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Kenia

Handicap International unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen in Kenias Flüchtlingslagern. Weitere wichtige Bereiche sind Verkehrssicherheit, Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern sowie in Mutter-Kind-Gesundheit und die Bestärkung der politischen Partizipation von Menschen mit Behinderung.

Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia

Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia | © B. Blondel / HI

Laufende Aktivitäten

In Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt (aktuell ungefähr 350 000 Flüchtlinge laut des UNHCR), bieten wir Reha-Versorgung für besonders schutzbedürftige Menschen an, vor allem für Menschen mit Behinderung. Wir verteilen außerdem Mobilitätshilfen wie Krücken und Rollstühle und sorgen dafür, dass auch besonders schutzbedürftige Menschen Zugang zu humanitärer Hilfe haben. Zudem bilden wir Flüchtlinge aus bei der Rehabilitation helfen zu können

Unsere Teams in den Lagern von Kakuma, im Norden des Landes bilden Pflegefachkräfte in der häuslichen Pflege von Menschen mit Behinderung und älteren Menschen aus und bieten Rehabilitationstrainings in den Gemeinschaften und den Gesundheitszentren an. Vertretungen von Menschen mit Behinderung werden speziell geschult, damit sie die Bevölkerung für das Problem der Gewalt gegenüber Frauen und allen anderen Menschen mit Behinderung sensibilisieren können.

In Kenia, Burundi und Ruanda kämpfen wir mithilfe des Projektes  "Ubuntu Care", gegen sexuelle Gewalt an Kindern – vor allem an Kindern mit Behinderung. Unsere Fachkräfte klären Kinder, Familien, andere Hilfsorganisationen sowie lokale Autoritäten über die Rechte von Kindern mit Behinderung auf und arbeiten am Aufbau eines sozialen und rechtlichen Schutzsystems.

Gleichzeitig klären wir verschiedene ethnische Gruppen in Nord-West-Kenia über die Gefahren von Leichtwaffen auf. Wir informieren die Bevölkerung und sorgen für enge Verbindungen zwischen Sicherheitsbehörden und Gemeindemitgliedern.

Die Aktionen haben zum Ziel die gesundheitlichen Bedingungen der Mütter, Neugeborenen und Kleinkinder zu verbessern. Wir bilden lokale NGOs aus, wie man effektive Versorgungsleistungen für Mütter und Babys für die ausgegrenzte Bevölkerung in Nairobi und insbesondere Menschen mit Behinderung umsetzen kann.

Gemeinsam mit der Polizei arbeiten wir außerdem an der Verbesserung der Verkehrssicherheit mit dem Ziel einer verbindlichen Gesetzgebung. Lokale NGOs schulen wir im Umgang mit diversen Medien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Im Zuge dessen führen wir eine Studie über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen von Verkehrsunfällen durch.

Darüber hinaus fördern wir lokale Organisationen und lokale Serviceanbietende zur Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung in zwei Armenvierteln in Nairobi.

Außerdem arbeiten wir an der Verbesserung der Partizipation von Menschen mit Behinderung an der Wahl 2017. Unter anderem produzieren und verteilen wir Informationsmaterialien über die Möglichkeiten, wie man sich an der Wahl beteiligen kann an Menschen mit Behinderung. Zusätzlich arbeiten wir auch mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um die Partizipation von Menschen mit Behinderung am politischen Leben zu fördern.

Neues aus den Projekten

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
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Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

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Seit 2016 leiden 20 Millionen Menschen im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias unter einer schlimmen Nahrungsmittelkrise. Sie wurde ausgelöst durch eine Dürre, die seit mehreren Monaten in einigen Ländern Ostafrikas vorherrscht: in Somalia, Kenia, Äthiopien, Dschibuti, Uganda, Südsudan und in geringerem Ausmaß auch in Tansania. In manchen Ländern wird die schwere Lebensmittelknappheit noch zusätzlich durch Konflikte verstärkt. Handicap International setzt sich dafür ein, dass die besonders schutzbedürftigen Menschen Zugang zur humanitären Hilfe erhalten.

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Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

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Gorrety wagt sich zwischen die Fronten

Zwischen den Völkern der Pokot und Turkana schwelt ein blutiger Kleinkrieg, bei dem gewalttätige Überfälle zum Alltag gehören. Um die Situation zu entschärfen, haben wir in Kenia ein Projekt zur Reduzierung von Waffengewalt ins Leben gerufen. Fotojournalist Till Mayer hat dieses Projekt für uns besucht.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Kenia

Kenia ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1963 die Unabhängigkeit erlangte. Nach gewaltsamen Unruhen in Folge der Wahlen von 2007/2008 scheint das Land, trotz der Terrorgefahr, die weiterhin aus dem Osten nahe der somalischen Grenze besteht, wieder einen gewissen Grad an Stabilität erreicht zu haben.

Zwar wächst die Wirtschaft, dennoch herrschen im Land nach wie vor Armut und Ungleichheit. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze und muss mit weniger als einem Dollar pro Tag leben. Die Bedingungen für Menschen mit Behinderung bleiben schlecht, vor allem im Bereich Bildung, Gesundheitsversorgung, Prävention und im Kampf gegen sexuelle Gewalt.

Kibera ist eines der größten afrikanischen Armenviertel am Rande der Hauptstadt Nairobis. Hier leben eine Million Menschen auf 256 Hektar ohne Wasser und Strom. Kenia ist eines der zehn am stärksten von AIDS betroffenen Länder Afrikas (400 Tote pro Tag). Außerdem beherbergt das Land vor allem im Nordosten des Landes sehr viele Flüchtlinge.

Weltweites Engagement: