frauen mit Behinderung aufgrund ihres Geschlechts einer zusätzlichen Form der Diskriminierung ausgesetzt sind und daher noch häufiger von Armut, Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit bedroht als Männer mit Behinderung.

Inklusion und Stärkung der finanziellen Autonomie

Wir helfen, diese Ungerechtigkeiten zu überwinden. Rehabilitationsmaßnahmen helfen Frauen, ihre Unabhängigkeit zurückzugewinnen und nach Verletzungen wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren. In spezialisierten Berufsinklusionsprojekten arbeiten wir eng mit lokalen Arbeitgebern zusammen, um neben Barrieren am Arbeitsplatz vor allem auch Vorurteile abzubauen. Außerdem bieten wir individuelle Beratung an, um die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen von Frauen mit Behinderung zu stärken, damit diese ihr Potential voll ausschöpfen können.

Vielen Menschen mit Behinderung haben wir in der Region Dakar bereits die erfolgreiche Inklusion in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Eine von ihnen ist Ramatoulaye, die eine Gehbehinderung hat. Sie wird von unserem Berufsinklusionsprojekt unterstützt und arbeitet seit  2015 als Bankangestellte bei der Banque Atlantique. © E. Fitte-Duval / Handicap International

 

[1] Handicap International, (2016), ‘Situation of wage employment of people with disabilities: ten developing countries in focus’, http://tiny.cc/HIwageemployment

2 März 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Inklusive Arbeitsmöglichkeiten für die Schutzbedürftigsten
©HI
Inklusion

Inklusive Arbeitsmöglichkeiten für die Schutzbedürftigsten

Handicap International (HI) fördert die inklusive Beschäftigung von besonders schutzbedürftigen Menschen in Sri Lanka

„Das muss man allein mit fünf Kindern erstmal stemmen!“
© Neil Thomas/HI
Inklusion Nothilfe

„Das muss man allein mit fünf Kindern erstmal stemmen!“

Weltfrauentag: Die Geschichte einer starken Frau aus dem Mahama Flüchtlingscamp in Ruanda
Unser HI-Botschafter und „Model mit Prothese“ besuchte Ende Februar das Mahama Camp für burundische Geflüchtete in Ruanda. Mario traf viele Menschen, hörte viele Geschichten, bewegende Schicksale. Eine davon ist die der 42-jährigen Jane*. Allein mit ihren fünf Kindern floh sie 2015 von Burundi nach Ruanda.

Model Mario Galla: „Wir sollten Barrieren gar nicht erst aufbauen!“
© Neil Thomas/HI
Inklusion Öffentlichkeitsarbeit

Model Mario Galla: „Wir sollten Barrieren gar nicht erst aufbauen!“

HI-Botschafter und „Model mit Prothese“ Mario Galla besuchte für die Hilfsorganisation Handicap International Ende Februar das Mahama Flüchtlingscamp und eine inklusive Schule in Ruanda. Das 33-jährige Model – selbst mit einem verkürzten Oberschenkel geboren – möchte sich hautnah einen Eindruck davon verschaffen, wie HI Kinder und Erwachsene mit Behinderung unterstützt, ihr Leben besser zu meistern. Mario ist tief bewegt vom Schicksal der knapp 60.000 burundischen Geflüchteten im Camp Mahama und der Positivität, die sie trotz ihrer schwierigen Situation ausstrahlen.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber