Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Niger

Handicap International (HI) führt eine Reihe von Projekten im Niger durch, um die Inklusion von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt zu fördern. Wir unterstützen Flüchtlinge und Asylsuchende und setzen uns für die Reduzierung bewaffneter Konflikte in der Sahelzone ein.

Frau mit Amputation, die von HI einen Rollstuhl erhielt

Frau mit Amputation, die von HI einen Rollstuhl erhielt | © Franck Pinay Rabaroust

Laufende Aktivitäten

Um die Situation der Menschen mit Behinderung in Niger zu verbessern, unterstützen wir lokale Organisationen von Menschen mit Behinderung seit 2006. 

Der Umfang unserer Arbeit erweiterte sich 2012 erheblich um neue Bereiche wie Ernährungssicherheit, Rückgang von bewaffneten Konflikten und Verringerung des Risikos von Behinderung bei unterernährten oder entwicklungsverzögerten Kindern unter 5 Jahren.

Seit 2015 unterstützt HI besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen in Niger: Stadtflüchtlinge, Asylbewerber*innen, Menschen mit Behinderung und Menschen, die in der Nähe von Waffenlagern leben.

Durch die Bildungsprojekte hilft HI Kindern mit Behinderung, dauerhaften Zugang zur Grundschulbildung zu erhalten.  Außerdem setzen wir unsere Arbeit zur Förderung der sozialen und rechtlichen Inklusion von Frauen und Kindern mit Behinderung fort.

Neues aus den Projekten

Nahrungsmittelkrise und politische Krise in Mali und Niger Minen und andere Waffen Nothilfe

Nahrungsmittelkrise und politische Krise in Mali und Niger

Die beunruhigende Versorgungssituation in der Sahelzone (schlechte Ernten und Preissteigerungen) hat sich in Mali noch einmal rapide verschlechtert. Seit dem Beginn der Rebellion der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MLNA) am 19. Januar dieses Jahres und dem Staatsstreich vom 22. März 2012 haben sich die politische Situation und die Sicherheitslage im Land verschärft.

Mehr Sicherheit in der Sahelzone
© Johanna de Tessières/HI

Mehr Sicherheit in der Sahelzone

Bewaffnete Auseinandersetzungen führen nicht nur zu Tod und Verletzungen, sondern auch zu instabilen Gemeinschaften und Armut. Zivilist/-innen oder gar Kriegstreiber sollen keinen Zugang zu Waffen der staatlichen Sicherheitsorgane haben. Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes arbeiten wir im Niger daran, den Zugang zu Klein- und Leichtwaffen zu beschränken.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Niger

Niger, ein Land der Sahelzone, gilt als das ärmste Land der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut und Benachteiligung.

Die Situation von Menschen mit Behinderung wird durch erhebliche Diskriminierung und sozioökonomische Ungleichheiten verschärft. Diese Diskriminierungen erfolgen in Form von eingeschränktem Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheitsdiensten und eingeschränkter Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. Außerdem werden Menschen mit Behinderung zu selten in Entwicklungsmaßnahmen berücksichtigt. 

Darüber hinaus wurde Niger, das zwischen Nigeria, dem Tschad, Libyen, Algerien und Mali liegt, durch die politische Instabilität in den Nachbarländern, die Überfälle bewaffneter Gruppen und den Zustrom von Flüchtlingen, hauptsächlich aus Mali und Nigeria, geschwächt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 90
Eröffnungsdatum des Programms: 2006

Weltweites Engagement: