Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Barrieren gemeinsam in den Blick nehmen

Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung
Deutschland

Nachbericht zur Kick Off-Veranstaltung zu einer bundesweiten Vernetzung der Interessensvertretung für Geflüchtete mit Behinderung

Netzwerktreffen der Interessensvertretung für Geflüchtete mit Behinderung

Netzwerktreffen der Interessensvertretung für Geflüchtete mit Behinderung | © Joerg Farys/www.die-projektoren.de

„Deutschlandweit gibt es einige Leuchtturmprojekte, die Geflüchtete mit Behinderung bei ihrem Zugang zum Hilfesystem in Deutschland, wirkungsvoll unterstützen. Bundesweite Strukturen einer Interessensvertretung gibt es jedoch nicht. Dies wollen wir ändern.“

Diese und andere Aussagen wurden laut, als am Dienstag, 4. Dezember das entstehende Netzwerk zur bundesweiten Interessensvertretung für Geflüchtete mit Behinderung zum ersten Mal in Berlin zusammenkam. Akteure aus regionalen Beratungsangeboten, Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft und Bundesverbänden trafen sich, um Fachaustausch und kollegiale Unterstützung zu etablieren sowie Kräfte und Kompetenzen sinnvoll zu bündeln.

Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung

Ziel des Netzwerkes ist der Abbau von strukturellen Barrieren für Menschen mit Behinderung und Flucht-, bzw. Migrationsgeschichte. Noch immer finden deren Perspektiven zu wenig Eingang in Verwaltungspraxis und politische Entscheidungsprozesse. Im Alltag der Betroffenen spiegelt sich dies in Zugangsbarrieren. Übersetzungsleistungen, z.B. im Fall von Rehabilitationsleistungen ist oft nicht vorhanden, bzw. für die Betroffenen erschwinglich. Zugänge zu Pflegeleistungen, notwendigen Hilfsmitteln oder Leistungen der Eingliederungshilfe werden durch eine rigide Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzes verwehrt. Eine behindertengerechte Unterbringung für geflüchtete Menschen mit Behinderung ist oft nicht gegeben. Integrationskurse, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigen, gibt es viel zu wenig. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Vor dem Hintergrund dieses Vorhabens möchte das Netzwerk auch die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung und Flucht-, bzw. Migrationsgeschichte stärken. Denn bisher haben Geflüchtete mit Behinderung in Deutschland keine eigene Stimme.

Angeregte Gespräche beim Netzwerktreffen in Berlin

10 Dezember 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kooperation Strawberry Tour
© Strawberry Tour
Öffentlichkeitsarbeit

Kooperation Strawberry Tour

„Golfen für Menschen mit Behinderung weltweit“ – unter diesem Motto startet 2019 die neue Partnerschaft zwischen Handicap International und der Golf-Strawberry Tour.

Neue Kooperation mit der GOLF – T.I.M.E.
© GOLF TIME
Öffentlichkeitsarbeit

Neue Kooperation mit der GOLF – T.I.M.E.

Gemeinsam Gutes tun – unter diesem Motto startet in diesem Jahr eine Partnerschaft zwischen dem Verlag GOLF – T.I.M.E. und Handicap International (HI).

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International
© Kaufland
Öffentlichkeitsarbeit

Verkauf von „Bienenhotels“ bei Kaufland zugunsten von Handicap International

Die Supermarktkette Kaufland hat sogenannte Bienenhotels in ihr Sortiment aufgenommen. Für jedes verkaufte Bienenhotel spendet Kaufland 1 Euro an Handicap International und unterstützt dadurch Menschen mit Behinderung weltweit. 

Die hölzernen „Häuser“ erinnern  an Vogelhäuschen und werden in 650 Filialen angeboten. Diese bieten den Bienen einen perfekten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Die Bienenhotels werden in ausgewählten Behinderten-Werkstätten in Handarbeit gefertigt. Mit dem Kauf eines Bienenhäuschens wird nicht nur den wichtigen Insekten geholfen, sondern auch Menschen mit Behinderung in HI-Projekten.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ