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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Der Oslo-Vertrag

Nachdem die massiven Streubomben-Einsätze in Südostasien, auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan oder im Libanon verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung hatten, begann 2007 der so genannte Oslo-Prozess. Er führte in knapp zwei Jahren zu einem Verbotsvertrag, der am 1. August 2010 in Kraft trat. Entscheidend geprägt wurde dieser Erfolg von der von Handicap International mit begründeten internationalen Kampagne Cluster Munition Coalition.

Der Vertrag verbietet den Einsatz, die Lagerung, den Handel und die Produktion von Streubomben. 120 Länder haben ihn unterzeichnet und 102 Staaten ratifiziert. Seit Inkrafttreten des Übereinkommens am 1. August 2010 haben 35 Vertragsstaaten 1,4 Millionen Streubomben und insgesamt 175 Millionen Submunitionen vernichtet. Dies entspricht 99 Prozent der von den Vertragsstaaten angegebenen Streumunition. Im Berichtsjahr 2017 wurden 93 Quadratkilometer Land (doppelt so groß wie die Hauptstadt Luxemburgs) geräumt sowie 153.000 Submunitionen gesichert und zerstört. Insgesamt bleiben weltweit 26 Staaten und drei Regionen mit Submunitionsrückständen kontaminiert.

Unterzeichnung des Vertrags zum Verbot von Streubomben in Oslo 2008

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