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Internationaler Frauentag 2017: Unterstützung arbeitender Frauen mit Behinderung

Inklusion

Wie jedes Jahr feierten wir am 8. März den Internationalen Frauentag. Wir nutzen diesen Tag um die bemerkenswerten Leistungen von Frauen weltweit zu würdigen, aber auch um auf die Umstände hinzuweisen, die dringend geändert werden müssen.

Faw Seuth Ndiaye est malentendante. Elle travaille comme ouvrière dans l'usine de transformation de fruits Zena près du port de Dakar, au Sénégal. Elle bénéficie du soutien de Handicap International dans le cadre d'un projet d'intégration professionnelle

Faw Seuth Ndiaye hat eine Hörbehinderung und arbeitet bei der Obstverarbeitungsfabrik Zena nahe des Hafens von Dakar, Senegal. Sie wird im Rahmen des Berufsinklusionsprogrammes von Handicap International unterstützt. | © E. Fitte-Duval / Handicap International

Im Einklang mit dem diesjährigen Schwerpunktthema der Vereinten Nationen, „Frauen in der sich ändernden Arbeitswelt“, würdigt Handicap International besonders berufstätige Frauen mit Behinderung, in Anerkennung der zusätzlichen Herausforderungen, denen diese Frauen sich stellen und des wichtigen Beitrages, den sie für die Gesellschaft leisten.

Ungerecht verteilter Zugang zu bezahlter Arbeit

Von uns durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass Männer und Frauen mit Behinderung weniger Zugang zu bezahlter Arbeit haben als ihre Mitmenschen ohne Behinderung. Und wenn Menschen mit Behinderung Arbeit finden, wird diese oft schlechter bezahlt als vergleichbare Arbeit von Menschen ohne Behinderung. Unsere Untersuchungen in 10 Ländern[1] haben außerdem ergeben, dass Frauen mit Behinderung aufgrund ihres Geschlechts einer zusätzlichen Form der Diskriminierung ausgesetzt sind und daher noch häufiger von Armut, Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit bedroht als Männer mit Behinderung.

Inklusion und Stärkung der finanziellen Autonomie

Wir helfen, diese Ungerechtigkeiten zu überwinden. Rehabilitationsmaßnahmen helfen Frauen, ihre Unabhängigkeit zurückzugewinnen und nach Verletzungen wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren. In spezialisierten Berufsinklusionsprojekten arbeiten wir eng mit lokalen Arbeitgebern zusammen, um neben Barrieren am Arbeitsplatz vor allem auch Vorurteile abzubauen. Außerdem bieten wir individuelle Beratung an, um die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen von Frauen mit Behinderung zu stärken, damit diese ihr Potential voll ausschöpfen können.

Vielen Menschen mit Behinderung haben wir in der Region Dakar bereits die erfolgreiche Inklusion in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Eine von ihnen ist Ramatoulaye, die eine Gehbehinderung hat. Sie wird von unserem Berufsinklusionsprojekt unterstützt und arbeitet seit  2015 als Bankangestellte bei der Banque Atlantique. © E. Fitte-Duval / Handicap International

 

[1] Handicap International, (2016), ‘Situation of wage employment of people with disabilities: ten developing countries in focus’, http://tiny.cc/HIwageemployment

2 März 2017
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Am vergangenen Samstag fand ein inklusiver Tanzworkshop unseres Projekts ComIn in München statt. Bea Carolina Remark, Leiterin des Workshops und ausgebildete Tanzpädagogin, ist selbst seit ihrer Geburt spastisch gelähmt. Sie arbeitet seit Jahren mit Choreografen, Tanzschaffenden, Therapeuten und Universitäten im In- und Ausland zusammen.

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Zum Tag der Gehörlosen am 30.9.2018 möchte die internationale Hilfsorganisation Handicap International (HI) auf die Notwendigkeit von inklusiver Bildung auch in Ländern mit mittlerem oder schwachem Einkommen aufmerksam machen. Mit der Spendenkampagne #school4all soll den weltweit 32 Millionen Kindern mit Behinderung, die keine Schule besuchen können, der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Der Tag der Gehörlosen findet seit 1951 am letzten Septembersonntag statt, um auf die Situation der bundesweit ca. 80.000 gehörlosen Menschen hinzuweisen und für die Gebärdensprache zu werben.

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Till Mayer arbeitet als Journalist und Fotograf eng mit Hilfsorganisationen zusammen. Oft stehen dabei Menschen mit Behinderung im Fokus. Im Frühjahr 2018 besuchte der Fotojournalist den Südsudan auf Einladung von Handicap International. Hier lesen Sie Auszüge aus den Geschichten, die er dort sammelte. Für seine Reportagen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet (www.tillmayer.de). Der gesamte Artikel erschien in der Main Post, am 3. September 2018.