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„Mein neues Leben hat begonnen“

Inklusion
Deutschland

Samuel Jerry Ubi aus Nigeria verließ vor 11 Jahren sein Heimatland und ist heute IT-Experte in Deutschland. Unserem Projekt ComIn für Geflüchtete und Migrant/-innen mit Behinderung hat er viel zu verdanken. Hier erzählt er seine Geschichte.

Samuel Jerry Ubi bei seiner ehrenamtlichen Arbeit bei ComIn

Samuel Jerry Ubi arbeitet inzwischen ehrenamtlich bei ComIn. | © HI

Samuel Jerry Ubi war daheim, als Kriminelle in sein Haus eindrangen und auf ihn schossen. Ein Zufallsopfer, wie der heute 41 Jahre alte Nigerianer, achselzuckend sagt. Der große, kräftige Mann sitzt im Rollstuhl, kann nur mit Mühe ein paar Schritte laufen. „Jahrelang habe ich um mein Leben gekämpft, schließlich muss das Leben weitergehen“, erzählt er in den Schulungsräumen von ComIn, unserem Münchner Projekt für Geflüchtete mit Behinderung. Viele Operationen musste der ausgebildete Schiffsingenieur in Nigeria über sich ergehen lassen. Er konnte nicht laufen, hatte keinen Rollstuhl, keine Arbeit und haderte mit seinem Schicksal.

„Eigentlich war ich komplett tot, es war eine schreckliche Erfahrung, die hoffentlich niemand erleben muss“, sagt Samuel nachdenklich. Bis sein Arzt ihn 2008 nach Deutschland schickte. Sein Asylantrag wurde angenommen und „dann begann mein neues Leben“, berichtet Samuel strahlend.

Heute hilft Samuel anderen Geflüchteten bei ComIn

In München wurde er von ComIn betreut, lernte Deutsch sowie den ersten Umgang mit dem Internet und arbeitet heute als IT Experte. In seiner Freizeit gibt er ehrenamtlich Kurse bei ComIn. Es mache ihm Spaß, den anderen Geflüchteten und Migrant/-innen zu helfen, ihnen Word und Excel näher zu bringen. Sein persönliches Ziel sei, sich in seinem Job ständig weiterzubilden. Derzeit arbeitet an der Verbesserung einer Software.

„Das Leben in Deutschland ist so einfach, alles funktioniert barrierefrei“, sagt Samuel mit einem herzlichen Lachen.

10 Juli 2019
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