Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Inklusion Nothilfe
Deutschland

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

Auf dem Trainingsgelände des THW Bundeshauses wird der Bau von inklusiven Sanitäreinrichtungen geübt

Auf dem Trainingsgelände des THW Bundeshauses wird der Bau von inklusiven Sanitäreinrichtungen geübt | © GTO/THW

Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Projekt „Phase 2 – Leave no one behind!“ hat in enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) und der German Toilet Organization (GTO) humanitäre Akteure in der inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe geschult.

Theoretische Details am Vormittag

Die rund 20 Teilnehmer/-innen setzten sich ungefähr zur Hälfte aus engagierten THW Freiwilligen und Mitgliedern des WASH-Netzwerkes zusammen, die sich für ihre Auslandseinsätze vorbereiten. In den Räumen der THW Bundesschule in Neuhausen bei Stuttgart lernten die Teilnehmer/-innen gemeinsam in einem Mix aus Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeiten. Am Vormittag erfuhren sie alles zum Thema Verständnis von Behinderung in der humanitären Hilfe und allgemeinen Barrieren von Menschen mit Behinderungen. In Gruppenarbeit wurden Barrieren in der Sanitärversorgung und bei Latrinen erarbeitet und anschließend im Kurs vorgestellt.

Projektleiter Haakon Spriewald vermittelt dem Kurs technische Details

Projektleiter Haakon Spriewald vermittelt dem Kurs technische Details © GTO/THW

Im zweiten theoretischen Teil vermittelte Haakon Spriewald, Projektkoordinator von „Phase2 – Leave no one behind!“ ihnen technische Details für den Bau inklusiver Latrinen. Wie kann eine Latrine für einen Menschen mit Sehbeeinträchtigung zugänglich gemacht werden? Wie lang und breit muss eine Rampe für einen Menschen im Rollstuhl sein?

Latrinen barrierefrei bauen

Mit Fragen zur Bauplanung setzten die THW Ehrenamtlichen und Mitglieder des WASH-Netzwerkes sich am Nachmittag auseinander. Das neu erworbene Wissen floss direkt in die Bauplanzeichnung und später in die Praxis mit ein.

Am Ende der Sitzung errichteten die Teilnehmer/-innen eine barrierefreie Latrine auf dem Trainingsgelände der THW Bundesschule und beurteilten ihr Werk anschließend. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Teilnehmer/-innen freuen sich, ihre neuen Erfahrungen auf ihren baldigen Auslandseinsätzen anwenden zu dürfen.

Beispiel der inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe mit Rampe

Eine Rampe soll Rollstuhlfahrer/-innen den Zugang zur Latrine ermöglichen © GTO/THW

1 August 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten
©CARE, 2017
Nothilfe

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten

Naturkatastrophen passieren immer wieder und sind selten vorhersehbar. Deshalb hilft HI in 16 besonders gefährdeten Ländern, um die Menschen besser darauf vorzubereiten und beispielsweise die Häuser widerstandsfähiger zu machen. Im Fokus unserer Unterstützung: Hilfe für Menschen mit Behinderung, ältere Personen und Kinder. In einem unserer Projekte fördern wir nachhaltige Baumethoden, die starken Stürmen standhalten können.

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela
© HI
Nothilfe

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela

Kolumbien hat über eine Million Venezolaner und Venezolanerinnen aufgenommen, die aus ihrem Land geflüchtet sind. HI leistet dort Nothilfe für diese schutzbedürftigen Menschen. Seit 2013 herrscht in Venezuela eine schwere ökonomische, politische und soziale Krise. Der Zugang der Bevölkerung zur Gesundheitsversorgung, zu Lebensmitteln und sanitären Einrichtungen ist erheblich zurückgegangen. Die humanitären Bedürfnisse sind beträchtlich. Mindestens 3,4 Millionen Venezolaner sind aus ihrem Land geflohen, davon 2,7 Millionen in die Länder Lateinamerikas und der Karibik. Über eine Million von ihnen haben Zuflucht im Nachbarland Kolumbien gefunden.
 

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
© ISNA Agency / HI
Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Deshalb fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, das Rüstungsexportmoratorium dringend auszuweiten.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ