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Ukraine

Handicap International ist seit 2015 in der Ukraine im Einsatz. Wir unterstützen besonders schutzbedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderung, für die es aufgrund des Konflikts schwer ist, Zugang zu angemessener Pflege zu erhalten. Wir arbeiten auf lokaler und nationaler Ebene, um die Kapazitäten der Gesundheitsdienstleister zu stärken. Außerdem arbeiten wir mit humanitären Akteuren vor Ort daran, besonders schutzbedürftige Menschen in die Notfallhilfeprogramme aufzunehmen.

Handicap International - Ukraine

© Handicap International

Laufende Aktivitäten

Wir wurden vom ukrainischen Gesundheitsministerium gebeten, dabei zu helfen, die Organisation der Pflege für Menschen mit Behinderung und Opfer des Konflikts zu verbessern. Wir bieten unter anderem Hausbesuche für Reha-Maßnahmen an, um die Entwicklung von Behinderungen bei Verletzten zu beschränken und älteren Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die aufgrund des Konflikts einen erschwerten Zugang zu Pflege haben, zu helfen. Außerdem bauen wir medizinische Einrichtungen aus, bilden Pflegekräfte aus und versorgen sie mit Material für Rehabilitationsmaßnahmen und liefern Mobilitätshilfen (Prothesen, Rollstühle, Krücken etc.).

Auf nationaler Ebene identifizieren wir  besonders schutzbedürftige Gruppen (ältere Menschen, Menschen mit Behinderung etc.), klären die Autoritäten über deren Bedürfnisse auf und erklären ihnen, wie die Menschen in die Nothilfeprogramme aufgenommen werden können.

Zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 haben wir mit der Unterstützung von UNICEF Kinder und Jugendliche über das Risiko von Minen und explosiven Kriegsresten an den Frontlinien zwischen Regierungstruppen und unabhängigen Kräften aufgeklärt.

Neues aus den Projekten

Landminenmonitor 2017: Erneut Anstieg der Opferzahlen
(c) Jules Tusseau/HI
Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Landminenmonitor 2017: Erneut Anstieg der Opferzahlen

Der am 14.12. von der ICBL in Genf vorgestellte Landminenmonitor 2017 zeigt im dritten Jahr in Folge einen dramatischen Anstieg der Opferzahlen durch Minen und explosive Kriegsreste. Mindestens 8.605 Menschen wurden durch diese Waffen im Jahr 2016 getötet oder verletzt. 2013 waren es noch 3.450 Menschen. Der massive Anstieg seither ist vor allem auf die hohen Opferzahlen in den Konfliktgebieten in Afghanistan, dem Jemen, Libyen und der Ukraine zurückzuführen. Handicap International ruft die Staaten auf, das internationale humanitäre Recht durchzusetzen und Druck auf alle Konfliktparteien auszuüben, um dem Einsatz dieser barbarischen Waffen ein Ende zu setzen. Dies geschieht im Vorfeld des Treffens der Vertragsstaaten des Ottawa-Vertrags zum Verbot von Anti-Personen-Minen, das vom 18. bis zum 21. Dezember in Wien stattfindet.

„Die humanitären Bedürfnisse dürfen nicht vergessen werden“
G. Lordet/Handicap International
Nothilfe

„Die humanitären Bedürfnisse dürfen nicht vergessen werden“

Handicap International ist seit August 2015 in der Ukraine tätig, um die Versorgung von Menschen mit Behinderung und Verletzungen zu verbessern und den Schutzbedürftigsten zu helfen, vor allem älteren Menschen. Arnaud Pont, der in der Ukraine für den Nothilfeeinsatz von Handicap International zuständig ist, nahm am 23. Januar in Brüssel an der Konferenz „The Human Face of the Eastern Conflict“ teil. Dort werden die humanitären Bedürfnisse, die der Konflikt verursacht hat, auf der Tagesordnung stehen. Das Ziel: mögliche Partner zu treffen und die Geldgeber zur Unterstützung unserer Aktivitäten zu bewegen.

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Hintergrund

Der seit 2014 bestehende Konflikt zwischen Regierungstruppen und Unabhängigkeitsbewegungen führt zu einer chronische Unsicherheit in vielen Regionen des Landes.

Der Konflikt wurde von Massendemonstrationen Ende 2013 in Kiew und anderen ukrainischen Städten, die zum Fall Präsident Yanukovychs im Februar 2014 führten, ausgelöst.

Laut UN-OCHA wurden in dem Konflikt in der Donbass Region bereits etwa 10.000 Menschen getötet und 30.000 Menschen verletzt. Im Land gibt es laut dem Ministerium für Soziales mehr als 1,6 Million Binnenflüchtlinge. Trotz einiger Waffenstillstände bleibt die Situation angespannt. An den Frontlinien sind bewaffnete Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Die Region ist stark vermint.

Weltweites Engagement: