Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Statement zur anhaltenden Blockade im Jemen: „Millionen Menschen droht Hunger und Tod“

Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit Politische Kampagnenarbeit
Jemen

Bonn/Berlin/Sana’a, 17. November 2017. Eine Koalition von Hilfsorganisationen im Jemen klagt die anhaltende Blockade von überlebenswichtigen humanitären und kommerziellen Lieferungen durch die von Saudi Arabien geführte Koalition an. Neben Handicap International zählen CARE, Save the Children, ADRA und Aktion gegen den Hunger zu den Unterzeichnern des Aufrufs. Die Hilfsorganisationen fordern eine sofortige Aufhebung der Blockade.

Junge im Norden Jemens durch Kämpfe querschnittsgelähmt

Physiotherapie von Handicap International für einen gelähmten Jungen, der bei Kämpfen im Norden Jemens verletzt wurde | © Camille Gillardeau / Handicap International

Seit nunmehr elf Tagen verhindert die Blockade fast aller jemenitischen Seehäfen, Flughäfen und Landübergänge die Einfuhr von Lebensmitteln, Treibstoff, Medikamenten und Vorräten. Millionen von Menschen drohen damit verstärkt Krankheiten, Hunger und Tod. Die Wiedereröffnung der See- und Flughäfen von Aden ist zwar eine positive Entwicklung, allerdings wird es den Hilfsorganisationen dadurch nicht möglich sein, die Bedürfnisse im gesamten Land zu decken.

Die anhaltende Behinderung der Einfuhr von Hilfsgütern, die die von Saudi Arabien geführte Koalition durchführt, ist eine Maßnahme, deren Konsequenz nicht weniger als eine kollektive Bestrafung von Millionen von Menschen im Jemen darstellen könnte.

Die derzeitige Blockade verschärft die schlimmste humanitäre Krise der Welt, in der nach fast drei Jahren Krieg mehr als 20 Millionen Menschen Hilfe benötigen. Sieben Millionen befinden sich bereits am Rande einer Hungersnot.

Die Hilfsorganisationen im Jemen fordern die von Saudi Arabien geführte Koalition auf, unverzüglich alle jemenitischen Häfen für humanitäre und kommerzielle Fracht zu öffnen. Ohne sie sind Millionen Jemeniten von Hunger und Tod bedroht. Außerdem fordern wir, die humanitären Flüge nach Sanaa wieder aufzunehmen, damit Helfer und Hilfsgüter zügig ins Land kommen können.

Gleichzeitig fordern wir von allen Konfliktparteien die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, besonders den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bei der Durchführung von Kampfhandlungen sowie die Sicherstellung eines ungehinderten humanitären Zugangs.

Schließlich appellieren wir an alle Staaten, die Einfluss auf die Konfliktparteien haben, ihr Engagement für eine politische Lösung der Krise zu verstärken. Das Leiden des jemenitischen Volkes muss ein Ende haben.

download-4.jpg
17 November 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik
©P.Pillon/ HI
Nothilfe

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik

Seit dem verheerenden Wirbelsturm am 15. März befindet sich Mosambik in einer absoluten Notlage. Der aktuelle Stand laut dem UN-Nothilfebüro OCHA: 602 Todesopfer, 4.979 Cholera-Erkrankungen, über 70.000 Obdachlose und insgesamt 1,85 Millionen betroffene Personen.   

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International
© Kaufland
Öffentlichkeitsarbeit

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International

Die Supermarktkette Kaufland hat sogenannte Bienenhotels in ihr Sortiment aufgenommen. Für jedes verkaufte Bienenhotel spendet Kaufland 1 Euro an Handicap International und unterstützt dadurch Menschen mit Behinderung weltweit. 

Die hölzernen „Häuser“ erinnern  an Vogelhäuschen und werden in 650 Filialen angeboten. Diese bieten den Bienen einen perfekten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Die Bienenhotels werden in ausgewählten Behinderten-Werkstätten in Handarbeit gefertigt. Mit dem Kauf eines Bienenhäuschens wird nicht nur den wichtigen Insekten geholfen, sondern auch Menschen mit Behinderung in HI-Projekten.

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe
© C.Briade/HI
Nothilfe

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe

Unsere Teams vor Ort bekommen einen immer besseren Überblick über die Situation in Mosambik. Wichtige Zufahrtswege sind zwar inzwischen geräumt, doch sind viele abgelegene Gebiete weiterhin von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Die Logistikexperten von Handicap International koordinieren nicht nur die Beseitigung der Trümmer, sondern versuchen auch Wege frei zu legen und neue Zufahrten in die betroffenen Gebiete zu schaffen. Die Unterstützung von besonders bedürftigen Menschen hat für Handicap International höchste Priorität.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber