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Sierra Leone

Im Frühjahr 2014 breitete sich der Ebola Virus in Sierra Leone und einigen Nachbarländern aus. Handicap International hat daraufhin den sicheren Transport der Betroffenen zu den Vorsorge- und Gesundheitszentren organisiert. Unsere Teams sorgten außerdem dafür, dass auch die schutzbedürftigsten Menschen, wie Menschen mit Behinderung oder alte Menschen, über die richtigen Verhaltensweisen aufgeklärt wurden.

HI - Sierra Leone.

© Federico Saracini / HI

Laufende Aktivitäten

Auch nachdem Sierra Leona von der Ebola-Epidemie erfasst wurde, blieben wir vor Ort, um unsere langjährige Erfahrung im Bereich der humanitären Nothilfe und dem Schutz der schutzbedürftigsten Menschen im Kampf gegen Ebola einzusetzen.

Bis zum Ende der Krise im März 2016 unterhielten wir eine Krankenwagenflotte, die die gesamte Region Freetowns (Hauptstadt des Landes) abdeckt. Während des Höhepunkts der Epidemie arbeiteten bis zu 200 Menschen für Handicap International. Nach der Epidemie bieten wir den Überlebenden nun Rehabilitation gegen die dauerhaften Folgen der Krankheit.

Mittlerweile haben unsere Teams die Arbeit auch im Bereich Bildung wieder aufgenommen. Schwerpunkt sind von der Epidemie betroffene Kinder.

Unsere ersten Projekte starteten wir 2006, um den Überlebenden eines der brutalsten Kriege der jüngsten afrikanischen Geschichte zu Hilfe zu kommen, der Tausende von traumatisierten Kindersoldaten hinterlassen hat und etwa 20.000 verstümmelte Menschen. Unsere Fachkräfte passten den Betroffenen Bein- und Armprothesen an und betreuten sie psychologisch.

Einsatzbebreiche

Neues aus den Projekten

Westafrika: Inklusion von Kindern mit Behinderung
© Studio Cabrelli / Handicap International
Inklusion

Westafrika: Inklusion von Kindern mit Behinderung

Seit 2012 leitet Handicap International das Projekt APPEHL für die volle Teilhabe von Kindern mit Behinderung an Bildungsmaßnahmen. Unser Ziel ist es, damit die schulische Situation von 170.000 Kindern mit Behinderung in neun westafrikanischen Ländern zu verbessern. Sandra Boisseau, die unser Projekt von Dakar (Senegal) aus koordiniert, berichtet uns von den Aktionen, die bereits durchgeführt wurden, um die Barrieren im Bereich der Bildung für diese Kinder abzubauen.

Sierra Leone: Ebola ist besiegt!
© J-B. Richardier / Handicap International
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Sierra Leone: Ebola ist besiegt!

Nach Liberia feiert nun auch Sierra Leone das offizielle Ende der Ebola-Epidemie auf seinem Staatsgebiet. Handicap International hat intensiv an diesem Erfolg mitgearbeitet.

Ebola: Die Zeichen stehen auf Hoffnung!
© J-B. Richardier / Handicap International
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Ebola: Die Zeichen stehen auf Hoffnung!

Das Ende der Epidemie ist in Sicht. Zwei unserer Mitarbeitenden erzählen, wieso das so ist, welche Probleme die Regenzeit bereitet und wie unsere Teams in Sierra Leone gegen das Virus kämpfen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Sierra Leone

Die rasche Ausbreitung des Ebola-Virus in Sierra Leone führte zu einer massiven humanitäre Krise.

Im Frühjahr 2014 war Sierra Leone eines der drei am stärksten von der Epidemie des Ebola-Virus betroffenen Länder. Mehr als 14.000 Menschen steckten sich alleine in Sierra Leone an, von ihnen starben etwa 4000 (Quelle: Weltgesundheitsorganisation). Sierra Leone wurde im Frühling 2016 als Ebola-frei deklariert (Quelle: WHO).

In Sierra Leone arbeiten rund 37% der Kinder. Dies zeigt die Schwächen des Bildungs- und Wirtschaftssystems im Land aufgrund fehlender Infrastrukturen und vorherrschender Armut auf. Auch Gewalt gegen Frauen ist ein bedeutendes Problem, das während des Ebola-Ausbruchs zugenommen hat.

Das Land hat die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2010 unterzeichnet und ratifiziert und arbeitete mit Unterstützung von HI ein nationales Gesetz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus. Das Gesetz wird jedoch kaum umgesetzt. 

Organisationen für Menschen mit Behinderungen sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Finanzierung, Koordination und Leitung sind schlecht organisiert; spezielle Frauengruppen und einige Formen von Behinderungen (z. B. Autismus) sind immer noch nicht wirklich vertreten.

Weltweites Engagement: