Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Literatur für alle dank der Braille-Schrift

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung
Kuba

Zum Anlass der Internationalen Buchmesse 2012 in Havanna hat Handicap International ein Projekt initiiert, das den Zugang für Blinde zu Literatur und Lesen im Allgemeinen optimieren möchte.

Ein junger Mann liest mit den Finger Braille-Schrift

Die Brailleschrift ermöglicht es Menschen mit einer Sehbehinderung zu lesen | © Layla Aerts / Handicap International

Obwohl sie ein unverzichtbares Ereignis für alle Buchverrückten ist, hatte die Kubanische Buchmesse bisher noch keine speziellen Projekte für blinde Leser. Dieses Jahr jedoch wurde die Idee geboren, eine Plattform für genau dieses Publikum zu schaffen.

Unter der Schirmherrschaft des ANCI (Nationale Vereinigung für blinde Personen) und in Zusammenarbeit mit mehreren kubanischen Regierungsorganisationen sowie der belgischen und kanadischen Botschaften hatte Handicap International einen Stand bei diesem Event. „Zunächst wollen wir Blinden die Möglichkeit geben, Bücher in Brailleschrift und Audio-CDs zu erwerben“, erklärt Irene Manterola, Programmdirektorin von Handicap International in Kuba. „Des Weiteren wollen wir, dass der Stand für Blinde leicht zugänglich ist. Das Ziel ist auch die Etablierung einer ständigen Plattform, damit der Zugang der Einzelnen zum Lesen garantiert wird.“

„Es ist in der Tat ein Traum, der für die Mitglieder von ANCI und Sehbehinderte im Allgemeinen wahr geworden ist, da großer Bedarf an einer solchen Initiative bestand. Der Stand an der Messe war dekoriert mit einem Bild von zwei Händen, die einen Brailletext lesen, und dem Satz: ‚Die Welt an Deinen Fingerspitzen‘. Die Früchte unserer Kultur müssen für jeden einzelnen von uns zugänglich sein.“

Der Großteil der Arbeit bestand darin, eine größere Anzahl von Braillebüchern zu veröffentlichen als dies in den vorigen Jahren von dem ANCI getan wurde. Die Auswahl der Werke beinhaltet literarische Klassiker von Autoren wie zum Beispiel García Márquez und Boccaccio, aber auch Bücher von blinden Schriftstellern. Ein Zitat von Gilda Guimera, eine der blinden Autorinnen, verdeutlicht die Rolle von Handicap International und der Ziele in diesem Projekt: „Diese Initiative ist wichtig, da sie es Menschen mit Behinderung ermöglicht, ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern. […]. Die Möglichkeit, Zugang zu Büchern mit Brailleschrift zu haben ist fabelhaft, da ich eine begeisterte Leserin war, solange meine Sehkraft dies erlaubte.“

Dieses Projekt bei der Internationalen Buchmesse ist ein Beispiel dafür, was Handicap International gerne durch sein Engagement in Kuba erreichen würde. Seit Beginn der Aktivitäten auf der Insel im Jahr 1998 hat die Organisation an vielen Projekten teilgenommen, die für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Menschen mit Behinderung essentiell sind (die Herstellung von Prothesen, Projekte zur Inklusion in Schulen etc.). Durch die Vielfältigkeit der Projekte hofft Handicap International, das Leben von Menschen mit Behinderung verbessern zu können.

19 Juni 2012
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

Eine Rampe für die Bildung
© C. Briade/HI
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Eine Rampe für die Bildung

Chelsia aus Mosambik benötigt seit Geburt einen Rollstuhl. Einer Einschulung wurden dadurch viele Hindernisse in den Weg gelegt. Handicap International hat Chelsia deshalb in das Rehabilitations- und inklusive Bildungsprojekt aufgenommen, um ihr gleiche Chancen in der Schulausbildung zu ermöglichen.

Bildung als Schlüssel zum Erfolg - „Die Pharos“ in Mosambik
© HI
Inklusion

Bildung als Schlüssel zum Erfolg - „Die Pharos“ in Mosambik

Das geht ans Herz – Mitten in einem Armenviertel in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik im Süden Afrikas. Deutschlands bekanntester TV-Hypnotiseur Martin Bolze und Michaela Scherer – bekannt als „Die Pharos“ - sind einmal bis fast an die Südspitze von Afrika geflogen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie Handicap International in einem der ärmsten Länder der Welt hilft.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ