Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

90 Schicksalsschläge: Street-Art-Aktion auf Berliner Gendarmenmarkt

Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland

Mit der Porträt-Kunst-Aktion „90 Schicksalsschläge“ macht HI am Freitag, 5.10., auf dem Berliner Gendarmenmarkt auf die Opfer der Bombardierungen von Wohngebieten aufmerksam. Jeden Tag werden 90 Zivilist/-innen durch Explosivwaffen getötet oder verletzt. 92 Prozent der Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung – darunter viele Frauen und Kinder. Die Aktion ist Teil des „Inside Out Projekts“ und unterstützt unsere weltweite Kampagne „Stop bombing civilians“.

90 überlebensgroße Porträts werden auf dem Berliner Gendarmenmarkt ausgelegt

90 überlebensgroße Porträts werden auf dem Berliner Gendarmenmarkt ausgelegt | © Claire Thomas, Gaylord Giordanino, Juan Manuel Vargas Ramirez, Till Mayer

90 Porträt-Aufnahmen von je 90 x 135 Zentimeter werden auf dem Gendarmenmarkt ausgelegt. Die Ausstellung soll gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Ballungsgebieten und deren verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung mobilisieren. Den 90 Opfern pro Tag wird so ein Gesicht gegeben. Stellvertretend für die Betroffenen weltweit zeigen die Aufnahmen Menschen aus Laos, Irak, Südsudan und Kolumbien. Die Folgen der Bombardierungen sind katastrophal: Tod, Behinderungen, psychische Traumata, Zwangsumsiedlungen, Zerstörung wesentlicher Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Schulen, Verseuchung großer Gebiete mit explosiven Resten. Die Städte Rakka in Syrien, Mossul im Irak und die Donbass-Region in der Ukraine sind besonders stark betroffen. Acht Millionen Tonnen Schutt sind allein in Mossul durch explosive Rückstände verunreinigt.

Die Aktion von HI findet auch in Paris, Lyon und Luxemburg statt und wird im Rahmen des „Inside Out Projekts“ organisiert. Das 2011 initiierte Projekt des französischen Künstlers JR bietet Einzelpersonen und Gruppen auf der ganzen Welt ein Instrument, um auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen.

Hier gibt es mehr Informationen zum „Inside Out Projekt“.

Hier mehr Infos zur Kampagne Stop bombing civilians.

28 September 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus
© Nicolas Axelrod/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus

München, 28. August 2019. Der am 29. August veröffentlichte Streubomben Monitor 2019 zeigt, dass es weiterhin weltweit Opfer durch Streubomben gibt. In Syrien wurden erneut Angriffe mit diesen menschenverachtenden Waffen verzeichnet. In insgesamt acht Ländern und einem Gebiet wurden Menschen durch explosive Reste getötet oder verletzt. 99 Prozent der Opfer stammten aus der Zivilbevölkerung. Vom 2. bis 4. September fand in Genf die Konferenz der Mitgliedsstaaten des Oslo-Vertrags statt. Dieser Vertrag verbietet den Mitgliedsstaaten den Einsatz, die Herstellung, die Lagerung und Weitergabe von Streumunition. Gemeinsam mit der internationalen Kampagne CMC war HI in Genf dabei, um die Staaten an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Erfreulicherweise sind bereits 99 Prozent der Streubomben aus Beständen der Vertragsstaaten vernichtet und auch die Räumung betroffener Gebiete macht Fortschritte - selbst wenn erste Verlängerungsanträge gestellt werden mussten. Die Räumung ist lebensnotwendig, da Streubomben durch ihre vielen Blindgänger eine tödliche und langfristige Bedrohung für die lokale Bevölkerung darstellen.  

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht
© Elisa Fourt/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht

Am 12. August jährt sich die Unterzeichnung der vier Genfer Abkommen von 1949 zum 70. Mal. Die Genfer Abkommen bilden das Kernstück des heutigen Humanitären Völkerrechts und schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen.

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ