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Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Togo

Das Ziel von Handicap International (HI) in Togo ist es, Ungleichheiten abzubauen, um die Lebensbedingungen schutzbedürftiger Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung, zu verbessern. HI möchte die Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft fördern.

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo | © J-J. Bernard / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Unsere Teams führen ein Projekt mit Müttern und Kleinkindern in der maritimen Region durch, um über Rechte im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit aufzuklären. Der von HI entwickelte Ansatz ist integrativ und zielt darauf ab, die am stärksten gefährdeten Gruppen zu berücksichtigen, darunter Teenager und Frauen mit Behinderung.

In Togo werden die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung im Schulsystem nicht ausreichend berücksichtigt. Daher leiten wir auch ein Projekt, um den inklusiven Zugang zu Grund- und Sekundarschulen zu gewährleisten und die Berufsausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu unterstützen. Wir setzen uns für die Förderung und Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung ein, wobei der Schwerpunkt besonders auf der geschlechterspezifischen Diskriminierung liegt.

HI hat ein nationales Projekt ins Leben gerufen, um die Unterstützung für Menschen mit psychischen Problemen in der Gemeinde zu verbessern.

Infolge der Corona-Pandemie haben wir ein Projekt gestartet, um Menschen, die auf den Straßen von Lomé leben, mit psychosozialer Hilfe zu unterstützen.
 

Neues aus den Projekten

Corona in Togo: Obdachlose Kinder leiden besonders
HI
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Corona in Togo: Obdachlose Kinder leiden besonders

Rund 15.000 Menschen leben nach Angaben des Sozialministeriums von Togo allein in der Hauptstadt Lomé auf der Straße – darunter sind etwa 5.000 Kinder. Meist schlagen sie sich mit Betteln durch, bekommen Essensreste der Restaurants oder gelegentlich einen kleinen Job auf den Märkten. Aufgrund der Einschränkungen und der finanziellen Folgen durch das Coronavirus ist ihre Lage nun aber besonders dramatisch.

Corona: Schutzvisiere aus Plexiglas
HI
Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Corona: Schutzvisiere aus Plexiglas

Die oftmals prekären Gesundheitssysteme in einigen westafrikanischen Ländern drohen angesichts der Coronakrise zusammenzubrechen. Um das Gesundheitspersonal zu schützen, werden in Togo Visiere aus Plexiglas gefertigt. Nur wenn Pfleger, Physiotherapeuten oder Sozialarbeiter geschützt sind, können sie sich weiter um die Bedürftigsten kümmern. 

Ein Bein aus dem Drucker? Mehr als nur Zukunftsmusik!
© J.Canicave / Handicap International
Rehabilitation und Orthopädie

Ein Bein aus dem Drucker? Mehr als nur Zukunftsmusik!

Handicap International veröffentlicht vielversprechende Forschungsergebnisse zum 3D-Druckverfahren: Künstliche Gliedmaßen aus dem 3D-Drucker könnten Menschen in Entwicklungsländern zu hochwertigen Prothesen verhelfen – selbst in entlegenen Gebieten und Konfliktzonen. In Togo und Madagaskar hat  Handicap International erste klinische Versuche durchgeführt: Die Ergebnisse sind ermutigend.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Togo

Obwohl Togo reich an natürlichen Ressourcen wie Gold und Phosphat ist, sind Ungleichheit und Armut nach wie vor extrem hoch, insbesondere bei Menschen mit Behinderung, die vor vielen Herausforderungen stehen.

Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung führen dazu, dass Kinder oft vom Spielen mit anderen Kindern oder von der Schule ausgeschlossen werden, und Erwachsene mit Behinderung keinen gleichberechtigten Zugang zu Hilfsleistungen haben. HI ergreift Maßnahmen, um diese Situation zu ändern, in Zusammenarbeit mit zahlreichen staatlichen und nichtstaatlichen Partnern.

Aufgrund der durchlässigen Grenzen zu Burkina Faso, in welchem sich seit Januar 2015 Terroranschläge ereignen, ist das Land einer wachsenden terroristischen Bedrohung ausgesetzt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 51
Eröffnungsdatum des Programms: 1992

Einsatz weltweit: