Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Situationsbericht zum Hurrikan Matthew auf Haiti

Nothilfe
Haiti

Nach dem Hurrikan, der am 4. Oktober 2016 auf den Südwesten und Nordwesten Haitis traf, hat Handicap International ein erstes mobiles Team auf den Weg gebracht, das in den Krankenhäusern und den Sammelunterkünften im Departement Sud Hilfe leistet. Wir haben die Situation der betroffenen Bevölkerung evaluiert, die weiterhin problematisch ist.

Handicap International leistet Erstversorgung mit Rehabilitation für Verwundete und Menschen mit Behinderung, verteilt Mobilitätshilfen und ermittelt die besonders Schutzbedürftigen, die spezielle Unterstützung benötigen. Zur Verstärkung wurde ein zweites mobiles Team aufgestellt.

Handicap International plant ebenso die Verteilung von 1000 Nothilfesets (Schutzsets bestehend aus Seilen, Planen etc. zum Bau von Unterkünften, Hygienesets und wichtige Haushaltsartikel), um der Bevölkerung bessere Wohn- und Lebensverhältnisse zu ermöglichen.

Seit dem 4. Oktober 2016 von Handicap International durchgeführte Aktivitäten:

  • Rehabilitationsmaßnahmen und psychosoziale Unterstützung: 133 Personen
  • Nothilfesets: 1 000
  • Verteilung von Mobilitätshilfen und Spezialmaterial (laufend)
  • Logistikplattform (laufend)

Hintergrund

Drei Wochen nach dem Hurrikan Matthew, der am 4. Oktober 2016 den Südwesten und Nordwesten Haitis verwüstete und 2,1 Millionen Menschen in Mitleidenschaft gezogen hat, benötigen noch immer 1,4 Millionen humanitäre Hilfe. Mehr als 146.000 Häuser wurden zerstört, beschädigt oder überflutet und mehr als 175.500 Menschen sind in 224 Notunterkünften untergebracht. Zudem sind vom 20. auf den 21. Oktober schwere Regenfälle auf das Departement Sud niedergegangen, das bereits vom Hurrikan stark verwüstet worden war. Die Felder sind überschwemmt und zahlreiche Straßen komplett unpassierbar. Die Bevölkerung, die bereits ihre Plantagen und ihr Haus verloren hatte, muss nun diese weitere Katastrophe ertragen.

Um den Schutzbedürftigsten zu helfen, hat Handicap International ein Team von neun ausländischen Nothilfefachkräften aufgestellt, die die Hilfsmaßnahmen in den vom Hurrikan betroffenen Gebieten leiten.

Humanitäre Situation:

  • Betroffene Menschen: 2,1 Millionen
  • Menschen mit Hilfsbedarf: 1,4 Millionen
  • Vertriebene: 175.000
  • Zerstörte Häuser: 146.000
7 November 2016
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Aufräumen nach Taifun Mangkhut
@ HI
Nothilfe

Aufräumen nach Taifun Mangkhut

Am 15. September 2018 traf der Taifun Mangkhut auf den Norden der Philippinen. Mehr als eine Million Hektar Ackerland wurden zerstört oder beschädigt. In Pinukpuk  wurden 90% der Maisplantagen und 60% der Reisplantagen zerstört. Viele abgelegene Gebiete waren durch Erdrutsche und verwüstete Straßen nicht mehr zugänglich.

„Das muss man allein mit fünf Kindern erstmal stemmen!“
© Neil Thomas/HI
Inklusion Nothilfe

„Das muss man allein mit fünf Kindern erstmal stemmen!“

Weltfrauentag: Die Geschichte einer starken Frau aus dem Mahama Flüchtlingscamp in Ruanda
Unser HI-Botschafter und „Model mit Prothese“ besuchte Ende Februar das Mahama Camp für burundische Geflüchtete in Ruanda. Mario traf viele Menschen, hörte viele Geschichten, bewegende Schicksale. Eine davon ist die der 42-jährigen Jane*. Allein mit ihren fünf Kindern floh sie 2015 von Burundi nach Ruanda.

Geberkonferenz Jemen - Gemeinsames Statement INGOs
© Feida / HI
Minen, Streubomben und andere Waffen Nothilfe

Geberkonferenz Jemen - Gemeinsames Statement INGOs

Seit der Eskalation des Konflikts im Jemen vor fast vier Jahren ist der humanitäre Bedarf im Land drastisch gestiegen. Es wird geschätzt, dass 24 Millionen Menschen – das sind 80 Prozent der Bevölkerung – im Jahr 2019 in irgendeiner Form humanitäre Hilfe benötigen[1]. Diese Zahl ist innerhalb von nur 12 Monaten um zwei Millionen bzw. 10 Prozent gestiegen. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft im Jemen fast vollständig zusammengebrochen ist, sich der Konflikt über weite Teile des Landes erstreckt, Völkerrecht missachtet wird und immer mehr zivile Infrastrukturen zerstört werden. Insbesondere Schulen und Krankenhäuser sind betroffen. Darüber hinaus haben die Menschen keinen Zugang zu grundlegender Versorgung, was dazu beiträgt, dass viele an vermeidbaren Krankheiten sterben, die Anzahl der Vertriebenen stark ansteigt und sexuelle Gewalt zunimmt.

 

 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber