Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Gaza: Notfalltherapien zur Vermeidung von Behinderungen dringend erforderlich

Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Palästina

Bei Demonstrationen am 14. und 15. Mai wurden an der Grenze zwischen Gaza und Israel rund 3.000 Menschen verletzt. Die medizinische Versorgung in Gaza ist durch die plötzliche Ankunft einer großen Zahl von Opfern völlig überlastet. HI stellt Notfall-Rehamaßnahmen bereit, um zu verhindern, dass Patienten eine dauerhafte Behinderung entwickeln.

Ein Helfer bringt ein Kind nach einem Tränengas-Angriff in Sicherheit

Ein Helfer bringt ein Kind nach einem Tränengas-Angriff in Sicherheit | © Virginie NGUYEN HOANG/Hans Lucas/AFP

In den nächsten Tagen werden HI und seine lokalen Partner zehn mobile Teams aufbauen. Zu diesen Teams gehören Rehabilitationsexpert/-innen, Psycholog/-innen und Sozialarbeiter/-innen. Sie werden Reha-Maßnahmen und psychosoziale Unterstützung für die Verwundeten und ihre Familien anbieten.

12.000 Menschen verletzt

Insgesamt wurden seit Beginn der Demonstrationen im vergangenen März rund 12.000 Menschen verletzt - davon mehr als 3.500 mit Schusswunden. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) riskieren 11 Prozent der Verletzten seit Beginn der Demonstrationen eine dauerhafte Behinderung – das sind mehr als 1.000 Menschen.

Gesundheitssystem überlastet

Das Gesundheitssystem in Gaza kann den aktuellen Bedarf nicht decken. Die Patienten müssen das Krankenhaus fast sofort - in der Regel nach drei Tagen - verlassen, um Betten für andere Patienten freizugeben, was den Zugang zur notwendigen Nachsorge erschwert. Ohne Behandlung oder Rehabilitation kann ein Patient Infektionen oder Komplikationen entwickeln, die zu einer dauerhaften Behinderung führen können.

„Die derzeitige Blockade im Gazastreifen verhindert, dass medizinisches Material in das Gebiet gelangt. Das Gesundheitspersonal arbeitet am Limit. Aufgrund der Zustände in der Gesundheitsversorgung werden viele der Verletzten ohne angemessene Nachsorge aus dem Krankenhaus entlassen. Ohne eine angemessene Behandlung erhöhen sich die Risiken von Komplikationen und bleibender Behinderungen", erklärt Bruno Leclercq, Projektleiter von HI in der Region.

17 Mai 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Mosambik: HI verstärkt Hilfsmaßnahmen, um bedürftigen Überlebenden zu helfen
© Candido Jesus / HI
Nothilfe

Mosambik: HI verstärkt Hilfsmaßnahmen, um bedürftigen Überlebenden zu helfen

Weitere Mitglieder der Notfallteams von HI treffen ein, um das Team in Beira zu verstärken.

Zyklon Idai in Mosambik: Hunderte Tote, Hunderttausende obdachlos
© Candido Jesus/HI
Nothilfe

Zyklon Idai in Mosambik: Hunderte Tote, Hunderttausende obdachlos

Ende letzter Woche verwüstete ein verheerender Wirbelsturm Mosambik. Präsident Filipe Nyusi spricht von einer „humanitären Katastrope enormen Ausmaßes“. Vor allem die Stadt Beira ist betroffen. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Flüsse sind über die Ufer getreten und die Wassermassen haben mehr als 100.000 Menschen obdachlos gemacht.

Aufräumen nach Taifun Mangkhut
@ HI
Nothilfe

Aufräumen nach Taifun Mangkhut

Am 15. September 2018 traf der Taifun Mangkhut auf den Norden der Philippinen. Mehr als eine Million Hektar Ackerland wurden zerstört oder beschädigt. In Pinukpuk  wurden 90% der Maisplantagen und 60% der Reisplantagen zerstört. Viele abgelegene Gebiete waren durch Erdrutsche und verwüstete Straßen nicht mehr zugänglich.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber