Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Taifun Mangkhut: HI-Teams in die am schlimmsten betroffenen Regionen unterwegs

Nothilfe
Philippinen

Der Super-Taifun Mangkhut, der in der Nacht vom 14. auf den 15. September den Norden der Philippinen traf, hat Dutzende Tote gefordert. Über 4 Millionen Menschen sind direkt von den Auswirkungen betroffen. Ein Evaluierungsteam wird ab Montag in den am schlimmsten betroffenen Gebieten unterwegs sein, um die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung zu identifizieren.

 

Die Auswirkungen des Taifuns in Visayas

Die Auswirkungen des Taifuns in Visayas | © HI

Der Super-Taifun Mangkhut (auf den Philippinen Ompong genannt) war der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr. Dutzende Menschen haben ihr Leben verloren und über 4 Millionen sind direkt von seinen Auswirkungen betroffen. HI ist seit 33 Jahren auf den Philippinen aktiv und bereitet aktuell einen Nothilfe-Einsatz zusammen mit lokalen Partnern vor.

Die Organisation hat ein Team von Nothilfe-Spezialisten in den Norden des Landes entsandt, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu identifizieren und an mindestens 2.000 betroffene Haushalte Nothilfe-Pakete zu verteilen. Weitere Spezialisten von HI sind auf dem Weg aus Kanada und Frankreich, um das HI-Team auf den Philippinen zu verstärken.

Reiza Dejito, HI-Programmdirektorin auf den Philippinen, berichtet:

„ Nach dem Durchzug des Taifuns im Norden des Landes sind Telefonnetz und Stromversorgung in den Gegenden, die in der Bahn des Sturms lagen, zusammengebrochen. Hier leben ungefähr fünf Millionen Menschen. Im Moment kommen die ersten Helfer im Norden an; das bedeutet, dass in den nächsten Stunden sehr wahrscheinlich neue, höhere Opferzahlen bekannt gegeben werden. Der Taifun hat vielerorts Überschwemmungen und schwere Erdrutsche verursacht. Viele Häuser sind eingestürzt und mindestens hunderttausend Menschen harren immer noch in Evakuationszentren aus.

Das Risiko von schweren Ernteeinbußen ist immens. Die Menschen fürchten, einen Großteil der Reisernte verloren zu haben – die Haupt-Einnahmequelle in dieser Region.“

„Unser Evaluierungsteam wird ab Montag in den am schlimmsten betroffenen Gebieten vor Ort sein, um zusammen mit anderen Hilfsorganisationen die Bedürfnisse der Betroffenen zu identifizieren. HI wird außerdem Nothilfe-Pakete an mindestens 2.000 Haushalte verteilen, “ fügt Reiza Dejito hinzu.

HI arbeitet seit 30 Jahren auf den Philippinen und hilft den Gemeinden dabei, besser auf Naturkatastrophen vorbereitet zu sein und den Folgen besser Stand zu halten. HI war mit einem großen Nothilfeeinsatz nach Taifun Haiyan 2013 vor Ort, unter dessen Folgen damals über 14 Millionen Menschen zu leiden hatten und der über 6.000 Menschen das Leben kostete.
 

16 September 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Gaza: HI bereitet sich auf Hilfseinsätze vor
© Hardy Skills/HI – Archiv
Nothilfe

Gaza: HI bereitet sich auf Hilfseinsätze vor

Die Gewalt im Gazastreifen ist wieder aufgeflammt. Seit dem 11. Mai hat es über 100 Tote und Hunderte von Verletzten gegeben, darunter auch viele Kinder. Die HI-Teams bereiten den Einsatz von Hilfsmitteln wie Hygienesets und Gehhilfen (Krücken und Rollstühle etc.) vor. Krankenhäuser rechnen mit vielen Verletzten, die nach Notoperationen Reha-Behandlungen benötigen.

Nach Feuer: Soforthilfe für Rohingya-Flüchtlinge
© HI
Nothilfe

Nach Feuer: Soforthilfe für Rohingya-Flüchtlinge

Nach dem verheerenden Feuer am 22. März im Rohingya-Flüchtlingslager in Cox Bazar starteten unsere Teams bereits am Tag danach mit vielfältiger Soforthilfe für die Betroffenen.

Job-Hilfe in der Pandemie
© HI
Inklusion

Job-Hilfe in der Pandemie

Menschen mit Behinderung haben oft große Schwierigkeiten, eine angemessene Beschäftigung zu finden. Wir helfen ihnen deshalb bei der Arbeitssuche. Während der Corona-Pandemie ist es besonders problematisch, passende Jobs zu finden. Auf den Philippinen berät der HI-Sozialarbeiter Danwell P. Esperas Betroffene persönlich und langfristig. Danwell ist von Beruf Krankenpfleger und engagiert sich zusätzlich für die Entwicklungsarbeit. Derzeit arbeitet er für Handicap International als Sozialarbeiter in der Stadt Valenzuela auf den Philippinen. Ziel des Projekts ist es, junge Erwachsene mit Behinderung im Alter zwischen 18 und 40 Jahren den Zugang zu lohnender und menschenwürdiger Beschäftigung zu ermöglichen.