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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Video: Libyen – Die Gefahr durch explosive Kriegsreste

Minen, Streubomben und andere Waffen
Libyen

Explosive Waffen wie Artillerie-, Mörser- und Handgranaten stellen eine überaus große Bedrohung für die Bevölkerung in Libyen dar. Ob in Wohngebieten, auf Ackerflächen, oder in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern, versteckte Gefahren lauern überall.

Die Kampfmittelräumungsexperten von Handicap International identifizieren diese Waffen und zerstören sie bei kontrollierten Sprengungen an extra dafür vorgesehenen Plätzen oder, falls nötig, direkt an Ort und Stelle.

Der Film zeigt Mitglieder unseres Teams in Misrata bei ihrer täglichen Arbeit, darunter Khaled Alwadawi, Leiter Risikoaufklärung, Ian Forde, Kampfmittelräumer, und Paul McCullough, Programmleiter Libyen von Handicap International. Die Experten führen eine gezielte Sprengung einer Granate durch, die auf einem Bauernhof gefunden wurde und besichtigen außerdem einen alten Munitionsbunker. Durch dessen Bombardierung wurden hunderttausende der gelagerten explosiven Waffen auf einem Areal von ca. 150 ha verstreut. Bis heute hat Handicap International dort bereits über 112.000 explosive Kriegsreste sichern und gezielt vernichten können.

Durch die achtmonatigen Kämpfe und die andauernde Instabilität im Land hat sich auch die Risikowahrnehmung der Zivilbevölkerung stark verändert. Leichtwaffen sind in großer Zahl im Umlauf und die Zahl der Verletzungen durch Schusswaffen ist dramatisch angestiegen. Unsere Risikoaufklärungsteams arbeiten deshalb mit lokalen Behörden und Schulen zusammen, um die Bevölkerung für die Gefahr von Leichtwaffen zu sensibilisieren.

13 März 2015
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HI warnt: Entminung immer schwieriger
Till Mayer/HI
Minen, Streubomben und andere Waffen

HI warnt: Entminung immer schwieriger

München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

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Der Vertrag gegen Anti-Personenminen wird 20 Jahre alt. Seitdem sind die Opferzahlen drastisch gesunken.

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Geberkonferenz Jemen - Gemeinsames Statement INGOs

Seit der Eskalation des Konflikts im Jemen vor fast vier Jahren ist der humanitäre Bedarf im Land drastisch gestiegen. Es wird geschätzt, dass 24 Millionen Menschen – das sind 80 Prozent der Bevölkerung – im Jahr 2019 in irgendeiner Form humanitäre Hilfe benötigen[1]. Diese Zahl ist innerhalb von nur 12 Monaten um zwei Millionen bzw. 10 Prozent gestiegen. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft im Jemen fast vollständig zusammengebrochen ist, sich der Konflikt über weite Teile des Landes erstreckt, Völkerrecht missachtet wird und immer mehr zivile Infrastrukturen zerstört werden. Insbesondere Schulen und Krankenhäuser sind betroffen. Darüber hinaus haben die Menschen keinen Zugang zu grundlegender Versorgung, was dazu beiträgt, dass viele an vermeidbaren Krankheiten sterben, die Anzahl der Vertriebenen stark ansteigt und sexuelle Gewalt zunimmt.

 

 

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