Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Hurrikan Matthew: Tausende von Menschen nicht erreichbar

Nothilfe
Haiti

Die Teams von Handicap International sind bereit, die schutzbedürftigsten Menschen zu unterstützen. Mehr als 1,4 Millionen sind auf Soforthilfe angewiesen. Täglich erreichen uns neue Schreckensnachrichten - und ganze Gebiete und Hunderttausende Menschen sind noch immer von aller Hilfe abgeschnitten.

Eine überschwemmte und zerstörte Straße

Hurrikan Matthew hat vielerorts die Infrastruktur zerstört | © P.Thieler / Handicap International

Fast eine Woche nachdem der Hurrikan Matthew Haiti heimgesucht hat, bleibt die Lage alarmierend. Laut den Vereinten Nationen sind etwa 2,1 Millionen Menschen in den Départements Grand’Anse, Sud, Nippes, Sud-Est, Antibonite und Nord-Ouest betroffen. Nahezu 13 Prozent der haitianischen Bevölkerung benötigen immer noch unverzüglich Hilfe.

Die Verbindungsstraße zwischen Les Cayes und Jérémie, den am stärksten getroffenen Dörfern, ist weiterhin unpassierbar. Zugang zu der Bevölkerung ist die entscheidende Herausforderung für die humanitären Akteure. Handicap International organisiert sich, um den schutzbedürftigsten Personen zur Hilfe zu kommen.

Oberste Dringlichkeit hat immer noch, Zugang zu den Überlebenden herzustellen. Man muss sich eine Situation vorstellen, in der verletzte oder ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung in zerstörten Häusern verbleiben und Pflege nötig haben, während die Straßen immer noch abgeschnitten sind.

Ihr Zustand kann sich rapide verschlechtern, falls sie nicht schnell Hilfe bekommen. Außerdem müssen wir baldmöglichst Notfallkits an diejenigen verteilen, die alles verloren haben und auf der Straße stehen. Das Gesundheitsrisiko ist beträchtlich und man muss so schnell wie möglich eingreifen, um eine Choleraepidemie um jeden Preis zu verhindern.“

Hélène Robin, die Verantwortliche für das Nothilfeprogramm von Handicap International

In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WEP) wird Handicap International den Logistik Cluster leiten, also die Verteilung der Hilfsgüter organisieren. Durch unsere eigene Logistikplattform werden wir den Transport von Hilfsgütern - auch von anderen Hilfsorganisationen - in die entferntesten und momentan unzugänglichen Gebiete der Provinz Grand’Anse erleichtern. Ebenfalls vorgesehen sind Transporte mit Booten, bis die Straßen wieder befahrbar sind.

Des Weiteren werden wir ein Team in der Provinz Nord-Ouest einsetzen – eine Region, die von der humanitären Hilfe kaum abgedeckt wird und doch ebenfalls stark betroffen ist – damit die Hilfe auch wirklich alle Menschen erreicht!

10 Oktober 2016
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Humanitärer Kongress Berlin am 17. und 18. Oktober 2019:  Klimakrise verstärkt Barrieren für Menschen mit Behinderung / Umdenken bei humanitären Helfern notwendig
© C.Briade/HI
Inklusion Nothilfe

Humanitärer Kongress Berlin am 17. und 18. Oktober 2019: Klimakrise verstärkt Barrieren für Menschen mit Behinderung / Umdenken bei humanitären Helfern notwendig

Auf dem Humanitären Kongress in Berlin diskutieren Expert/-innen über die humanitären Herausforderungen der Klimakrise. Der Klimawandel verstärkt die Anzahl der Katastrophen und Konflikte weltweit. Für Menschen mit Behinderung sind die Barrieren nach Naturkatastrophen oder in Konfliktregionen besonders hoch und oftmals werden sie in der humanitären Hilfe übersehen. Handicap International fordert mehr Teilhabe für die, die am meisten Schutz benötigen. Humanitäre Helfer müssen im Notfall inklusiv denken und diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten
©CARE, 2017
Nothilfe

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten

Naturkatastrophen passieren immer wieder und sind selten vorhersehbar. Deshalb hilft HI in 16 besonders gefährdeten Ländern, um die Menschen besser darauf vorzubereiten und beispielsweise die Häuser widerstandsfähiger zu machen. Im Fokus unserer Unterstützung: Hilfe für Menschen mit Behinderung, ältere Personen und Kinder. In einem unserer Projekte fördern wir nachhaltige Baumethoden, die starken Stürmen standhalten können.

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela
© HI
Nothilfe

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela

Kolumbien hat über eine Million Venezolaner und Venezolanerinnen aufgenommen, die aus ihrem Land geflüchtet sind. HI leistet dort Nothilfe für diese schutzbedürftigen Menschen. Seit 2013 herrscht in Venezuela eine schwere ökonomische, politische und soziale Krise. Der Zugang der Bevölkerung zur Gesundheitsversorgung, zu Lebensmitteln und sanitären Einrichtungen ist erheblich zurückgegangen. Die humanitären Bedürfnisse sind beträchtlich. Mindestens 3,4 Millionen Venezolaner sind aus ihrem Land geflohen, davon 2,7 Millionen in die Länder Lateinamerikas und der Karibik. Über eine Million von ihnen haben Zuflucht im Nachbarland Kolumbien gefunden.
 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ