Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Berliner Konferenz zur Lage syrischer Flüchtlinge

Minen und andere Waffen Nothilfe Vorsorge und Gesundheit
Syrien

Handicap International fordert, dass besonders schutzbedürftige Menschen, wie Menschen mit Behinderung, ältere Leute etc. nicht von der Hilfe ausgeschlossen werden.

Ein Kind im Rollstuhl sitzt einsam in einem Flüchtlingscamp

Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, darunter Menschen mit Behinderung, haben einen großen Bedarf an Unterstützung | © Chris Huby / Handicap International

Handicap International ruft Staaten und internationale Organisationen anlässlich der Berliner Konferenz zur Lage syrischer Flüchtlinge dazu auf sicherzustellen, dass die ergriffenen Hilfsmaßnahmen auch die schutzbedürftigsten Menschen vollständig miteinbeziehen. Obwohl Menschen mit Behinderung, ältere und kranke Menschen den größten Risiken ausgesetzt sind,  finden sie nur sehr schwer Zugang zur dringend benötigten Unterstützung.

Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, darunter Menschen mit Behinderung, haben einen großen Bedarf an Unterstützung – und werden doch oft nicht von Hilfsmaßnahmen erreicht. Im Winter wird das Leben für die Flüchtlinge noch härter als es ohnehin schon ist. Die internationale Gemeinschaft muss deshalb die Hilfe erhöhen und sicherstellen, dass auch die besonders Schutzbedürftigen in die Hilfsmaßnahmen einbezogen werden.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat kürzlich bekannt gegeben, die Hilfe für syrische Flüchtlinge im Oktober um 40%, im November um 60% zu kürzen. Diese Kürzungen erschweren noch einmal die Versorgung schutzbedürftiger Menschen mit dem Nötigsten.
Zur Berliner Konferenz zur Lage syrischer Flüchtlinge hat Außenminister Steinmeier für den 28. Oktober geladen, 40 Außenminister und Vertreter internationaler Organisationen werden erwartet. Seit Februar 2011 hat der syrische Konflikt mehr Flüchtlinge hervorgerufen als jede andere Katastrophe seit der Gründung des UNHCR 1950. Mehr als drei Millionen SyrerInnen haben in anderen Ländern der Region Zuflucht gesucht, allein 1,2 Millionen im Libanon, dessen Bevölkerungszahl sich vorher auf 4,5 Millionen belief.

Die Nachbarländer Syriens, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben, können eine Krise dieses Ausmaßes nicht alleine bewältigen. Handicap International als Hilfsorganisation, die in Syrien und den Nachbarländern insbesondere Flüchtlinge mit Behinderung unterstützt, hat bereits mehrfach davor gewarnt, dass ohne erhebliche finanzielle und politische Unterstützung sowohl der Flüchtlinge als auch der Gastgemeinschaften die Situation in den Nachbarländern unhaltbar wird.  Die Verantwortung für die Flüchtlinge muss gleichmäßiger verteilt werden, und in Übereinstimmung mit den humanitären Grundsätzen muss die Arbeit internationaler Organisationen vor Ort unterstützt werden.

27 Oktober 2014
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht
© Elisa Fourt/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht

Am 12. August jährt sich die Unterzeichnung der vier Genfer Abkommen von 1949 zum 70. Mal. Die Genfer Abkommen bilden das Kernstück des heutigen Humanitären Völkerrechts und schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ