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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Prävention und Gesundheit

Gesundheit ist zentral für ein erfülltes Leben und eine volle Teilhabe an der Gesellschaft. In unseren Projekten spielt deshalb die Prävention und Behandlung von Krankheiten, die zu Behinderungen führen können, eine große Rolle. Die Tätigkeitsfelder reichen dabei von der Aufklärung über gesunde und ungesunde Lebensweisen über einen gleichberechtigten und einfachen Zugang zum Gesundheitssystem bis hin zu psychologischer Unterstützung.

Kongolesische Mütter sitzen im Kreis und betrachten Abbildungen zur Vorbeugung von Geburtsbehinderungen.

Die Vorbeugung von Geburtsbehinderungen ist ein wichtiger Pfeiler der Mutter-Kind-Gesundheit von Handicap International. | © Johanna de Tessières / Handicap International

Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Schutzbedürftigsten

Für besonders schutzbedürftige Menschen, wie Menschen mit Behinderung, aber auch schwangere Frauen, Waisen etc., ist der Zugang zum Gesundheitssystem oft nicht selbstverständlich. Gründe hierfür sind beispielsweise eingeschränkte Mobilität, mangelndes Wissen oder schlicht Geldsorgen. Wir wirken diesem Missstand mit vielfältigen Maßnahmen entgegen:

  • Unterstützung der Gesundheitsversorgung in der näheren Umgebung und für Gemeindeapotheken
  • Verbesserung der Betreuung von Patientinnen und Patienten
  • Weiterbildung des Gesundheitspersonals
  • Technische, methodische und finanzielle Unterstützung

 
Gesundheit von Mutter und Kind

Viele Behinderungen, aber auch eine erhöhte Kindersterblichkeit, resultieren aus mangelnder Betreuung während der Schwangerschaft, vermeidbaren Komplikationen während der Geburt oder unzureichender Versorgung nach der Geburt. Wir schulen und unterstützen deshalb das Personal von Gesundheitszentren und Entbindungszentren. Dank der Früherkennung und einer besseren Betreuung von Müttern und Kindern vor, während und nach der Entbindung können Geburtskrankheiten reduziert und die Kindersterblichkeit gesenkt werden.

 
Psychologische Unterstützung

Handicap International unterstützt Menschen mit psychischen Traumata, wie die Überlebenden von gewaltsamen Konflikten, Naturkatastrophen etc. Lokale Netzwerke, der Kontakt zu Menschen, die Ähnliches erlebt haben, und eine persönliche und empathische Unterstützung sind für eine schnelle Erholung unersetzlich. Deshalb arbeiten wir eng mit lokalen Fachkräften und Freiwilligen zusammen und organisieren beispielsweise psychosoziale Betreuung, den Aufbau gemeinschaftlicher Selbsthilfegruppen oder therapeutische Mediationen mittels Spiel, Theater und Zeichnen.

 
Eine der größten Herausforderungen: Krankheiten, die zu Behinderungen führen können

HIV/Aids, lymphatische Filariose, Kinderlähmung, Klumpfuß, Epilepsie, Diabetes... In vielen Ländern weltweit sind diese Krankheiten bereits ein großes Problem oder stark auf dem Vormarsch. Ihre Auswirkungen können extrem sein und das Leben der Betroffenen massiv einschränken. Häufig sind die Betroffenen aufgrund ihrer Krankheit ohnehin schon stigmatisiert. Dazu kommen dann regelmäßig körperliche Beeinträchtigungen – mit ihren jeweiligen Einschränkungen für das alltägliche Leben. Wir arbeiten deshalb eng mit lokalen Akteuren zusammen: Gemeinsam mit Organisationen von Menschen mit Behinderung, den Gesundheitsinstitutionen und dem Gesundheitspersonal führen wir Impf- und Sensibilisierungskampagnen durch, klären die Bevölkerung auf, richten Informations- und Früherkennungsstellen ein und schulen das lokale Personal.

 

Verkehrssicherheit

Verkehrsunfälle sind weltweit eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen. Deshalb führt Handicap International seit mehreren Jahren Unfallverhütungsprojekte in Schulen, Dörfern und mit lokalen Behörden durch. Wir klären die Bevölkerung dabei einerseits über sichere Verhaltensweisen im Straßenverkehr auf und arbeiten andererseits daraufhin, dass immer mehr Menschen Helme tragen und Sicherheitsvorkehrungen treffen.

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Ruanda 25 Jahre nach dem Völkermord
© Diana Vanderheyde/HI
Vorsorge und Gesundheit

Ruanda 25 Jahre nach dem Völkermord

Ab Sonntag, 7. April, gedenkt Ruanda der über 800.000 Opfer des Völkermords. Selbst 25 Jahre nach den Taten lastet dieser Genozid immer noch schwer auf der ruandischen Bevölkerung. Ein Drittel der Bevölkerung leidet weiterhin unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) hat direkt nach dem Völkermord mit Hilfsprojekten begonnen und hat seitdem mehr als 25.000 Betroffene psychologisch unterstützt. Darunter ist auch Jacques, 63 Jahre und Witwer. Er hat seine Frau und seine fünf Kinder während des Völkermords verloren und nimmt an einer Gruppentherapie teil.  

Menschen mit Behinderung öfter Opfer von Verkehrsunfällen
© L. Veuve/HI
Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Menschen mit Behinderung öfter Opfer von Verkehrsunfällen

Anlässlich des weltweiten Gedenktages der Verkehrsunfälle am 18. November weist die Hilfsorganisation Handicap International darauf hin, dass Menschen mit Behinderung einem höheren Risiko ausgesetzt sind, durch Verkehrsunfälle verletzt zu werden. Deshalb fordert HI eine inklusive Verkehrspolitik und eine sichere Mobilität für alle. HI unterstreicht außerdem, dass Verkehrsunfälle eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen sind. Jährlich verletzen sich bis zu 50 Millionen Menschen weltweit; ca. 1,25 Millionen sterben. Über 90 Prozent der Todesfälle treten in Entwicklungsländern auf. HI betreut weltweit Menschen, die durch Unfälle bleibende Behinderungen erlitten haben – wie die kleine Kanhara aus Kambodscha, die bei einem Autounfall ein Bein und einen Arm verlor.

5 Jahre nach Taifun Haiyan auf den Philippinen
©Till Mayer/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

5 Jahre nach Taifun Haiyan auf den Philippinen

Am 8. November 2013 erreichte der Taifun Haiyan die Philippinen. 15 Millionen Menschen waren von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen. Die Opfer der Katastrophe werden auch 5 Jahre nach Beginn des Einsatzes weiterhin von HI unterstützt.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ