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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Senegal: Minenräumung beendet

Minen und andere Waffen
Senegal

Handicap International (HI) hat die Minenräumungsaktionen in Casamance abgeschlossen. Die seit 2011 laufende Minenräumung wurde nur im Jahr 2014 für ein paar Monate unterbrochen. Durch das sechsjährige Projekt wurden mehr als 160.000 Quadratmeter Land gesichert und geräumt. Das entspricht einer Fläche von 24 Fußballfeldern. Etwa 1,5 Millionen Bewohner und Bewohnerinnen der Region profitieren davon.

Handicap International bei der Minenräumung im Senegal

Ein Entminer von Handicap International beaufsichtigt den „Digger". | © HI

Zwischen 2012 und 2017 hat das HI Minenräumungsteam im Senegal 163.203 Quadratmeter Land, vor allem Felder und Transportrouten, für insgesamt 12 Dörfer geräumt. Die Bedrohung durch Minen und explosive Reste  –  Hinterlassenschaften eines Unabhängigkeitskonflikts in der Region in den 1980er und 1990er Jahren – wurde für mehr als 1,5 Millionen Menschen beseitigt.

HI hat verschiedene Techniken zur Entminung verwendet: Manuelle Minenräumung mit Metalldetektoren, Entminungshunde in den Jahren 2015 und 2016 und einen „Digger“, der die Operation ab Februar 2016 deutlich beschleunigte. Ein Digger ist ein gepanzertes Minenräumungsfahrzeug, das ähnlich einem Mähdrescher Gewichte aus Metall an der Vorderseite hat. Wenn die Gewichte den Boden berühren, detonieren Minen und andere explosive Reste. Der Digger kann 400 bis 500 Quadratmeter in der Stunde abdecken, abhängig von der Vegetation und der Beschaffenheit der Erde. Das entspricht einem Gebiet von 24.000 bis 30.000 Quadratmetern an einem sechsstündigen Arbeitstag. Ein Minenräumungsteam mit Hunden kann an einem Arbeitstag durchschnittlich 300 bis 400 Quadratmeter sichern.

Seit die Operationen 2011 angefangen haben, wurden 27 Minen sichergestellt. „Manche wurden im Feld zerstört, andere haben wir neutralisiert und eingelagert. Diese Minen können wir für die Minenräumungstrainings verwenden oder um den Hunden beizubringen, wie sie Minen identifizieren.“, erklärt Faly Keita, Leitung der HI Basis in Casamance.

Der Digger hat den HI Teams vor allem bei der Aufspürung der „PRBM 35“ Minen in dem Gebiet geholfen, weil diese nicht mit Detektoren identifiziert werden können.

„Minenräumung hat das Vertrauen der Bevölkerung wiederhergestellt und ihnen ermöglicht, das Land sorgenfrei wieder zu bestellen. Menschen aus dem Dorf Kanico konnten im Januar sogar eine Kirche in einem von HI geräumten Areal bauen.“,  fügt Faly hinzu.

Senegal hat die Ottawa-Konvention über das Verbot von Landminen 1998 unterzeichnet und erwartet 2021 minenfrei zu sein.


Eindrücke von der Minenräumung in Casamance:

 

24 November 2017
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Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

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