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Bangladesh

Seit 1997 arbeitet Handicap International in Bangladesch. Wir sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft teilhaben können und ihre Rechte respektiert werden.

Bangladesh - Handicap International

© Shumon Ahmed / CDD

Laufende Aktivitäten

Wir arbeiten in Bangladesch, um die Inklusion der schutzbedürftigsten Menschen zu fördern, indem wir den Zugang zu Rehabilitation und gesellschaftlicher Inklusion für alle Menschen mit einer Behinderung verbessern

Wir arbeiten zudem in zwei Flüchtlingslagern mit Rohingya-Flüchtlingen, einer ethnischen Gruppe aus Myanmar. Wir stellen sicher, dass die Menschen mit Behinderung in den Camps und den umliegenden Dörfern Rehabilitationstherapie erhalten und unterstützen deren soziale und ökonomische Inklusion.

Kinder mit Behinderung zählen immer noch zu den am wenigsten berücksichtigten Gruppen des Landes. Nur sehr wenige von ihnen gehen zu Schule. Sie sind oft unsichtbar, stigmatisiert und Opfer von Misshandlung, Ausbeutung und Ablehnung. Seit 2016 und für eine Dauer von 4 Jahren setzen wir uns  mit dem Projekt „Growing Together“, zusammen mit der IKEA-Stiftung dafür ein, Spielplätze in den Flüchtlingscamps in Thailand, Bangladesch und Pakistan inklusiv und sicher zu gestalten. Das Projekt wird es 13.000 Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen, miteinander zu spielen und in einer sicheren und inklusiven Umgebung aufzuwachsen.

Des Weiteren engagieren wir uns im Bereich der Rehabilitation in Bangladesch und entwickeln vor Allem ein ausgereiftes Pflegesystem für Rehabilitation in Zusammenarbeit mit der Regierung. Außerdem helfen wir Menschen mit Behinderung dabei, Zugang zur Arbeitswelt zu erhalten, mehr Eigenständigkeit zu erreichen und besser in ihren Gemeinden integriert zu werden.

Neues aus den Projekten

„Ich habe gemerkt, wie stark sich sein Leben verändert hat“
© HI / P. Poussereau

„Ich habe gemerkt, wie stark sich sein Leben verändert hat“

HI  Physiotherapeutin Farhana arbeitet im Kutupalong Camp in Bangladesch, eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Ibrahim ist einer von mehr als 600.000 Rohingya, die vor der im August 2017 ausgebrochenen Gewalt in Myanmar geflohen sind. Er ist einer von vielen und hat bleibende Verletzungen erlitten. Dank der Physiotherapie mit Farhana macht Ibrahim große Fortschritte.

Bangladesch: Unterstützung für Familien in Flüchtlingslagern
© Reiza Dejito / HI

Bangladesch: Unterstützung für Familien in Flüchtlingslagern

Ayesha Begum ist 22 Jahre alt. Anfang September fand sie Zuflucht in Bangladesch, wo sie mit ihren Brüdern und ihren drei Kindern in einer Übergangsunterkunft am Rande des Flüchtlingslagers Kutupalong lebt. Ihr Mann ist tot. Sie nimmt an einer Elterngruppe teil, die von HI organisiert wird und geflüchteten Müttern psychosoziale Unterstützung anbietet. Ayesha Begum ist 22 Jahre alt. Anfang September fand sie Zuflucht in Bangladesch, wo sie mit ihren Brüdern und ihren drei Kindern in einer Übergangsunterkunft am Rande des Flüchtlingslagers Kutupalong lebt. Ihr Mann ist tot. Sie nimmt an einer Elterngruppe teil, die von HI organisiert wird und geflüchteten Müttern psychosoziale Unterstützung anbietet.

Bangladesch: Das Leben als Flüchtling mit Behinderung
© Hossain Moazzem / HI

Bangladesch: Das Leben als Flüchtling mit Behinderung

Abu Sadeq ist einer von 600.000 Rohingya, die seit dem 25. August aus Myanmar geflohen sind. Durch eine Verletzung vor einigen Monaten leidet er jetzt unter einer Behinderung. Er beschreibt sein Leben im Uchinprang-Lager in Bangladesch.

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Hintergrund

Bangladesch ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt.

Bangladesch in Südasien ist im Osten und Westen umgeben vom mächtigen Indien und hat eine gemeinsame Grenze mit Myanmar (früher: Burma) im Süden. Es ist eines der ärmsten Länder der Welt. Nach Schätzungen leben mehr als 49,6% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze von weniger als 1,25 USD pro Tag.  Mit 1.218 Einwohnern pro km² ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt.

Trotz des deutlichen Wirtschaftswachstums bleibt enorme Ungleichheit bestehen. Ökonomisches Wachstum wird ausgebremst durch interne Faktoren (Korruption, schwache Infrastruktur etc.), wiederkehrende Naturkatastrophen (heftige Wirbelstürme und verheerende Überflutungen) und Monsune (fünf Monate im Jahr). Jedes Jahr werden zwischen 50 und 70 Prozent des Landes überschwemmt. Ernte, Haus und Viehbestand werden teilweise oder komplett vernichtet.

Weltweites Engagement: