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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Die Folgen von Kriegen und erfolgreiche Kampagnen

Der erste Baustein besteht aus zwei Teilen, die thematisch aufeinander aufbauen und daher im Idealfall mit einigen Wochen Abstand in derselben Klasse durchgeführt werden sollten

Streubomben, Landminen und die erfolgreichen Kampagnen dagegen (Teil 1)

Inhalt: Die Schüler/-innen erfahren mehr über die Funktionsweisen, die Klischees und die Folgen von diesen Waffen. Sie erarbeiten, was es für Menschen bedeutet, inmitten von Blindgängern zu wohnen und nach einem Unfall in einer schwach entwickelten Region mit einer Behinderung leben zu müssen. Außerdem lernen sie die erfolgreichen Kampagnen für ein Verbot von Anti- Personen-Minen und Streubomben kennen – weltweit einzigartige Beispiele für bürgerschaftliches Engagement.

Gestaltung: symbolisches Minenfeld mit Minenmodellen, Quiz, Ausschnitte aus Videospielen, Filme, Präsentation der Kampagnenarbeit, Videobotschaft eins überlebenden Jugendlichen.

Botschaften: Krieg bringt langwierige Folgen mit sich, Die Betroffenen brauchen unserer Solidarität, Bürgerschaftliches Engagement kann viel erreichen – Beispiel Landminenkampagne!

 

Familie vor den Trümmern ihres Hauses im Irak

Familie vor den Trümmern ihres Hauses im Irak. Foto: HI

Die Folgen von Kriegen und Bombardierungen (Teil 2)

Inhalt:

Der zweite Teil knüpft an den ersten Teil – der bestenfalls einige Wochen zuvor in der Klasse durchgeführt wurde – an. Die Schüler/-innen erfahren wie es ist, in einer zerbombten Stadt leben zu müssen und sie lernen die Langzeitfolgen von Explosivwaffen und Blindgängern. Sie beschäftigen sich mit dem Bezug zu Deutschland: Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, Waffenexporte, weltweite Flüchtlingsströme. Außerdem setzen sich die Schüler/-innen mit der internationalen Kampagne „Keine Bomben auf Zivilbevölkerung!“ auseinander und lernen, wie sie funktioniert und was sie genau erreichen will.

Gestaltung: Videos von betroffenen syrischen Jugendlichen, die ihre persönliche Geschichte erzählen, Facebook Auftritt von Handicap International und dem Star Neymar, der sich für Handicap International engagiert, Gestalten eines Briefes mit Forderungen an den Außenminister

Botschaften: Die Schüler/-innen setzen sich mit den Folgen von Kriegen sowie mit den Zusammenhängen mit der eigenen Umwelt auseinander. Sie lernen über die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Handeln und versetzen sich in die Lebenswelten von gleichaltrigen Jugendlichen, die von Explosivwaffen getroffen wurden. Sie verstehen, wie eine internationale Kampagne funktioniert und was diese erreichen kann.

Hier können Sie alle Informationen zum Baustein I auch als PDF herunterladen.

Anbindung an bayrischen Lehrplan

Gymnasium:

8. Klasse Sozialkunde (Politik als Versuch der Problemlösung, Grenzüberschreitende Beziehungen in der Region)

8. Klasse Sozialpraktische Grundausbildung (Engagement für die Gemeinschaft)

8. Klasse Geografie (Leben in der Einen Welt)  

9. Klasse Sozialkunde (Globalisierung, Integration, friedliches Zusammenleben)

9. Klasse Ethik (Friedensethik)

10. Klasse Sozialkunde (Mitwirkungsmöglichkeiten in demokratischen Gesellschaft)

12. Klasse Sozialkunde (Internationale Politik, Globalisierung als Herausforderung)

12. Klasse Ethik (Recht & Gerechtigkeit, Menschenrechte, globale Friedensordnung)

Realschule:

10. Klasse Sozialkunde/wesen (globale Entwicklungen)

9. Klasse (Friedensethik)

10. Klasse Ethik (Gegenwart und Zukunft mitgestalten, Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft)

Mittelschule: 9. Klasse GSE (globale Zusammenarbeit für Frieden und Sicherheit)

Berufsschulen:

12./13. Klasse Ethik (Menschenrechte, Beitrag zum Frieden)

12. Klasse Sozialkunde (Internationale Beziehungen)

Sonstiges:

Wenn dieser Baustein in einem größeren Rahmen durchgeführt wird (z.B. Projekttage), gibt es zusätzlich die Möglichkeit, ein 3-D Erlebnis einzubauen. Die Schüler/-innen erleben mithilfe von Virtual Reality wie es ist, in einer zerstörten Stadtlandschaft in Syrien zu sein. Allgemein ist bei diesem Baustein enorm wichtig, dass mögliche Geflüchtete in den Klassen vorbereitet sind, worum es in dem Projekt geht und ob bzw. wie er oder sie daran teilnehmen möchte. All dies muss in einem Vorgespräch zwischen Referent/in und Lehrkraft besprochen werden.

Kontakt

Wenn Sie Interesse haben, uns für ein oder mehrere Projekte zu buchen, kontaktieren Sie uns! 

Eva-Maria Fischer

Dr. Eva Maria Fischer
Leiterin Advocacy und Bildungsarbeit

Bildungsprojekt[at]hi.org oder
089/54760613

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ