Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Kenia

Handicap International unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen in Kenias Flüchtlingslagern. Weitere wichtige Bereiche unserer Arbeit sind der Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern, die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit und der Chancen auf Arbeit sowie die Stärkung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia

Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia | © B. Blondel / HI

Laufende Aktivitäten

Im Flüchtlingslager Dadaab im Nordosten von Kenia leben aktuell 235.269 registrierte Geflüchtete und Asylsuchende (Zahlen des UNHCR, Januar 2018). Im Camp in Kakuma, im Nordwestem von Kenia, leben mehr als 147.000 Geflüchtete (Zahlen des UNCRH, Januar 2018). HI arbeitet in beiden Camps und bietet Reha-Versorgung für besonders schutzbedürftige Menschen an, vor allem für Menschen mit Behinderung. Außerdem verteilt HI Mobilitätshilfen wie Krücken und Rollstühle und sorgt dafür, dass auch besonders schutzbedürftige Menschen Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen. Zudem bildet HI Teams aus, um die Bedürfnisse der besonders Schutzbedürftigen zu erfassen.

HI kämpft in Kenia gegen sexuelle Gewalt an Kindern – vor allem an Kindern mit Behinderung. Unsere Fachkräfte klären Kinder, Familien, andere Hilfsorganisationen sowie lokale Autoritäten über ihre Rechte nach der UN-Kinderrechtskonventon und der UN-Behindertenrechtskonvention auf und helfen den Überlebenden und ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten, sofortige und langfristige Hilfe zu bekommen.

Die Aktionen haben zum Ziel die gesundheitlichen Rahmenbedingungen für Mütter, Neugeborene und Kleinkinder zu verbessern. HI bildet lokale NGOs aus, wie man effektiv Mütter und Babys ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen in Nairobi versorgen kann, insbesondere Menschen mit Behinderung.

Neues aus den Projekten

Aktionstag  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
© DFC/Oellers
Nothilfe

Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages  „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, 9. Juni, ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hilfe und Spenden für die Hungersnot in Afrika auf.

Hungersnot in Ostafrika: Inklusion der Schutzbedürftigsten in die humanitäre Hilfe
© E.Cartuyvels/Handicap International
Nothilfe

Hungersnot in Ostafrika: Inklusion der Schutzbedürftigsten in die humanitäre Hilfe

Seit 2016 leiden 20 Millionen Menschen im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias unter einer schlimmen Nahrungsmittelkrise. Sie wurde ausgelöst durch eine Dürre, die seit mehreren Monaten in einigen Ländern Ostafrikas vorherrscht: in Somalia, Kenia, Äthiopien, Dschibuti, Uganda, Südsudan und in geringerem Ausmaß auch in Tansania. In manchen Ländern wird die schwere Lebensmittelknappheit noch zusätzlich durch Konflikte verstärkt. Handicap International setzt sich dafür ein, dass die besonders schutzbedürftigen Menschen Zugang zur humanitären Hilfe erhalten.

Projekt zur Gewaltreduzierung in Kenia
© Till Mayer
Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Projekt zur Gewaltreduzierung in Kenia

Gorrety wagt sich zwischen die Fronten

Zwischen den Völkern der Pokot und Turkana schwelt ein blutiger Kleinkrieg, bei dem gewalttätige Überfälle zum Alltag gehören. Um die Situation zu entschärfen, haben wir in Kenia ein Projekt zur Reduzierung von Waffengewalt ins Leben gerufen. Fotojournalist Till Mayer hat dieses Projekt für uns besucht.

Helfen
Sie mit

Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Kenia

Kenia ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1963 die Unabhängigkeit erlangte. Nach gewaltsamen Unruhen in Folge der Wahlen von 2007/2008 scheint das Land, trotz der Terrorgefahr, die weiterhin aus dem Osten nahe der somalischen Grenze besteht, wieder einen gewissen Grad an Stabilität erreicht zu haben.

Anfang 2017 führte eine Dürre dazu, dass sich der Zustand in den trockenen Regionen Kenias stark verschlechterte. Das führte zu einer erhöhten Nahrungsunsicherheit und einem schlechteren Gesundheits- und Ernährungszustand zu einer Zeit, in der auch die politische Situation unstabiler wurde. In diesem Kontext ist das Wohlergehen von Menschen mit Behinderung und anderen besonders schutzbedürftigen Menschen besonders bedroht. Auch der Zugang zu Bildung und Gesundheitsleistungen ist gefährdet.

Das Land beherbergt eine große Zahl an Geflüchteten, die vor allem in den östlichen und nord-westlichen Regionen leben. Diese besonders schutzbedürftgen Menschen brauchen medizinische Versorgung und Lebensmittel. Menschen mit Behinderung, die in solch einer Situation lebe,n haben mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen.

Weltweites Engagement: