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Stop Bombing Civilians! 7 Jahre Syrien-Krieg

Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit
Syrien

Seit sieben Jahren schon tobt der Krieg in Syrien – mit unzähligen Opfern aus der Zivilbevölkerung. Wir nehmen diesen traurigen Jahrestag zum Anlass, unsere Online-Kampagne „Stop Bombing Civilians“ in die nächste Phase zu schicken – und erneut zu fordern: Stoppt die Bomben auf Wohngebiete! Geben Sie uns Ihre Stimme und unterzeichnen Sie die Petition.

Qusay aus Syrien verlor bei einem Bombenangriff beide Beine

Qusay aus Syrien verlor bei einem Bombenangriff beide Beine | HI

Die Bombardierung von bewohnten Gebieten ist zu einer gängigen Praxis in aktuellen Konflikten wie im Irak, Jemen oder Syrien geworden. Die Opfer stammen zu 92 Prozent aus der Zivilbevölkerung – eine alarmierende Zahl! Handicap International ruft zur Unterzeichnung der Online-Petition auf, um beteiligte Staaten zum sofortigen Handeln zu bewegen. Die Staaten sollen eine politische Deklaration erarbeiten, die den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten beendet und den Schutz der Zivilbevölkerung stärkt. Ziel ist es, eine Million Unterschriften zu sammeln und diese  an die Vereinten Nationen und politische Entscheidungsträger im September 2018 zu überreichen. Über 390.000 Unterschriften konnten wir bereits sammeln – helfen Sie mit!

Explosive Waffen töten und verstümmeln

Syrien leidet, die Bevölkerung ist traumatisiert, täglich ereignen sich in den betroffenen Gebieten durchschnittlich 91 Angriffe durch Bomben oder andere Waffen. Die humanitären Auswirkungen von Bomben auf Wohngebiete sind entsetzlich – und das nicht nur in Syrien: schwere und zu Behinderungen führende Verletzungen, psychische Traumata, Vertreibung und Verarmung der Bevölkerung, Zerstörung essentieller Infrastruktur, Zusammenbruch des sozialen und wirtschaftlichen Gefüges… Bombenangriffe sind zu einer gängigen Praxis in den jüngsten Konflikten wie im Irak, Syrien oder Jemen geworden. Internationales humanitäres Völkerrecht wird dabei mit Füßen getreten, denn: Die Bombardierung der Zivilbevölkerung ist ein Verbrechen.

„Wir rufen jeden dazu auf ‚Stopp!‘ zu sagen und unsere Petition zu unterzeichnen. Wir möchten die Staaten dazu bringen, die humanitären Folgen von Bomben auf Wohngebiete wahrzunehmen –. Die Opfer der Bombenangriffe – häufig willkürlich und im schlimmsten Fall gezielt – sind fast immer Zivilisten“, sagt Eva-Maria Fischer, Leitung Advocacy bei HI Deutschland.

Hier erfahren Sie mehr über die Kampagne und einzelne Schicksale.

13 März 2018
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10 Jahre Vertrag zum Streubombenverbot
© Federico Visi

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Anlässlich des 10. Jahrestages erinnern wir an die Besiegelung des Vertrages zum Verbot von Streubomben. Am 30. Mai 2008 endete in Dublin die entscheidende Konferenz des so genannten Oslo-Prozesses für ein Streubombenverbot. Nach 15-monatigen Verhandlungen einigten sich die beteiligten Staaten, darunter Deutschland, auf einen Vertragstext. Im Dezember desselben Jahres wurde dann in Oslo u.a. vom damaligen Außenminister Steinmeier der Vertrag unterzeichnet, 2010 trat er in Kraft. Für die Vertragsstaaten bedeutete das ein Verbot der Herstellung, Lagerung, des Einsatzes und des Handels mit Streubomben sowie die Verpflichtung, betroffene Regionen und Menschen zu unterstützen.

Jubiläumsfeier: 20 Jahre HI Deutschland
Patrick Hoese

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Am 3. Mai feierten wir in München die Gründung des Deutschen Vereins vor 20 Jahren und die der internationalen Organisation vor 35 Jahren. Unsere rund 150 Gäste erlebten ein vielfältiges und interaktives Programm und konnten tiefer in unsere Arbeit eintauchen. Mit dabei war auch Gnep Smoeun, eines der ersten kambodschanischen Kriegsopfer, das HI Anfang der 80er Jahre mit einer Prothese ausstattete. An verschiedenen Thementischen konnten sich die Gäste über unseren Einsatz informieren, „mit Handicap“ Golf spielen oder die Brutalität von Landminen spüren. Die Musik der Band „Süße Lotte“, einer Gruppe von Musikern mit Behinderungen, sorgte für den musikalischen Rahmen.

AOAV-Report: Zahl der getöteten Zivilist/-innen steigt 2017 um 38 Prozent
Ph. Houliat / HI

AOAV-Report: Zahl der getöteten Zivilist/-innen steigt 2017 um 38 Prozent

42.972 Menschen sind 2017 durch Angriffe mit explosiven Waffen getötet oder verletzt worden. Allein 31.904 Opfer sind Zivilist/-innen. Diese Zahlen gab die internationale Beobachtungsstelle Action on Armed Violence (AOAV) in London bekannt. So ist die Zahl der Getöteten um 38 Prozent im Vergleich zu 2016 gestiegen. Die meisten wurden in Wohngebieten getroffen. Eines der vielen Kinder, das durch explosive Waffen verletzt oder getötet wurde, ist Abdel Rahman. Dem irakischen Jungen musste nach einer Bombardierung in Mossul ein Bein amputiert werden.