Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Unterstützung für vergessene Gemeinden in den Slums von Beira

Nothilfe
Mosambik

Tausende Menschen leben in Armut in den dicht gedrängten Slums der Stadt Beira/Mosambik. Ihre provisorischen Unterkünfte konnten dem gewaltigen Zyklon Idai nicht standhalten. Handicap International (HI) koordiniert die Räumungs- und Wiederaufbaumaßnahmen für diese am stärksten betroffenen Gemeinden.

Lucia vor den Überresten ihres Hauses, das Zyklon Idai zerstört hat.

Lucia vor den Überresten ihres Hauses, das Zyklon Idai zerstört hat. | © C.Briade / HI

Sechs Wochen ist es her, dass der Wirbelsturm mit 195 km/h über Mosambik fegte und Häuser, Schulen, Krankenhäuser dem Erdboden gleich machte. Über 600 Menschen wurden getötet, mehr als 1.600 verletzt. Besonders hart hat es die Stadt Beira getroffen.

Claude Briade, HI-Mitarbeiter aus Luxemburg besuchte kurz nach dem Wirbelsturm einige der ärmsten Gebiete von Beira:

„Es gibt dort nur marode Wohnungen, schlechte Hygiene, unzureichende Gesundheitsinfrastruktur und große Armut. Selbst unter ‚normalen‘ Umständen ist das Leben in diesen engen Slums extrem hart. Alles, was sich die Menschen trotz der Armut aufbauen konnten, wurde vom Zyklon Idai vollständig zerstört.“

Die Cholera greift um sich

Für Lucia, eine 38-jährige alleinstehende Frau, die sich um fünf Kinder kümmert, war der Zyklon verheerend. Das Haus der Familie wurde komplett zerstört. Einige Tage nach dem Wirbelsturm, hatte sie es geschafft, ein paar Besitztümer aus den Trümmern zu bergen. Nun steht sie aber vor der Herausforderung, die Kinder in einem Haus ohne Dach trocken zu halten und sie vor Krankheiten zu schützen. Die Cholera hat sich inzwischen in Distrikten wie Lucias mit fast 5.000 bestätigten Fällen verbreitet.

Deshalb sind die Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen von Handicap International unerlässlich. HI stellt Lastwagen und Material zur Verfügung, um zehn der Slums von Beira zu räumen. Die Anwohner werden eingestellt, um Schutt zu sammeln und die Straßen zu reinigen. Das reduziert das Krankheitsrisiko und ermöglicht den Zugang für humanitäre Helfer.

Handicap International / Atlas logistique koordinieren Aufräumarbeiten in Mosambik.

HI wird auch 2.500 Unterkunfts- und Reparatursets in diesen Bezirken verteilen, um den Menschen beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser zu helfen.

„Wir haben uns verpflichtet, den schutzbedürftigsten Opfern des Wirbelsturms zu helfen: Waisenkindern, chronisch Kranken, Menschen mit Behinderung oder älteren Menschen“, erklärt Claude Briade. „Sehr viele dieser besonders gefährdeten Menschen befinden sich in den vergessenen Slums von Beira.“

19 April 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
© ISNA Agency / HI
Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Deshalb fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, das Rüstungsexportmoratorium dringend auszuweiten.

#school4all – für barrierefreie Bildung
© Erwan Rogard/ HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

#school4all – für barrierefreie Bildung

In allen Bundesländern sind die Sommerferien nun endgültig vorbei. In Deutschland drücken die Kinder wieder die Schulbank. Doch nicht in allen Ländern können Kinder zur Schule gehen. 32 Millionen Kinder mit Behinderung haben keinen Zugang zu Bildung. Manche werden sogar vor der Außenwelt versteckt oder eingesperrt. Wir möchten, dass alle Kinder in allen Ländern lernen können. Denn alle Kinder haben ein Recht auf Bildung! #school4all!

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ