Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Rollstühle, speziell für Kinder mit Behinderung gebaut

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie
Haiti

Ein speziell angefertigter Rollstuhl kann das Leben eines Kindes mit schwerer Behinderung ändern. Wenn ein Kind zum Beispiel ans Bett gefesselt ist, kann es sich aufsetzen und sehen, was um es herum passiert. Der Rollstuhl ändert nicht nur sein Blickfeld, er lässt es am Leben teilhaben. Das Team von Handicap International, das in verschiedenen Vierteln in Port-au-Prince tätig ist, weiß um die Möglichkeiten, die solche Geräte für Kinder bieten, und ist äußerst engagiert bei der Sache.

Marie und Frantz sind ein gutes Team – vor allem, wenn sie gemeinsam eine Familie besuchen. Frantz, der gerade dabei ist, seine Ausbildung zum Orthopädietechniker bei Handicap International abzuschließen, passt die Rollstühle den Bedürfnissen der Kinder so gut wie möglich an. Unterdessen untersucht Marie, die seit dem Erdbeben vom Januar 2010 als Physiotherapeutin bei Handicap International arbeitet, das Kind. Sie berät auch die Eltern. „Sie müssen ständig die Füße stimulieren”, sagt sie eindringlich.

Das dynamische und freundliche Team besucht wöchentlich die Familien von Kindern mit Behinderung, die von Mitarbeitenden von Handicap International ausfindig gemacht werden. Viele leiden unter infantiler Zerebralparese. Wenn Marie feststellt, dass eines der Kinder Rehabilitationsmaßnahmen benötigt, verweist sie die Familie an ein Rehabilitationszentrum (wie das von Healing Hands for Haiti, eines Partners von Handicap International).

Wenn ein Kind einen speziell angefertigten Rollstuhl benötigt, nehmen Marie und Frantz die Maße. „Man muss äußerst genau arbeiten, weil der Rollstuhl dem Körper des Kindes genau angepasst sein muss, vom Scheitel bis zur Sohle“ erklärt Frantz. Im Anschluss daran wird der Rollstuhl von Frantz und seinen Kollegen in einer Werkstatt, die von Handicap International und Healing Hands for Haiti aufgebaut wurde, zusammengebaut. Eine Woche später bringt das Team den Rollstuhl persönlich zur Familie und nimmt gegebenenfalls letzte Anpassungen vor. Einige Wochen später besucht das Team die Familie nochmals, um zu sehen, ob das Kind gut mit dem Rollstuhl zurechtkommt.

Das Team von Handicap International wird stets von einem oder einer Freiwilligen, wie der Studentin Rose-Mika, begleitet. Ihre Beweglichkeit ist seit dem Erdbeben eingeschränkt und sie kann nicht ohne Krücken gehen. Rose-Mika passt genau auf, wenn Marie der Familie Hinweise gibt, damit sie die Familie später bei deren Umsetzung unterstützen kann. Sie wird die Familie einmal wöchentlich besuchen, um nach dem Kind zu sehen und Handicap International zu informieren, falls es Probleme mit dem Rollstuhl geben sollte.

14 Januar 2014
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Weltflüchtlingstag 20. Juni: Geflüchtete mit Behinderung haben es besonders schwer
©Wolfram Buttschardt/HI
Inklusion

Weltflüchtlingstag 20. Juni: Geflüchtete mit Behinderung haben es besonders schwer

Knapp 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Das sind im Durchschnitt täglich 44.400 Menschen, die aufgrund von Konflikten und Verfolgung fliehen müssen. Jedes Jahr am 20. Juni würdigt das UN-Flüchtlingshilfswerk all diese Millionen Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen mit Behinderung. So wie beispielsweise für Mohamad Jolo. Der blinde Musiker aus Rakka in Syrien kam 2015 mit der Hilfe eines Freundes aus Aleppo nach Deutschland. Der Anfang war voller Barrieren. Inzwischen ist er gut integriert. In München unterstützt die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) im Rahmen des Projekts „ComIn“ Geflüchtete und Migrant/-innen mit Behinderung durch Beratung und spezielle Kurse.

Diversity-Tag 2019 in München
© HI
Rechte von Menschen mit Behinderung

Diversity-Tag 2019 in München

Der Verein Charta der Vielfalt ist Initiator des bundesweiten Deutschen Diversity-Tags, der zum siebten Mal am 28. Mai 2019 stattfand. An diesem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity in internen oder externen Aktionen öffentlich. Neben weiteren Organisationen bot auch Handicap International eine Aktion für interessierte Beschäftigte der Münchener Stadtverwaltung an, um die Vielfalt der Stadtverwaltung zu thematisieren. Das Motto: Barrieren haben viele Gesichter!

Samira: ein Schritt nach dem anderen
© Abir Abdullah/HI
Rehabilitation und Orthopädie

Samira: ein Schritt nach dem anderen

Das Leben in den überfüllten Flüchtlingscamps ist für Rohingya-Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat Myanmar nach Bangladesch geflohen sind, kein einfaches - ganz besonders für Kinder wie Samira, die mit einer Behinderung leben. Um diese Kinder kümmern sich die mobilen Teams von Handicap International, die mit Physiotherapie und weiteren Maßnahmen das Leben der Betroffenen und ihrer Familien erleichtern.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ