Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Explosivwaffen

Die Zivilbevölkerung leidet in aktuellen kämpferischen Auseinandersetzungen am meisten. Im Irak, in Libyen, in Syrien und in anderen aktuellen Konfliktregionen fordern Streubomben oder andere Explosivwaffen täglich neue Opfer. Wir kämpfen weiter gegen diese barbarischen Waffen und setzen uns für den Schutz der Zivilbevölkerung ein.

Aus unserer Erfahrung im Einsatz gegen Landminen und Streubomben haben wir gelernt, wie Risiken verringert und Unfälle vermieden werden können, insbesondere durch explosive Kriegsreste, Leichtwaffen und Kleinwaffen. Wir versuchen, Menschen zu schützen, die in einer Situation der Flucht oder des Wiederaufbaus nach dem Krieg durch solche Waffen bedroht sind. Also klären wir insbesondere Kinder auf und vermitteln, wie sie Risiken erkennen und vermeiden können. Mit betroffenen Gemeinschaften arbeiten wir zusammen, um gefährliche Gebiete zu erkennen, markieren und schließlich sicherstellen zu können, dass die Minen und Blindgänger zerstört werden. Zudem sichern wir Waffen- und Munitionslager, die eine Explosionsgefahr darstellen.

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

Jetzt Petition "STOP! Bombing Civilians" unterzeichnen

Unser internationales Engagement gegen:

Explosivwaffen

Der Einsatz von explosiven Waffen – Minen, Streubomben, Flugkörper, Raketen, Artilleriegeschosse, Fliegerbomben usw. – in dicht bevölkerten Gebieten führt jedes Jahr zu Zehntausenden neuen zivilen Opfern.
Diese Waffen verursachen schreckliches Leid. Sie fügen ihren Opfern Verletzungen zu, die oft zu lebenslangen Behinderungen und tiefgreifenden psychischen Problemen führen. Sie zerstören Häuser, Schulen, Krankenhäuser – so dass Verletzte oft nicht einmal versorgt werden können. Nach einem Konflikt stellen Waffen, die beim Einschlag nicht explodiert sind, nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung dar, sondern auch ein Hindernis beim Wiederaufbau des Landes. Sie stürzen die Bevölkerung damit in große Armut.

Die Bombardierung der Zivilbevölkerung ist ein Verbrechen - lesen Sie hier, welche immensen Schäden explosive Waffen verursachen.


Fakten:

  • Minen, Streubomben und andere explosive Kriegsreste fordern weltweit mehrmals täglich ein Opfer.
  • 2019 wurden 29.500 Menschen durch Explosivwaffen verletzt oder getötet. Davon stammen 66% oder 19.400 Menschen aus der Zivilbevölkerung, bei Einsätzen in bevölkerten Gebieten sogar 90%.
  • 5 bis 40% der Streubomben explodieren beim Einschlag nicht und wirken dadurch wie Landminen.
  • In einigen Ländern war ein starker Anstieg der zivilen Opferzahlen zu verzeichnen, so in Afghanistan um 9%, in Somalia um 14% und in Libyen sogar 131%.
  • Industriell hergestellte Explosivwaffen waren weltweit für 51% der zivilen Opfer verantwortlich, improvisierte Sprengkörper für 49% der Fälle.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ