Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Togo

In Togo setzen wir uns dafür ein, soziale Ungleichheiten abzubauen, um die Lebensbedingungen schutzbedürftiger Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung, zu verbessern. Handicap International (HI) möchte die Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft fördern.

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo | © J-J. Bernard / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Die Arbeit von Handicap International (HI) in Togo begann 1997 , um die Rehabilitationszentren des Landes zu unterstützen. 

Seit 1997 haben sich unsere Aktivitäten auf folgende Bereiche ausgeweitet: Unterstützung der Zivilgesellschaft, Verkehrssicherheit, Gesundheit von Mutter und Kind, psychische Gesundheit und inklusive Bildung.

Durch unser Projekt mit Müttern und Babys in der Region Maritimes kommen seit 2015 mehr Neugeborene gesund auf die Welt. Außerdem arbeitet HI seit 2014 mit Gefangenen in Lomé zusammen, um ihre soziale Integration zu verbessern. Zu den neueren Initiativen gehören ein Projekt zur Inklusion von Kindern mit Behinderung in die Grund- und Sekundarschule sowie ein nationales Projekt zur Verbesserung der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen auf Gemeindeebene.

Neues aus den Projekten

Corona in Togo: Obdachlose Kinder leiden besonders
HI
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Corona in Togo: Obdachlose Kinder leiden besonders

Rund 15.000 Menschen leben nach Angaben des Sozialministeriums von Togo allein in der Hauptstadt Lomé auf der Straße – darunter sind etwa 5.000 Kinder. Meist schlagen sie sich mit Betteln durch, bekommen Essensreste der Restaurants oder gelegentlich einen kleinen Job auf den Märkten. Aufgrund der Einschränkungen und der finanziellen Folgen durch das Coronavirus ist ihre Lage nun aber besonders dramatisch.

Corona: Schutzvisiere aus Plexiglas
HI
Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Corona: Schutzvisiere aus Plexiglas

Die oftmals prekären Gesundheitssysteme in einigen westafrikanischen Ländern drohen angesichts der Coronakrise zusammenzubrechen. Um das Gesundheitspersonal zu schützen, werden in Togo Visiere aus Plexiglas gefertigt. Nur wenn Pfleger, Physiotherapeuten oder Sozialarbeiter geschützt sind, können sie sich weiter um die Bedürftigsten kümmern. 

Ein Bein aus dem Drucker? Mehr als nur Zukunftsmusik!
© J.Canicave / Handicap International
Rehabilitation und Orthopädie

Ein Bein aus dem Drucker? Mehr als nur Zukunftsmusik!

Handicap International veröffentlicht vielversprechende Forschungsergebnisse zum 3D-Druckverfahren: Künstliche Gliedmaßen aus dem 3D-Drucker könnten Menschen in Entwicklungsländern zu hochwertigen Prothesen verhelfen – selbst in entlegenen Gebieten und Konfliktzonen. In Togo und Madagaskar hat  Handicap International erste klinische Versuche durchgeführt: Die Ergebnisse sind ermutigend.

Helfen
Sie mit

Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Togo

Obwohl Togo reich an natürlichen Ressourcen wie Gold und Phosphat ist, sind Ungleichheit und Armut nach wie vor extrem hoch, insbesondere bei Menschen mit Behinderung, die vor vielen Herausforderungen stehen.

Behinderung wird in Togo als negativ wahrgenommen. Dies führt dazu, dass Kinder mit Behinderung oft vom Spielen mit anderen Kindern, von der Schule und von anderen Lernquellen ausgeschlossen werden. Wir setzen in Zusammenarbeit mit zahlreichen staatlichen und nichtstaatlichen Partnern Maßnahmen um, um diese Situation zu ändern. Aufgrund der durchlässigen Grenzen zu Burkina Faso, wo es seit Januar 2015 Terroranschläge gibt, ist das Land einer wachsenden terroristischen Bedrohung ausgesetzt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 39
Eröffnungsdatum des Programms: 1992

Weltweites Engagement: